Regen. An der Regenbrücke bei der Loiblsäge entstand um 1900 die erste gemeindliche Flussbadeanstalt. 1902 beschrieb Johann Baptist Detter in seinem „Illustrierten Führer durch den mittleren und oberen bayerischen Wald“ den Markt Regen als „sehr fortschrittlich“ und erwähnte, dass sich an der Regenbrücke eine kleine Badeanstalt nebst Freibadeplatz befindet und dass die Bäder im Regen sehr nervenstärkend sind. Ein Hog’n-Gastbeitrag von Annemarie Schiller.

Die Regener nutzten natürlich eifrig die Gelegenheit, ihre Nerven zu stärken und sich abzukühlen. Das veranlasste den Pfarrer Johann Baptist Tiefenböck 1911 zu folgendem kritischen Bericht: „Die Verhältnisse am Badeplatz bei der Loiblsäge entsprechen nicht den Forderungen der öffentlichen Sittlichkeit. Herren fahren im Badeköstüm Kahn, während Damen baden und Kinder zusehen“.
1967 wurde das heutige Freibad eröffnet
Die Flussbadeanstalt wurde im Sommer 1950 an den Seespitz am oberen Regen verlegt. Die Stadtverwaltung pachtete dort vom Lagerhausbesitzer Hans Kreuzer für zehn Jahre ein zwei Tagwerk großes Grundstück mit einer schönen Wiesenfläche. Es wurde allerdings 1956 aufgegeben, weil ankommende Abwässer (Rodenstock) das Baden dort unmöglich machten.
Als neues Flussbad wurde seit Erbauung des OBAG-Kraftwerkes die Einmündungsstrecke der Rinchnacher Ohe benutzt. Im August 1967 wurde das heute noch bestehende Freibad eröffnet.
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