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Landshut/Waldkirchen. Es sind Momente, in denen die Welt für einen Herzschlag stillsteht – und jede Sekunde zählt. Momente, in denen nicht weggesehen, sondern gehandelt werden muss. Acht Persönlichkeiten aus Niederbayern haben in genau solchen Extremsituationen außergewöhnlichen Mut bewiesen. Für ihren selbstlosen Einsatz wurden sie nun von Regierungspräsident Rainer Haselbeck in Landshut ausgezeichnet – darunter zwei Lebensretter aus Waldkirchen.

Bei der Übergabe der Medaille der „Patrona Bavariae“ in Landshut: Lebensretter Josef Krieg (links) und Niederbayerns Regierungspräsident Rainer Haselbeck. Manuel Karlsdorfer konnte aus terminlichen Gründen nicht an der Verleihung teilnehmen. Fotos: Regierung von Niederbayern
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Ob Unfälle oder medizinische Notfälle: Josef Freundorfer, Ramazan Bozkurt, Fynn Brackmann, Mahmoud Edrees, Jonas Kubitza, Daniel Günzkofer sowie Manuel Karlsdorfer und Josef Krieg haben in lebensbedrohlichen Situationen kühlen Kopf bewahrt und Mitmenschen das Leben gerettet.

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Als sichtbares Zeichen des Dankes und der Anerkennung lud Regierungspräsident Rainer Haselbeck die Retter zu einer Feierstunde an die Regierung von Niederbayern. Neben den Geehrten waren auch die Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister der jeweiligen Heimatgemeinden nach Landshut gereist, um ihren Bürgern den verdienten Respekt zu zollen.

„Leuchtende Vorbilder für Menschlichkeit“

Regierungspräsident Haselbeck fand in seiner Festansprache emotionale Worte und bezeichnete die Feierstunde als „etwas ganz Besonderes“. Immerhin gelte sie Menschen, die das Wertvollste bewahrt haben, das es gibt: ein Menschenleben: „Ihr Einsatz verdient größten Respekt. Sie haben in entscheidenden Momenten gezeigt, was es heißt, Verantwortung füreinander zu übernehmen und Menschlichkeit zu leben“, betonte Haselbeck. „Sie haben nicht weggesehen, Sie haben nicht gezögert – Sie haben gehandelt.“

Die Auszeichnungen seien laut Haselbeck auch ein wichtiges Signal an die gesamte Gesellschaft. Sie sollen daran erinnern, wie essenziell Zusammenhalt und Zivilcourage für eine funktionierende Gemeinschaft sind. „Für Niederbayern sind Sie leuchtende Vorbilder“, so der Regierungspräsident.

Drama auf dem Fußballplatz: Schnelles Eingreifen in Waldkirchen

Gratulierten dem Waldkirchener Lebensretter Josef Krieg (Mitte) vor Ort persönlich: (v.l.) MdL Roswitha Toso, Waldkirchens stv. Bürgermeister Max Ertl, Regierungspräsident Rainer Haselbeck und FRGs stv. Landrat Simon Stockinger.

Insgesamt sieben der Retter wurden mit der Medaille der Patrona Bavariae – einer öffentlichen Anerkennung des Regierungspräsidenten für besonders umsichtiges und ausdauerndes Handeln – ausgezeichnet. Unter den Geehrten befinden sich auch zwei Gesichter aus dem Landkreis Freyung-Grafenau, nämlich: Manuel Karlsdorfer und Josef Krieg aus Waldkirchen.

Ihr mutiger Einsatz ereignete sich am 4. September 2025 während eines Fußballspiels in Waldkirchen. Ein scharf geschossener Ball traf einen 15-jährigen Spieler mit voller Wucht an der Schläfe. Der Junge brach sofort bewusstlos und regungslos zusammen. Karlsdorfer und Krieg, die das Spiel als Zuschauer verfolgten, erkannten den Ernst der Lage sofort und stürmten auf den Platz.

Vor Ort stellten sie fest, dass der Jugendliche durch den Aufprall seine eigene Zunge verschluckt hatte und zu ersticken drohte. Ohne zu zögern, griffen die beiden Waldkirchner beherzt ein und befreiten die blockierten Atemwege des Jungen. Durch das schnelle und souveräne Eingreifen kam der 15-Jährige noch auf dem Platz wieder zu Bewusstsein, bevor er vom alarmierten Rettungsdienst medizinisch weiterversorgt werden konnte.

Auch wenn Manuel Karlsdorfer aus terminlichen Gründen nicht persönlich an der Verleihung in Landshut teilnehmen konnte – der tiefe Dank der Heimatregion und der Respekt der gesamten Regierung von Niederbayern ist den beiden Lebensrettern gewiss.

da Hog’n

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