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Landkreis Regen. Ein schweres Unwetter hat am Sonntag, 31. Mai, weite Teile des Landkreises Regen getroffen und dabei eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Beginnend im Bereich Viechtach zog die Sturmfront quer durch das Kreisgebiet bis nach Zwiesel. Ab etwa 14 Uhr gingen bei den Feuerwehren die ersten Notrufe im Sekundentakt ein.

In Ludwigsthal ist ein Zug der Waldbahn mit einem Baum kollidiert. Fotos: Kreisbrandinspektion Landkreis Regen
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Das Hauptarbeitsaufkommen der Rettungskräfte bestand vor allem aus überfluteten Straßen, vollgelaufenen Kellern und blockierten Fahrbahnen aufgrund umgestürzter Bäume. Insgesamt mussten im Verlauf des Unwetterereignisses weit über 100 Einsatzstellen von einer Vielzahl an alarmierten Feuerwehren im gesamten Landkreis abgearbeitet werden. Aufgrund der Masse an Ereignissen konnten nicht alle Einsatzstellen im Detail erfasst werden, wie Kreisbrandmeister Marco Dietl berichtet.

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Die Sturmschäden führten auch zu gravierenden Zwischenfällen im Schienen- und Straßenverkehr sowie an Gebäuden. In Ludwigsthal etwa kollidierte ein Zug der Waldbahn mit einem in die Gleise gestürzten Baum. Im Langdorfer Ortsteil Nebelberg stürzte ebenfalls ein Baum auf ein Wohngebäude und deckte das Dach teilweise ab. Mit vereinten Kräften und unter dem Einsatz der Drehleiter aus Bodenmais konnte das betroffene Dach mit Planen notdürftig wieder gesichert werden.

Dramatische Storchenrettung in Ruhmannsfelden

In Zwiesel landete ein Baum auf dem Dach eines Autos.

Gleichzeitig drohten vielerorts zahlreiche weitere beschädigte Bäume auf Verkehrswege oder Gebäude zu stürzen. Diese Gefahrenstellen wurden im gesamten Landkreis mit schwerem Gerät – darunter Drehleitern und Seilwinden – beseitigt. Ein besonderer Dank gilt Kreisbrandmeister Dietl zufolge auch den ortsansässigen Landwirten, die die Einsatzkräfte tatkräftig mit ihren landwirtschaftlichen Fahrzeugen unterstützten.

Zu einem außergewöhnlichen Einsatz kam es in Ruhmannsfelden: Dort riss der Sturm das Storchennest komplett vom Dach der Pfarrkirche. Dieses blieb samt zweier Jungstörche im Schneefang hängen und drohte abzustürzen. Die herbeigerufene Drehleiter aus Viechtach konnte jedoch die beiden Jungvögel erfolgreich aus ihrer lebensgefährlichen Lage befreien. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ruhmannsfelden nahmen die Tiere anschließend in Obhut und transportierten sie zur fachgerechten Versorgung in die Vogelpflegestation nach Regenstauf.

Trotz der massiven Schäden und der Vielzahl an Gefahrenstellen kann auch etwas Positives vermeldet werden: Durch das Unwetter wurde glücklicherweise niemand verletzt. Auch im Zuge der teils hochgefährlichen Aufräumarbeiten kamen keine Einsatzkräfte zu Schaden.

Zentralisierte Koordination der Großlage

Um die enorme Menge an Einsätzen effektiv zu bewältigen, wurde die Kreiseinsatzzentrale (KEZ) des Landkreises Regen unter der Leitung von Kreisbrandmeister (KBM) Heinrich Mühlbauer hochgefahren und mit mehreren Feuerwehrkameraden besetzt. Die Zentrale übernahm die direkt von der Integrierten Leitstelle (ILS) eingehenden Meldungen, koordinierte die geziffferte Zuordnung zu den einzelnen Ortsfeuerwehren und stellte die Kommunikation sicher. Zudem informierte und koordinierte die KEZ fortlaufend die Straßenbaulastträger, die Polizei sowie den Notfallmanager der Deutschen Bahn über die aktuellen Entwicklungen.

Auch die Führungsebene der Kreisbrandinspektion war im Dauereinsatz. Kreisbrandrat (KBR) Hermann Keilhofer, Kreisbrandinspektor (KBI) Michael List sowie eine Vielzahl an Kreisbrandmeistern waren im gesamten Landkreis vor Ort, um die lokalen Feuerwehren bei der Bewältigung der unzähligen und parallel verlaufenden Einsätze direkt an den Brennpunkten zu unterstützen.

da Hog’n


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