Regen. Über 400 Ensembles, Tanzlmusiken, Couplet- und Gstanzlsänger, Blaskapellen oder Stubnmusikanten aus ganz Bayern und Österreich, aber auch aus der Schweiz, Kroatien, Italien, Tschechien, den Niederlanden oder Schottland haben aufgespielt, dass sich die Bretter auf den Bühnen und Tanzböden bogen. Alle zwei Jahre findet seit 1998 in Regen am Pfingstwochenende das Festival „drumherum – Das Volksmusikspektakel“ statt – heuer bei absolutem Kaiserwetter.
Kein Hinterhof, keine Bank im weitläufigen Kurpark, keine Gaststube und kein Wirtshaussaal, die nach Angaben der Veranstalter ungenutzt geblieben wären. Dazu wurde auf 20 Freiluftbühnen aber auch in privaten Wintergärten oder in einem Zirkuszelt vor rund 50.000 Besuchern ausgiebig gesungen, musiziert und getanzt, was die Traditionen der verschiedenen Länder und Regionen so hergeben.
Dazu mischten sich TradiMix-Musiker, die dank ihres kreativen Umgangs mit der musikalischen Überlieferung aufhorchen ließen. So entstand ein bunter Klangteppich, der in unterschiedlichen Trachten und Haferlschuhen, aber auch barfuß in Jeans und T-Shirt glaubwürdig, hautnah und handgemacht ins Bild gesetzt wurde.
„Noch schöner wäre kitschig!“
Herrlich frisch und jugendlich kam das Festival am Ufer des Regen-Flusses daher. Viele Familien und Musikliebhaber aus allen Generationen waren in der ungezwungenen Atmosphäre bei den Konzerten, Tanzgelegenheiten, Sänger- und Musikantentreffen, aber auch bei den Gottesdiensten, einer Wirtshausakademie mit über 40 Workshops, einer Internationalen Volksmusikmesse und einem riesigen Kunsthandwerkermarkt anzutreffen. Die Musizierlust war absolut ansteckend und so mancher Besucher ertappt sich ganz unvermittelt beim Mitsingen oder auf dem Tanzboden.
„Noch schöner wäre kitschig!“, resümiert Roland Pongratz, Projektleiter und Erfinder des Volksmusikspektakels, kurz und bündig. „Die Sänger und Musikanten haben auch bei der 15. Auflage „drumherum“ wieder zu ihrem Festival gemacht und nicht nur unsere Stadt, sondern vor allem auch die Ohren und Herzen der Besucher im Sturm erobert. Da können sicher viele noch Tage und Wochen davon zehren.“
Musik berge eben eine ungeheure Kraft in sich, die jederzeit und völlig unaufgeregt Menschen verbinden und bereichern könne, so der Organisator, der das Spektakel mit seinem großen Team an Ehrenamtlichen für die Katholische Erwachsenenbildung im Lkr. Regen e.V. auf die Beine stellte. Das Festival verlief, den Informationen der Organisatoren zufolge, ohne Zwischenfälle in einem friedlichen und entspannten Miteinander.
da Hog’n/Fotos, Videos: Matthias Heymann, Sabine Hamberger








