Bayerns Influencer – wie sieht eigentlich ihr Arbeits-Alltag aus?

„Influencer“ begegnen einem heute in allen sozialen Medien. Dabei handelt es sich um Blogger, YouTuber und Instagramer, die sich auf den Plattformen präsentieren und aufgrund ihrer enormen Reichweite ihr Hobby zum Beruf machen konnten. Die Sparten, in denen sie sich bewegen, reichen von Comedy über Filme und Technik bis zu Beauty und Mode. Ob die YouTuberin Mirella von Mirellativegal, der Männer-Lifestyle-Blog Bru’s World oder die in München lebende Modebloggerin Alix – auch Bayern hat einige erfolgreiche Influencer hervorgebracht. Doch wie sieht die Arbeit eines Modebloggers eigentlich aus?

Vom Hobby zum Vollzeitjob

Zählt zu den wichtigsten Arbeitsgeräten eines Influencers – das Smartphone.

Mittlerweile ist den meisten bekannt, dass Blogger, YouTuber und Instagramer mit ihren Beiträgen Geld verdienen können. Was einst als Hobby begann, hat sich für manche zum Vollzeitjob entwickelt. Modeblogs glichen einst kleinen persönlichen Outfit-Tagebüchern. Meist wurde die gewählte Zusammenstellung in Form eines Spiegelfotos in mehr oder weniger guter Qualität auf den Blog geladen; das Kleid war dann von H&M, die Schuhe von Deichmann – Kleidung, die sich jeder leisten konnte. Heutzutage sieht das etwas anders aus. Fotos und Outfits könnten direkt von Modestrecken aus der Vogue stammen. Die Blogger tragen nun Shirts von Designern wie Christopher Kane, Valentino oder Versace, gerne auch aus älteren Kollektionen. Die Kombinationen werden dabei ebenfalls extravaganter.

Mehr als nur Fotos knipsen

Obwohl die meisten Fashion-Blogger sehr guten Content auf ihren Seiten liefern, wird ihre Arbeit häufig noch unterschätzt. Viele glauben, Modeblogger würden schnell ein Bild von ihrem Outfit knipsen, ein paar Zeilen tippen, den Beitrag auf ihren Blog laden, und damit sei die Arbeit getan. Dabei gehört so viel mehr zu ihrem Arbeitsalltag:

  • E-Mails verwalten: Blogger erhalten tagtäglich eine Flut an E-Mails, die unter anderem Pressemitteilungen, Einladungen zu Events und Kooperationsanfragen beinhalten. Diese müssen verwaltet, beantwortet und Termine geplant werden.
  • Kooperationen eingehen: Diejenigen, die Vollzeit bloggen, verdienen ihr Geld unter anderem mit Kooperationen, was einiges an Planung voraussetzt. Meist erstellt der Blogger ein Konzept, welches er dann dem Partner mitteilt. Ist der Kunde einverstanden, kann der Blogger mit der Umsetzung des Projektes beginnen.
  • Fotos: Ein Modeblog lebt vor allem von seinen Bildern. Bei der Qualität von Fotostrecken Modekampagnen-Niveau zu erreichen, bedeutet jede Menge Arbeit. Zunächst benötigt der Blogger eine passende Fotolocation – besonders beliebt sind bunte Häuserfassaden, „verwunschene“ Orte wie dichte Wälder oder goldene Felder. Dann komt das Shooting: Ein Fotograf (oft handelt es sich hierbei um Partner oder Freunde) knipst zahlreiche Outfitbilder. Diese müssen, bevor sie auf dem Blog landen, ausgewählt und bearbeitet werden.
  • Beiträge schreiben: Der Blogbeitrag ist noch lang nicht fertig, schließlich braucht es noch einen passenden Text zum Outfit. Mit ein paar Zeilen ist es hier nicht getan, schließlich soll der Beitrag dem Leser Mehrwert bieten und im Idealfall kreativ und persönlich umgesetzt sein.
  • Social Media: Wer in der Bloggerwelt mithalten will, kann sich schon längst nicht mehr nur auf seinen Blog stützen, sondern sollte auch auf sämtlichen Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook und Twitter unterwegs sein. Besonders Instagram spielt eine wichtige Rolle – ambitionierte Blogger sollten auf der Fotoplattform mindestens einmal täglich ein Foto posten, fleißig kommentieren und mit den Followern interagieren.
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