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Freyunger Westtangente: Mehr als 300.000 Euro Förderung vom Staat

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Der erste Bauabschnitt der geplanten Westtangente  die sich größtenteils zwar am bisherigen Straßenverlauf orientiert, jedoch für den Lkw-Verkehr entsprechend angepasst werden muss – soll nun mit 328.000 Euro gefördert werden. Skizze: Stadt Freyung

München/Freyung. „Der Ausbau der Westtangente zur Hauptverkehrsstraße der Umgehung von Freyung ist nach Artikel 2 des Bayerischen Gemeindefinanzierungsgesetzes (BayGVFG) förderfähig“, informiert Staatsminister Helmut Brunner (CSU) in einer Mitteilung an die Medien. Sein Kabinettskollege, Innenminister Joachim Herrmann (CSU), habe ihn jüngst darüber in Kenntnis gesetzt. Bei der Westtangente (auch  als „Westspange“ bezeichnet) handelt es sich um eine Strecke, die sich über gut 1.000 Meter erstreckt – von der Zuppingerstraße (am Freibad) vorbei am Bachl-Kunsstoffwerk über die Hammermühle hinauf Richtung Landratsamt, siehe Skizze). Die geplante Straße, die neben der beabsichtigen Südspange Ende 2012 für heftige Diskussionen gesorgt hatte und per umstrittenen Ratsbegehren genehmigt worden war, solle zur Entlastung des Freyunger Ortskerns beitragen. Doch über die ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten für die Westspange herrscht offenbar Uneinigkeit…

Fördersumme: 328.000 Euro – Gesamtkosten (BA I): 725.000 Euro

Für den genehmigten Straßenausbau des ersten Bauabschnitts (BA I) werde ein Festbetrag von 328.000 Euro als Fördersumme in Aussicht gestellt, lässt Brunner mitteilen. Für diese Maßnahme sind Gesamtkosten von 725.000 Euro veranschlagt worden, von denen rund 521.000 zuwendungsfähig seien. „Der Fördersatz liegt somit bei knapp 63 Prozent und damit deutlich über dem Ausgangsfördersatz, der beim Gemeindefinanzierungsgesetz derzeit 50 Prozent beträgt“, ist in der Mitteilung weiter zu lesen.

Freyungs Bürgermeister Olaf Heinrich

Freyungs Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich zeigt sich anlässlich der „überdurchschnittlichen Förderung“ erfreut.

Minister Brunner freue sich, „dass diese für die Stadt Freyung bedeutsame Straßenbaumaßnahme damit von der Staatsregierung bestmöglich gefördert werden kann“.

Dem könne sich Freyungs Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich (CSU) nur anschließen, wie er dem Hog’n gegenüber sagt: „Ich freue mich über die positive Entscheidung der Staatsregierung, die Stadt beim Bau der Westspange mit einer überdurchschnittlichen Förderung zu bedenken. Dies unterstreicht die hohe Bedeutung der Maßnahme für die städtebauliche Entwicklung des Stadtkerns.“

Wie hoch waren die Kosten für die Westspange veranschlagt?

Weiter teilt Heinrich auf Hog’n-Nachfrage mit, dass die Gesamtsumme für die Baukosten des Westspangen-Projekts „im mittleren, einstelligen Millionenbereich“ angesiedelt sei. Mit den Planungen für die Umsetzung wurde ein Ingenieurbüro aus Grafenau beauftragt, das den Komplettpreis auf 6,7 Millionen Euro veranschlagt habe (inklusive Nebenkosten wie Lärmschutz, Grundstücke, Bepflanzung etc.). Diese Zahl sei „belastbar“, wie die Tageszeitung vor gut einem Jahr vermeldete.

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In dem von der Stadt Freyung im Dezember 2012 herausgegebenen Informationsblatt über den Bürgerentscheid (Ratsbegehren) zum Bau der Süd- und Westspange werden die Gesamtkosten für die Westspange auf rund zwei Millionen Euro beziffert. Heute ist die Rede von 6,7 Millionen Euro.

Das Onlinemagazin da Hog’n war bisher von einer Gesamtsumme von „rund zwei Millionen Euro“ ausgegangen – so stand es zumindest im Dezember 2012 in einem Informationsblatt (siehe Foto) geschrieben, das die Stadt an die Freyunger anlässlich des bevorstehenden Bürgerentscheids per Post versandt hatte (auch hier bei Klick nochmals einzusehen). In den Unterlagen waren neben den geschätzten Kosten zur West- bzw. Südspange auch Informationen zur erwartenden Verkehrsentlastung sowie zum Versprechen, dass keine zusätzlichen Kosten auf die Anwohner im Zuge der Baumaßnahmen zukommen würden, enthalten.

„Die Kosten haben sich auch nicht gegenüber der Prognose geändert: Die Schätzung lag immer bei über fünf Millionen Euro“, erwidert Heinrich auf erneute Nachfrage. Eine genaue Berechnung liege erst vor, wenn die Werkplanung durch das Grafenauer Ingenieurbüro fertig sei, so der Bürgeremeister.

da Hog’n

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2 Kommentare bei "Freyunger Westtangente: Mehr als 300.000 Euro Förderung vom Staat"

  1. Ypsilon sagt:

    also nicht wie damals angeführt und ALLEN erzählt Kosten von 2 Millionen, sondern tatsächlich bis zu 7 Millionen!!!!!!

    So wird es mit der versprochenen Entlastung des Stadtplatz-Verkehrs von 50 Prozent halt auch werden……

    Aber der Freyunger glaubt halt leider ALLES……

  2. Gerhard sagt:

    Ich finde, dass die Westspange noch viel unsinniger ist, als die Südspange. Es läuft ja eine Parallelstraße über die Brücke bei Ort. Wer wird denn da die Wetstangente benutzen. Die ja noch dazu eine nicht unerhebliche Steigung aufweist und im Winter sicherlich Probleme verursacht. Aber, wenn die Westspange so enorme Mehrkosten verursacht, als man dem Freyunger Bürger weismachen wollte, welche Kostenexplosion kann man dann wohl bei der Südtangente erwarten? Es wird ja auch verschwiegen, dass die Eishalle auf extrem umweltschädlichen Abfällen, wie Kühlschränken, Öfen, Waschmaschinen und vieles mehr aufgebaut wurde. Muss dass dann alles abgetragen werden? Die Gefahr, dass dieser Berg einmal zusammenfällt ist da nicht unerheblich. Man muss auch mit einer noch höheren Steigung des Straßenverlaufes rechen, als in der Westtangente.
    Aber wenn im Winter die Lastwagen hängenbleiben, kann man ja wieder über Ort fahren!!!!!!!!

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