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„Die weltbekannten, eingefrorenen Bäume des Lusens und eine kleine menschliche Gestalt, die dieses Schauspiel genießt und den Blick Richtung Böhmen wagt.“ Gescanntes Negtiv, Wista Field: BastianK

Früh morgens ging’s los: Ich, mein Hund Schoki – und ein Rucksack voller Kleinigkeiten. Ziel war wie so oft: der Lusengipfel. Als ich an der Ortschaft Schönbrunn am Lusen vorbeikam, war ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob das so eine gute Idee war mit meinem heutigen Ausflug. Das Thermometer meines Autos zeigte minus 20,5 Grad an – es fröstelte mich kurz bei diesem Anblick. Doch an ein Umkehren war jetzt nicht mehr zu denken: Das prachtvolle, kalte Weiß hatte mich schon zu sehr in seinen Bann gezogen. Am Parkplatz in Waldhäuser angekommen, gab es dann auch schon Entwarnung. Denn es waren „nur noch“ 14 Grad (!) unter Null …

Märchenhafte Kulisse

Mit viel Frische und Mut machte ich mich auf den Weg. Zuerst auf der Straße bis hinauf zum oberen Parkplatz (nicht durch den Wald, weil schon die Pisten für die Langläufer präpariert waren). Von dort aus ging ich weiter über den Sommerweg Richtung Gipfel. Auch hier war schon ein Weg gespurt – ein beruhigendes Zeichen dafür, dass ich nicht der einzige „Schneeschuh-Verrückte“ an diesem Tag war. Kein Wunder auch – bei dieser märchenhaften Kulisse! Je höher wir emporstapften, desto eisiger wurde der Pfad. Doch Schoki machte dies alles nichts aus – auch er ließ sich von der zauberhaften Landschaften inspirieren und tollte voller Lebenslust über den hartgefroreren Schnee.

Wo da Behmwind waht…

Als wir die Glasarche hinter uns gelassen hatten, war bis auf ein paar Baumgerippe nur noch blankes Weiß zu sehen. Auf dem Gipfel angekommen, empfing uns eine leichte Brise des berühmt-berüchtigten Böhmwinds. Kalt und unbarmherzig erfrischend. Ich packte schnell meine Wista-Field-Kamera mitsamt dem abgelaufenen Polaroid-Film des Typs 79 aus, schmieß mich in mein „Old-School-Outfit, ging vor der fast schon unwirklich anmutenden Kulisse in Position – und aktivierte den Selbstauslöser. Das Ergebnis: Die weltbekannten, eingefrorenen Bäume des Lusens und eine kleine menschliche Gestalt, die dieses Schauspiel genießt und den Blick Richtung Böhmen wagt.

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