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Eisenstadt/Philippsreut. Selbst im Moment des größten Erfolges haben die Feuerwehrfrauen- und männer nicht vergessen, woraus ihre Kernaufgabe besteht. Am vergangenen Wochenende hat die FFW Philippsreut am 18. Internationalen Feuerwehr Wettbewerb, der Weltmeisterschaft der Feuerwehren, im österreichischen Eisenstadt teilgenommen.

Für Kreisbrandmeister und erstem Philippsreuter Feuerwehr-Kommandanten Christian Kilger ist der sog. Bewerbsbereich „eigentlich eher nur Sport“. Dennoch sieht er einen positiven Effekt für den Alltag seiner Truppe, denn: „Für die Kameradschaft sind Wettkämpfe ein großer Gewinn.“

Ein außergewöhnliches Ereignis – nicht nur für den Grenzort, sondern für den gesamten Landkreis Freyung-Grafenau. Logisch, dass aufgrund dessen das halbe Dorf zur Unterstützung mit ins Burgenland gereist war. „Aber“, und das betont erster Kommandant Christian Kilger mit Nachdruck: „Die Einsatzbereitschaft daheim war immer gegeben!“

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„Retten, Löschen, Bergen“ – 24/7 leisten die Freiwilligen Feuerwehren landauf landab Außergewöhnliches, das oft gar nicht so recht in Worte zu fassen ist. Wird Hilfe benötigt, sind die ehrenamtlichen Einsatzkräfte da. Rund um die Uhr. Ohne Wenn und Aber. Zu diesen positiv Verrückten zählen natürlich auch die Mitglieder der FFW Philippsreut, die noch einmal ein Alleinstellungsmerkmal haben: Kilger & Kameraden sind seit über zehn Jahren auch im sog. Bewerbsbereich aktiv. Und das nicht irgendwie, sondern sehr erfolgreich.

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Helfer in der Not – und (Leistungs-)Sportler

„Dass wir da reingerutscht sind, hat sich irgendwie ergeben“, erinnert sich Kilger, der auch Kreisbrandmeister ist. „Der Großteil der Truppe hatte alle Leistungsprüfungen durch und hat dann nach neuen Herausforderungen gesucht.“ Die Philippsreuter Wehrler haben einfach nicht genug bekommen – und das, wohlgemerkt, neben dem ohnehin stressigen Alltag mit Übungen und Einsätzen. Aus den Rettern in der Not wurden somit auch (Leistungs-)Sportler.

Ziel der sportlichen Feuerwehr-Sparte ist es, eine Saugleitung mit jeweils zwei C- und zwei B-Schläuchen möglichst schnell zusammen zu bauen. Technisch für geübte Wehrler kein Problem, zeitlich aber eine große Aufgabe – vor allem im (internationalen) Vergleich.

Auf die Plätze, fertig – LOS! Die FFW Phillipsreut gibt in Eisenstadt Gas!

 

Um überhaupt an der Feuerwehr-WM teilnehmen zu dürfen, war bereits im Vorfeld Durchhaltevermögen gefragt. Erst musste natürlich gesondert trainiert werden. Über Jahre hinweg einmal wöchentlich, vor Wettkämpfen standen sogar zwei Übungseinheiten auf dem Programm.

Über den Oberpfalz-Cup qualifizierten sich Baier, Springer & Co. dann vor zwei Jahren für die Deutsche Meisterschaft. 2025 in Böblingen schafften es die Philippsreuter unter die nationalen Top12 – das Ticket für den internationalen Leistungsnachweis. „Es war schon gigantisch, dass wir überhaupt an der WM teilnehmen durften“, unterstreicht Kilger. Nicht das Ende der Superlative. Allein die Rahmenbedingungen in Eistenstadt waren von 22. bis 26. Juli unvergesslich. „Der Aufmarsch, die Trainingseinheiten, der Wettkampf, die Siegerehrung – unglaublich“, zeigt sich der Philippsreuter Feuerwehr-Häuptling noch immer euphorisiert.

„Eine super Werbung“

Die WM-Helden wurden entsprechend empfangen – und gefeiert.

Und seine Truppe lieferte zudem noch bravourös ab: Mit 35,39 Sekunden präsentierten sich die Waidler in Topverfassung, auch wenn es nicht zum persönlichen Rekord reichte. Und auch, wenn die Konkurrenz in einer anderen Liga agierte. Bad Mühllacken war mit 29,97 Sekunden das Maß aller Dinge. „Das Feld im ersten Drittel war einfach zu stark. Um da hinzukommen, müssten wir noch mehr trainieren“, bilanziert der Kreisbrandmeister und Kommandant. „Auch wenn es – in Anführungsstrichen – nur zu Platz 34 gereicht hat, sind wir vollkommen zufrieden.“ Schnell schiebt Kilger hinterher: „Das war saugeil! Überragend!“

So sieht es auch Bürgermeister Helmut Knaus, der natürlich „seine“ Feuerwehr mit nach Eisenstandt begleitet hat. „Das war eine super Werbung für die Gemeinde und für die ganze Region. Da war die ganze Welt dabei – und wir werden 34ter. Unglaublich!“ Ein Erfolg, der natürlich gefeiert werden musste. Bereits im Burgenland – und dann auch daheim in Philippsreut. Am Sonntagabend nach der Rückkehr ließ man im Grenzort die WM-Helden hochleben. Aber freilich nicht, ohne die Kernaufgabe einer Feuerwehr zu vergessen bzw. zu vernachlässigen, die da heißt: „Retten, Löschen, Bergen!“

Helmut Weigerstorfer


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