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Der Ausgangspunkt meines jüngsten Sofortbildabenteuers lautete: Trinkwasserspeicher Frauenau. In Begleitung meines Touren-Freundes David begab ich mich vor wenigen Tagen dorthin. Der Wetterbericht hatte uns einigermaßen positiv gestimmt und meldete keine allzu schlechte Bedingungen – ein erfreuliches Novum, denn: Immer wenn David und ich bisher losgezogen sind, sah’s wettertechnisch eher bescheiden aus …

Eine weiße Wand ließ unsere Abenteurer-Herzen schnell höher schlagen

Während der Autofahrt bot sich uns ein Anblick, der bereits auf das nahende Ende des Winters hindeutete: Vergleichsweise wenig Schnee ließ die gewünschte Vorstellung mehr und mehr dahinschwinden, dass wir eine zugefrorene, prächtig-weiße Landschaft vorfinden würden. Doch die Lage rund um die Trinkwassertalsperre sollte uns schnell eines besseren belehren: Als wir am Parkplatz ankamen, ließ eine weiße Wand unsere Abenteurer-Herzen höher schlagen. Wir packten sogleich die Schneeschuhe aus – und stapften los. Nach einem rund zweieinhalbstündigen Aufstieg – vorbei am Speichersee hinauf zum Verlorenen Schachten – …
(Polaroid Camera SLR680, Impossible Film 680 Color Protection)
Polaroid Camera SLR680, Impossible Film 680 Color Protection
… kamen wir zum ersten Mal an diesem Tag in den Genuss den Blick über den Bayerwald in Richtung Rachel schweifen zu lassen. Ein Panorama, das seingesleichen sucht – atemberaubend:
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Wista Field 4×5 Camera, abgelaufener Polaroid 54 Film
Begeistert stellten wir fest, dass sich der Wetterbericht sogar noch ein klein wenig verschätzt hatte – zu unseren Gunsten, denn: Am Himmel war so gut wie keine einzige Wolke zu sehen – es herrschte strahlenster Sonnenschein. Bessere Voraussetzungen hätten wir für unsere Tour nicht haben können … und nach einer Strecke von wenigen Kilometern erreichten wir dann schließlich den Verlorenen Schachten mit seiner Schutzhütte:
(Converted Polaroid 110a Pathfinder Kamera, abgelaufener Polaroid 664 Film)
Converted Polaroid 110a Pathfinder Kamera, abgelaufener Polaroid 664 Film
Wir nutzten dort ein paar Minuten zur Erholung, machten ein paar Bilder – und beschlossen dann die Wanderung zügig fortzusetzen, da wir ja noch einige Meter zu absolvieren hatten. Doch nur fünf bis zehn Schritte weiter hielten wir erneut inne für eine kleine Foto-Sesssion – wir konnten gar nicht anders: Die winterlichen Naturschönheiten zogen uns regelrecht in ihren Bann:
(Converted Polaroid 110a Pathfinder Kamera, abgelaufener Polaroid 664 Film)
Converted Polaroid 110a Pathfinder Kamera, abgelaufener Polaroid 664 Film
(Converted Polaroid 110a Pathfinder Kamera, abgelaufener Polaroid 664 Film)
Converted Polaroid 110a Pathfinder Kamera, abgelaufener Polaroid 664 Film

Nachdem wir uns schließlich doch irgendwann davon losreißen konnten und die Sonne immer stärker zu scheinen begann, schlug das Winterwetter langsam aber sicher in ein angenehmes Tauwetter um. Unser nächstes Ziel hieß Almschachten, wo ebenfalls ein starker Schwarz-Weiß-Kontrast vorherrschte. Die alten Bäume dieses Schachtens standen still und fest im Schnee. Ganz so als wollten sie uns zeigen, wer hier die guten Geister in dieser Gegend sind.

(Wista Field 4x5 Camera, abgelaufener Polaroid 54 Film)
Wista Field 4×5 Camera, abgelaufener Polaroid 54 Film
Der größte und weitläufigste Schachten auf unserer Tour verzückte uns mit herrlich-unberührten Schneelandschaften. Die alten Baumriesen hatten teilweise ihre Äste niederlegt, die im Sommer den Wanderern Schatten spenden. Wir wären auch in den Luxus einer Sitzbank gekommen, wäre diese nicht vollends mit Schnee bedeckt gewesen …
(Polaroid Camera SLR680, Impossible Film 680 Color Protection)
Polaroid Camera SLR680, Impossible Film 680 Color Protection
Also nur ein kurzer Stop – und ab Richtung Latschenfilz, von dem jedoch auch nicht allzu viel zu sehen war, da er sich unter einer dicken Schneeschicht versteckt hatte. Hier war wegen der versteckten Wasserlöcher, die man teilweise nur erahnen konnte, Vorsicht geboten:
(Converted Polaroid 110a Pathfinder Kamera, abgelaufener Polaroid 664 Film)
Converted Polaroid 110a Pathfinder Kamera, abgelaufener Polaroid 664 Film

Als wir dieses Labyrinth aus Latschen und Kiefern wieder verlassen hatten, ging es weiter über den Kohlschachten zum Zwieselter Filz und die Hirschbachschwelle. Nach einer kurzen Pause war uns klar, dass das Foto-Sammeln sich allmählich dem Ende zuneigt, da die Sonne langsam aber sicher hinter den Wolken verschwand. Während wir durch den Wald Richtung Lindberg Schachten wanderten, war die Sonne kaum mehr am Horizont zu sehen – und wir machten uns sogleich an den Abstieg Richtung Buchenau.

Als wir schließlich das Auto erreichten, war es bereits dunkel – und hinter uns lag eine elfstündige Mammut-Rundwanderung. Glücklich, mehr als platt und in gespannter Erwartung eines ordentlichen Muskelkaters ging es wieder nach Hause in den Untern Woid …
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Noch mehr Fotos zu dieser Tour gibt es zu sehen bei Davids Flickr-Profil unter:www.flickr.com/photos/hessidave/
Am Donnerstag, 28. Februar, strahlt die BR-Sendung Cappriccio um 22 Uhr einen Beitrag über BastianK und seine Fotografie-Leidenschaft aus. (Sein besonderer Dank gilt dabei Autorin Gabriele Pfaffenberger und ihrem Team, die den Freyunger Fotografen auf einer seiner Touren begleitete).
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BastianKs Bilder gibt es auch auf seiner Web-Site zu sehen: Hier wird er versuchen seine „Instant-Wandertouren“ nochmals darzustellen – mit Wegbeschreibungen und dem ein oder anderen fotografischen Highlights …

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