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Regen. Wetter ist das, was draußen im Moment passiert – wie Regen oder Sonne. Klima hingegen ist der Durchschnitt des Wetters über mindestens 30 Jahre an einem Ort. Annnemarie Schiller im Rahmen eines Gastbeitrages mit einem Blick in die meteorologische Vergangenheit.

Bemerkenswert sind die Feuerwehrmänner in Uniform, die den gebeutelten Moitzerlitzern zu Hilfe kamen. Fotos: Rauscher, Samml.

Dr. hc. Georg Priehäußer (Zwiesel) hat das Klima im Bayerischen Wald vor 60 Jahren so beschrieben: Mittlere Jahrestemperatur 6,5 bis 7,0 Grad, 900 bis 1100 Millimeter Niederschlag. Heute sind es laut Künstlicher Intelligenz (KI)  7,0 bis 8,0 Grad. 698 Liter hat es bei uns im Jahr 2025 geregnet. In den vergangenen 60 Jahren ist demnach die Durchschnittstemperatur im Bayerischen Wald um mindestens ein Grad gestiegen.

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Außergewöhnliche Sommer wie den diesjährigen beschreibt auch die Regener Stadtchronik: In den Jahren 1811 und 1857 begann die Trockenheit schon im Frühjahr und dauerte bis Mitte August. Die wasserarmen Wiesen dorrten aus, konnten vielerorts gar nicht gemäht werden. Der Wasserstand des Regen war so niedrig, dass die Brennholz- und Blöcherdrift bis August kaum möglich war.

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Trocken, heiß – und schwere Gewitter

Das Hochwasser war Zuschauermagnet.

Altheu und Grummet gab es nur sehr wenig – und viele Wiesen konnten oft gar nicht gemäht werden. Im Jahr 1868 erreichte die Hitze im August an manchen Tagen 40 Grad Reaumur (50 Grad Celsius). Ebenso trocken und heiß waren die Sommer 1876 und 1885, in dem viele Schneidsägen und Müller wegen Wassermangel den Betrieb einstellen mussten. 1911 regnete es von Ende Juni bis Ende August nicht.

Heiße Sommer brachten aber auch schwere Gewitter. Aus den 20iger Jahren stammen die zum Text gehörigen undatierten Fotos auf Glasplatten, die die Zustände nach einem Unwetter zeigen, als der Stainzenbach wieder einmal die „drentere Seite“ des damaligen Marktes Regen, die Moitzerlitz, überschwemmte. Dem Brennholzvorrat nach dürfte es im Spätsommer passiert sein.

Annemarie Schiller


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