Bischofsmais. Irgendwann wolle er mal ein Buch über die Pächtersuche am Landshuter Haus schreiben, sagt der geschäftsführende Vorsitzende Markus Kerner angesichts der mühsamen Suche nach einem Wirt. Der Hauptverein des Bayerischen Wald-Verein hatte das Haus in den vergangen Jahren saniert. Nun steht es als rundum erneuertes Schmuckstück auf der Oberbreitenau (Gmd. Bischofsmais) – nur ein geeigneter Pächter wollte sich einfach nicht finden.

Endlich aber hat sich eine Lösung aufgetan. Die Vorstandschaft hatte einstimmig entschieden – nachdem man bei der Pächtersuche keine passenden Bewerber fand – das Haus selber zu betreiben und dafür eine gastronomische Betriebsleitung einzustellen. „Aus den eingegangenen Bewerbungen wurde nicht zuletzt wegen ihrer jahrzehntelangen Erfahrung im Gastrobereich inklusive Leitungsfunktionen Martina Heigl ausgewählt“, sagt Markus Kerner.
Die 54-Jährige stammt aus Hof bei Cham. Sie ist gelernte Hotelfachfrau, arbeitete 30 Jahre lang als Hotelleiterin und war in den vergangenen 15 Jahren im Zillertal, Garmisch und im Allgäu. Auch wegen ihrer Mutter ist sie vor kurzem wieder in die Heimat zurückgekehrt. „Und da hat mich das Landshuter Haus gleich gepackt, als ich die Stellenausschreibung gesehen habe.“
„Ich mag es, wenn es viel zu tun gibt“

Die Gastronomie ist ihre Leidenschaft, auch wenn die Arbeit manchmal auch stressig sein kann. „Ich mag es, wenn es viel zu tun gibt. Denn dann geht auch was.“ Vom Haus selbst ist sie sehr begeistert. „Es ist wie ein kompletter Neubau, mega schön. Mit dem hellen Holz und den vielen Fenstern ist es wunderbar hell und freundlich. Ein richtiger Wohlfühl-Ort für mich.“
So wohl sollen sich auch die Gäste in Zukunft fühlen. Die (Wieder-)Eröffnung ist für Freitag, 5. Juni, geplant. Bis dahin muss aber noch einiges geregelt werden. „Im Haus selbst war ja noch nichts da, also kein Geschirr, keine Gläser und so weiter – das mussten wir nun erst einmal alles besorgen“, erklärt Heigl, die es kaum mehr erwarten kann, bis es losgeht und sie Wanderer, Radfahrer und Tagesausflügler begrüßen kann.
Aber aber für sonstige Veranstaltungen wie Seminare, Hochzeiten oder Geburtstage ist das Landshuter Haus ideal. Es stehen rund 110 Plätze innen zur Verfügung, im Außenbereich sind es 80 Plätze auf der Terasse sowie eine neu eingerichtet kleine Terasse mit Relaxliegen. Für Hausgäste mit Rädern stehen auch Ladestationen zur Verfügung.
Nagelneue Zimmer für Übernachtungsgäste
„Das Tolle hier ist, dass es auch nagelneue Zimmer für Übernachtungsgäste gibt. Sechs Doppelzimmer mit Dusche und WC sowie fünf Vier-Bett-Zimmer mit Gemeinschaftsdusche und WC, allerdings nach Männern und Frauen getrennt.“ Dem Bergerlebnis samt Übernachtung steht also (bald) nichts mehr im Wege…
Manuela Lang
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Eine Veröffentlichung in Zusammenarbeit mit dem Bayerischer Wald-Verein, dem Verein für Heimat- und Volkstumspflege, Kulturarbeit, Natur- und Landschaftsschutz sowie Wandern im Bayerischen Wald, der auch für das Projekt „WanderKultur“ verantwortlich zeichnet.
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