Ein naturnaher Garten ist kein verwilderter Garten. Er folgt nur anderen Regeln als der kurz geschorene Rasen mit Kirschlorbeerhecke. Statt Gleichförmigkeit zählen Vielfalt, Blühdauer und Struktur, und genau dafür braucht es die passenden Arten. Wer den Bestand erweitern möchte, findet bei Heijnen Pflanzen Hecken, Sträucher und Stauden in Baumschulqualität. Dieser Beitrag zeigt, worauf es bei der Auswahl ankommt und wie aus einem gewöhnlichen Garten ein Lebensraum wird.

Setzen Sie auf heimische, standortgerechte Arten mit ungefüllten Blüten, achten Sie auf eine Blühfolge über die gesamte Saison und lassen Sie bewusst Bereiche unaufgeräumt. Symbolfoto: Unsplash/ Robert Katzki

Heimische Arten zuerst

Der wichtigste Hebel liegt in der Artenwahl. Viele Zierpflanzen aus dem Handel stammen aus anderen Klimazonen und werden von heimischen Insekten kaum angeflogen. Gefüllte Blüten sind zwar dekorativ, doch bei ihnen sind die Staubblätter zu Blütenblättern umgezüchtet, sodass weder Pollen noch Nektar erreichbar bleiben. Ungefüllte Blüten heimischer Arten leisten hier ein Vielfaches.

Bei Hecken gilt dasselbe. Eine gemischte Hecke aus Hainbuche, Liguster, Kornelkirsche und Schlehe bietet Blüten im Frühjahr, Deckung im Sommer und Beeren im Herbst. Eine reine Kirschlorbeerhecke bietet keines davon und wird in mehreren Bundesländern inzwischen ausdrücklich nicht mehr empfohlen.

Blühende Stauden für die ganze Saison

Entscheidend ist eine durchgehende Blühfolge von März bis Oktober, damit Wildbienen und Schmetterlinge dauerhaft Nahrung finden. Der Spätsommer ist dabei die kritische Lücke, die viele Gärten offen lassen. Arten wie Katzenminze, Ehrenpreis, Rittersporn oder Kugeldistel schließen sie zuverlässig. Wer gezielt nach blau blühende Stauden winterhart sucht, findet damit zugleich Pflanzen, die mehrere Jahre am selben Standort bleiben und nicht jedes Frühjahr neu gesetzt werden müssen. Das spart Arbeit und schont den Boden.

Was der Bund empfiehlt

Die Empfehlung kommt auch von offizieller Seite. Das Bundesumweltministerium hält in seinen Hinweisen zur Stadtnatur am Haus und im Garten fest, dass dort, wo verschiedene heimische Wildpflanzen den Insekten Futter bieten, auch Gartenvögel brüten. Heimische Wildblumen, Sträucher und Blühwiesen bieten vielen Tieren Nahrung und Zuflucht. Standortgerechte Arten sind damit die Grundlage, nicht die Kür.

Struktur schlägt Ordnung

Neben den Pflanzen entscheidet die Struktur. Diese Elemente kosten wenig und wirken sofort:

  • Eine Ecke mit Totholz oder einem Reisighaufen als Unterschlupf
  • Ein Streifen ungemähter Wiese, der erst im Spätsommer geschnitten wird
  • Laub unter Sträuchern liegen lassen statt vollständig entfernen
  • Eine flache Wasserstelle mit Steinen als Ausstiegshilfe
  • Offene, sonnige Bodenstellen für bodenbrütende Wildbienen

Der letzte Punkt überrascht viele. Die meisten Wildbienenarten nisten im Boden und nicht in Insektenhotels. Eine kleine, unbewachsene Südböschung bringt deshalb oft mehr als jedes gekaufte Nisthilfensortiment.

Insektenfreundlich gestalten

Wie sich das im Alltag umsetzen lässt, beschreibt der Beitrag dazu, wie sich der Garten insektenfreundlich gestalten lässt. Wichtig ist der Verzicht auf Pestizide, denn ein Mittel gegen Blattläuse trifft immer auch deren natürliche Gegenspieler. Wer Marienkäfern und Schwebfliegen Lebensraum bietet, braucht die Spritze meist gar nicht erst.

Der wichtigste Hebel liegt in der Artenwahl. Viele Zierpflanzen aus dem Handel stammen aus anderen Klimazonen und werden von heimischen Insekten kaum angeflogen. Symbolfoto: Unsplash/ Shalev Cohen

Fazit

Artenvielfalt entsteht durch Auswahl und Geduld, nicht durch Aufwand. Setzen Sie auf heimische, standortgerechte Arten mit ungefüllten Blüten, achten Sie auf eine Blühfolge über die gesamte Saison und lassen Sie bewusst Bereiche unaufgeräumt. Gute Pflanzware aus einer Baumschule wie Heijnen wächst zuverlässiger an als Billigware und ist nach zwei Jahren die günstigere Wahl. Der erste sichtbare Erfolg kommt meist schneller als erwartet.


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