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Bayerisch Eisenstein/Deggendorf. Was als Vermisstenfahndung nach einem getrennt lebenden Ehepaar aus dem Landkreis Deggendorf begann, hat sich zu einem erschütternden Kapitalverbrechen entwickelt. Nachdem Einsatzkräfte in der Nacht auf Sonntag (20.09.2026) in Bayerisch Eisenstein einen brennenden VW-Bus entdeckten, nahm das Drama traurige Gewissheit an: Im Innenraum des Fahrzeugs wurde eine Leiche geborgen. Die Kriminalpolizei ermittelt seither wegen eines Tötungsdelikts – und wendet sich nun mit einem gezielten Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit.

Wer hat diesen auffällig lackierten VW-Bus am Samstag, 19. September, gesehen? Foto: Polizei Niederbayern
Wer hat diesen auffällig lackierten VW-Bus am Samstag, 19. September, gesehen? Foto: Polizei Niederbayern
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Gegen 00:40 Uhr fiel einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Zwiesel auf einem Parkplatz in der Eisensteiner Güterhallenstraße ein im Vollbrand stehender VW-Bus auf. Kurze Zeit zuvor hatten Angehörige das Paar bei der Polizei Plattling als vermisst gemeldet. Da konkrete Hinweise auf einen Aufenthalt in der Arberregion vorlagen, lief bereits eine großangelegte Suchaktion, bei der u.a. auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz war.

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Bei der Durchsuchung des ausgebrannten Wagens stießen die Retter im Innenraum auf eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Person. Ein Großaufgebot suchte daraufhin die unmittelbare Umgebung ab: Mitten in den Morgenstunden spürten Personensuchhunde der Zentralen Ergänzungsdienste Passau den 46-jährigen Halter des Wagens schwer verletzt in einem angrenzenden Waldstück auf. Er wurde nach der Erstversorgung vor Ort per Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Obduktionsergebnis: Gewaltverbrechen vor Ausbruch des Brandes

Eine am Montag (21.09.2026) durchgeführte Obduktion brachte schließlich traurige Gewissheit zur Identität des Opfers: Bei der Toten handelt es sich um die 45-jährige Ex-Lebensgefährtin des Fahrzeughalters. Die Gerichtsmediziner stellten fest, dass die Frau bereits vor Ausbruch des Feuers durch massive Gewalteinwirkung zu Tode kam.

Um die genauen Geschehensabläufe und die Route des Fahrzeugs am Tattag lückenlos zu rekonstruieren, bittet die Kripo Deggendorf nun dringend um Hinweise aus der Bevölkerung.
Um die genauen Geschehensabläufe und die Route des Fahrzeugs am Tattag lückenlos zu rekonstruieren, bittet die Kripo Deggendorf nun dringend um Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Kriminalpolizeistation Deggendorf hält den 46-Jährigen nun für dringend tatverdächtig, seine Lebensgefährtin getötet zu haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Deggendorf wurde inzwischen Haftbefehl gegen den Mann erlassen, der sich weiterhin in krankenhäuslicher Behandlung befindet.

Um die genauen Geschehensabläufe und die Route des Fahrzeugs am Tattag lückenlos zu rekonstruieren, bittet die Kripo Deggendorf nun dringend um Hinweise aus der Bevölkerung. Die Ermittler interessieren sich insbesondere für Beobachtungen im Zusammenhang mit dem auffällig lackierten Fahrzeug des Tatverdächtigen am Samstag, den 19. September.

Bei dem Wagen handelt es sich um einen schwarzen VW-Bus mit einem markanten roten Dach sowie einem auffälligen, etwa 40 Zentimeter großen, weißen Aufkleber auf der verdunkelten Heckscheibe. Nach derzeitigen Erkenntnissen war der 46-Jährige am Samstagvormittag mit diesem Bus unterwegs. Gegen 10 Uhr könnte das Fahrzeug auf der B8 auf Höhe der Abzweigung Probstschwaig im Landkreis Deggendorf gefahren sein oder am Straßenrand gestanden haben. Gegen 11:30 Uhr soll sich der Tatverdächtige schließlich im Bereich Bayerisch Eisenstein beziehungsweise Zwiesel aufgehalten haben.

Es gilt die Unschuldsvermutung

Personen, die den auffälligen VW-Bus zu den genannten Zeiten oder an den angegebenen Orten gesehen haben, werden dringend gebeten, sich bei der Kriminalpolizeistation Deggendorf unter der Telefonnummer 0991 / 3896-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Für den Tatverdächtigen gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

da Hog’n

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