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Saulorn. Viele Camper kennen den Moment, wenn der Hering aus Stahl oder Blech nicht so recht halten will, obwohl man ihn mit voller Kraft in den Boden gewuchtet hat. Gerade bei Wind und Wetter wünscht sich so mancher Wohnmobilbesitzer eine strapazierfähige Verankerung, um das Vordach so zu fixieren, dass es einem nicht gleich wieder um die Ohren fliegt. Das dachte sich vor zwei Jahren auch Franz Weber aus Saulorn in der Gemeinde Hohenau – und entwickelte kurzerhand selbst einen Hering: den „Owlpeg„.

Hält seinem Erfinder zufolge „um ein x-faches“ mehr Gewicht als ein normaler Hering: der „Owlpeg“ aus dem Hause Weber, der mit seiner Optik an eine Eulenkralle erinnert. Fotos: Franz Weber

„Als passionierte Camper waren wir – wie andere Camper-Kollegen auch – mit den am Markt erhältlichen Heringen zur Verankerung von Zelten, Vorzelten, Markisen etc. alles andere als zufrieden“, berichtet der 56-Jährige Inhaber eines Hydraulik- und Technikvetriebs. „Auch nehmen in letzter Zeit Stürme und Unwetter zu. So kommt es immer häufiger zu Schäden an der Campingausrüstung, weil gängige Befestigungssysteme den Belastungen nicht gewachsen sind.“

Prinzip: Schraube rein, Schraube raus

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Der „Owlpeg“ (zu deutsch: Eulenkralle) ist nun Webers Antwort auf alle bisherigen Systeme. Dieser, so sein Erfinder, überzeuge vor allem aufgrund seiner besonderen statischen Eigenschaften. „Der Unterschied zum herkömmlichen Kunststoff, Stahl- oder Blechhering liegt darin, dass die auftretenden Kräfte durch die Konstruktion des Owlpegs möglichst gut aufgefangen werden. Da auf einen Hering eine bestimmte Seilkraft in einem bestimmten Winkel einwirkt und sich diese in Bezug auf den Boden nach dem Prinzip der Kräftezerlegung  in eine horizontale und eine vertikale Komponente aufteilt, ist es sinnvoll, diese einzeln möglichst gut konstruktiv abzufangen“ erklärt der Konstrukteur und gelernte Maschinenbauer.

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In folgendem Video wird der Owlpeg mit anderen Systemen verglichen:

Beim  Owlpeg, so Weber weiter, erreiche man diese Wirkung dadurch, dass zu der am Boden aufliegenden Platte eine rechtwinklige Lasche in den Boden ragt, wobei diese Bodenlasche für die Aufnahme der horizontalen Kraft zuständig ist. Der vertikalen Kraft wird durch die Befestigung der Bodenplatte mit den beiden Bodenschrauben entgegengewirkt. Außerdem wirkt auf einen Hering ein Drehmoment, das beim Owlpeg durch eine weitere Bodenschraube auf der gegenüberliegenden Seite der Bodenplatte aufgenommen wird.

Konstruktive Ausführung ist patentrechtlich geschützt

Von der Herstellung bis zum Vertrieb kann Owlpeg-Erfinder Franz Weber alles aus eigener Hand leisten. 

Hohe Belastbarkeit und Stabilität, geringe Verletzungsgefahr, leichte Montage und Demontage – dies sind Franz Weber zufolge die wesentlichen Vorteile seiner „Eulenkralle“. Die 90-Grad-Bodenlasche hat er sich bereits patentieren lassen, der Online-Shop für den Vertrieb des Owlpegs ist erst vor Kurzem an den Start gegangen. Auch bei der letztjährigen „iENA“, der internationalen Leitmesse für Erfindungen und Neuheiten, hat der Saulorner sein Produkt bereits präsentiert. Franz Weber ist demnach guter Hoffnung: Was als Experiment eines Hobby-Tüftlers aus dem Bayerischen Wald begann, könnte schon bald die Camping-Welt revolutionieren… 

Stephan Hörhammer

 


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