Regen/Bodenmais. Dieser Mann kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem Michael Adam erst Mitte April nach 80-tägiger krankheitsbedingter Abstinenz auf den Bodenmaiser Rathaussessel zurückgekehrt war, strebt der ehemalige Regener Landrat nun seinen Rücktritt als Bürgermeister der Marktgemeinde an. Über diesen auf den ersten Blick völlig überraschenden Schritt informierte der 41-jährige Politiker die Verwaltungsmitarbeiter und auch das Onlinemagazin da Hog’n am Mittwochabend per Email. „Hiermit erkläre ich meinen Rücktritt als Erster Bürgermeister des Marktes Bodenmais zum 31.12.2026″, heißt es darin kurz und knapp.

Auf Hog’n-Nachfrage geht Adam detaillierter auf die Gründe ein. „Es ist vorbei“, betont er noch einmal. „Neid, Missgunst und Niedertracht im Rat wurden mir einfach zu groß.“ Zwischen den Zeilen ist zu lesen, dass das selbstbestimmte Aus keine Kurzschlussreaktion, sondern eine wohl durchdachte Entscheidung ist. Für den SPD’ler ist eine Zusammenarbeit mit dem Bodenmaiser Marktgemeinderat ganz offensichtlich künftig nicht mehr vorstellbar.
Noch vor knapp drei Monaten, nach seiner Rückkehr ins Amt, hatte Adam mit Nachdruck betont, er wünsche sich für die Zukunft, „dass ich in den nächsten Jahren noch mit voller Kraft das machen kann, für das ich gewählt wurde: Bürgermeister sein.“ Diese Kraft ist nun offenbar aufgebraucht. „Ich stelle Antrag auf Entlassung zum 31. Dezember“, erklärt der 41-Jährige im Hog’n-Gespräch weiter. Heißt: Der Marktrat muss erst seinen Rücktrittsantrag annehmen, was jedoch eine Formalie sein dürfte.
Tankstellen-Kassierer? „Ehrlich? Das reicht mir“
Der noch amtierende Bürgermeister des Tourismusorts ist sich sehr wohl bewusst darüber, dass sein dann vorzeitiges Ende als Rathaus-Chef aus freien Stücken einhergehend ist mit persönlichen Einschnitten. „Ich verliere meine Rentenansprüche. Ich verliere dabei alles, was ich mir im Kommunalpolitikerdasein erarbeitete habe. Aber: Ehre, Wahrheitsliebe, Rechtsempfinden und Stolz verliere ich nicht.“
Einmal mehr klare Worte von Seiten Michael Adams. Diese findet er ebenso auf die Frage, wie es nach dem Politiker-Dasein für ihn weiter gehen wird: „Ich habe momentan ein Jobangebot an einer Tankstelle. Als Kassierer. Ehrlich? Das reicht mir. Aber ich möchte nie mehr auf ein politisches Laiengremium angewiesen sein. Ich würde mir wünschen, künftig nur noch mit Profis zu arbeiten.“
Helmut Weigerstorfer
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Vielleicht doch noch Chancen zum Bundeskanzler……………?
Oder am Silberberg, Goldschürfer….?
Insgesamt: Schwach anfangen- und stark nachlassen!
Unendlich viel Wind produziert- und nie war was dahinter…
Schuld waren immer die Andern…!