Hog’n-Wetterfrosch Martin Zoidl: „Festhalten, es geht steil bergab!“

In den vergangenen Tagen kam er endlich ins Land gezogen: Der frühlingshafte Frühsommer mit all seinen Facetten, von denen die hohen Temperaturen nur das Tüpfelchen auf dem i darstellten. Zwei Wochen vor dem offiziellen meteorologischen Sommeranfang am 1. Juni haben wir also schon einige sommerliche Tage genießen dürfen. Nun aber steht zum bevorstehenden Wochenende ein markanter Wetterumschwung bevor: Während die breite Warmluftzunge, die von Algerien über die Alpen hinweg bis weit über die Ostsee hinaus reicht, bisher direkt über unseren Köpfen ihr Potenzial entfalten konnte, verlagert sich diese in den nächsten Tagen weiter nach Osten. Dadurch kann von Westen her schnell kühlere Luft ins Land ziehen, was einen enormen Temperatursturz zur Folge hat. Die neueren Luftmassen – vom Atlantik her kommend – lassen dann nur mehr Höchstwerte zu, die um ganze 15 Grad unter den gewohnten Werten liegen können…

Doch am Freitag heißt es auf jeden Fall noch einmal: Nach Feierabend bitte alle raus und die Sonne genießen! In der Subtropikluft schafft sie es nochmal, uns richtig einzuheizen. Förderlich für eine lange Stabilität des Wetters ist vor allem der Umstand, dass die Höhenwinde von Süd nach Nord wehen. Dadurch kommt die Kaltfront nicht so recht von West nach Ost voran – sie verlagert sich daher nur sehr langsam in unsere Richtung. Erst zum Abend hin beschleunigt sich dieser Vorgang. An der Luftmassengrenze selbst treten vermutlich heftige Gewitter auf, wobei noch nicht gesichert ist, wie weit es diese bis ins Hog’n-Land schaffen. Konkrete Warnungen können erst kurzfristig erfolgen (siehe dazu: http://facebook.com/zoidlwetter).

Von 27 auf 12 Grad – da spielt der Zoidl-Zeiger verrückt!

Am Samstag sind bestens damit beraten, frühmorgens nicht aus dem Fenster zu schauen. Nachdem wir über Nacht von der Kaltfront überrannt wurden, sieht die Welt am ersten Tag des Wochenendes gänzlich anders aus. Von der Sonne dürften wir so gut wie gar nichts sehen – dafür hängen viele Wolken über dem Woid und bringen vereinzelt leichte Regenschauer. Die Temperatur bewegt sich nur mehr auf einem Level, das knapp über 11 bis 12 Grad liegen dürfte. Wer also noch etwas Brennholz vom Winter daheim hat, sollte dies vielleicht vorsichtshalber in der Nähe des Kachelofens deponieren, denn 12 Grad können sich nach einer Wärmeperiode ganz schön kalt anfühlen…

Auch am Sonntag sieht es nicht viel besser aus. Tendenziell beginnt sich die Luftmasse wieder etwas zu erwärmen, wodurch die Quecksilbersäule einen Ticken höher steigen dürfte. Auch der eine oder andere Sonnenstrahl ist wieder möglich, sodass es zumindest nicht mehr ganz so kalt wird wie am Samstag. Von Sommerwetter sind wir dennoch weit entfernt. Ob dies in der neuen Woche wieder der Fall sein wird, ist noch nicht sicher. Allerdings gibt es positive Tendenzen, die dann auch hoffentlich eintreten werden…

Ein schönes Wochenende wünscht

Hog’n-Wetterfrosch Martin Zoidl

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Inwiefern ist auch „unser Eckal“ am bayerischen Ost-Zipfel vom Klimawandel betroffen? Findet der Klimawandel überhaupt statt im Woid? Antworten auf diese Fragen gibt es hier (einfach klicken).

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