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„Einen schönen guten Morgen“, sagt Elisabeth Müller (Name von der Redaktion geändert) fröhlich, als sie die Haustür öffnet. „Komm herein, ich hab schon Platz im Gefrierfach gemacht.“ Heute kommt der Malteser Menüservice zu der 91-Jährigen. Das ist für die rüstige Rentnerin immer eine willkommene Abwechslung. „Ich freue mich natürlich auch auf das Essen, aber auch auf den Theodor, der mir die Menüs bringt. Er nimmt sich immer noch Zeit für einen kurzen Ratsch und schaut, dass bei mir auch alles passt. Ein herzenslieber Mensch“, erzählt sie.

Elisabeth Müller lebt seit zwei Jahren alleine in ihrem kleinen Haus in der Nähe von Freyung. Ihr Mann ist gestorben, die beiden Söhne sind schon lange aus dem Haus. „Als dann auch noch mein Dackel Wastl gestorben ist, ging es mir eine Zeit lang richtig schlecht“, erinnert sie sich. Doch auf einem Vortrag von den Maltesern beim Seniorenclub erfuhr sie von den zahlreichen Angeboten, die alten Menschen das Leben leichter machen.
Besonders gefiel ihr der Menüservice, den sie gleich gebucht hat. „Die Malteser bringen mir einmal pro Woche mein Essen“, erzählt sie. Sie kann sich zwar auch noch selber etwas kochen, meist hat sie darauf aber keine Lust. „Mir tun oft die Beine weh, wenn ich in der Küche stehe und für meine kleine Portion lohnt sich der Aufwand kaum. Ich muss dann immer die Sabine, meine Enkelin, anrufen, ob sie mich zum Einkaufen fährt. Die macht das schon, aber hat bestimmt auch Besseres zu tun.“
Malteser Menüservice liefert tiefkühlfrische Gerichte
Das Essen der Malteser kommt tiefkühlfrisch und wird dann einfach nur im Backofen gegart. „Und während das Essen im Rohr ist, mache ich mein Sudoku. Das ist nämlich wichtig fürs Hirn“, erzählt die 91-Jährige und lacht.
Die Seniorin ist rüstig und lebensfroh. „Zum alten Eisen gehöre ich noch lange nicht“, sagt sie. Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, fährt sie mit der Nachbarin alle zwei Monate nach Freyung. Dort findet das Projekt „Senioren werden digital“ statt. Hier üben ehrenamtliche Malteser mit der junggebliebene Rentnerin den Umgang mit dem Smartphone. „Ha, da hat die Sabine geschaut, als ich ihr eine Whats App geschickt hab – mit einem Selfie.“
Der Malteser-Hilfsdienst stellt seine „sozialen Dienste“ vor:
Die 92-Jährige will dran bleiben. Vergangenes Jahr hat sie sogar einen Erste-Hilfe-Kurs speziell für Senioren besucht. „Die Malteser haben viele Kurse. Aber der große Erste-Hilfe-Kurs hätte mir zu lange gedauert – einen ganzen Samstag, so lange kann ich nicht mehr sitzen. Beim Seniorenclub hab ich dann gehört, dass es auch Kurse für ältere Menschen gibt, da hab ich mich gleich angemeldet. Das war sehr interessant. Und der Sabine, die bald Mama wird, bezahle ich einen Kurs, in dem es um Kindernotfälle geht. Meinem Urenkerl soll es schließlich gut gehen.“
Elisabeth Müller ist geistig total fit. Körperlich jedoch hinterlässt das Alter langsam seine Spuren. „Dieses verflixte Knie! Ich mache zwar regelmäßig meine Übungen, aber irgendwie wird das nichts Gescheites mehr“, erzählt sie. Letztes Jahr ist sie gestürzt und konnte wegen des pochenden Schmerzes im Knie nicht mehr aufstehen.
Hausnotruf gibt Sicherheit rund um die Uhr

Sie hatte Glück, weil genau an dem Tag der Malteser Menüservice ihr Essen lieferte und die Hilfeschreie der Gestürzten hörte. „Nicht auszudenken, wenn mir das eine Stunde später passiert wäre, dann wären die Malteser schon weg gewesen und ich wäre wohl lange auf dem Boden gelegen.“ Seitdem hat die Renterin einen Hausnotruf – ebenfalls von den Maltesern. „Den hat mir der Theodor, der mir immer das Essen bringt, empfohlen und auch gleich alles für mich in die Wege geleitet.“
Seitdem trägt sie ein Armband mit einem Knopf. Wenn sie stürzt, drückt sie diesen und die Hausnotruf-Zentrale nimmt sofort Kontakt mit der Seniorin auf und veranlasst die nötige Hilfe. Dank Sozialem Hintergrunddienst, der 24 Stunden täglich abrufbereit ist, braucht die Seniorin für diesen Service nicht einmal Angehörige, die vorbeikommen, wenn sie gestürzt ist. Da kommen die Fachkräfte der Malteser und helfen ihr mit einem Hebelifter auf. Einen Teil der Kosten für den Hausnotruf übernimmt bei der Rentnerin sogar die Pflegeversicherung, weil sie bereits einen Pflegegrad hat.
Diesen merkt man ihr heute aber nicht an. Elisabeth Müller steht immer noch an der Haustür und plaudert mit Theodor über die bunt blühenden Blumen, die den Eingangsbereich schmücken. „Die hab ich gestern erst gepflanzt, die sind sogar winterhart. Ich war mit der Sabine in der Gärtnerei“, sagt sie stolz und zupft eine vertrocknete Blüte ab. „Aber jetzt komm erstmal rein, damit mein Essen nicht auftaut.“
Er hat sich zur Gewohnheit gemacht, kurz nach dem Rechten zu sehen
Sie betritt mit Theodor die Küche, dieser stellt die Menüs in das Gefrierfach und sieht sich kurz um. Die Wohnung ist aufgeräumt und liebevoll dekoriert. „Du bist wie immer fleißig gewesen“, lobt er die rüstige Rentnerin. Er hat es sich zur Gewohnheit gemacht, kurz nach dem Rechten zu sehen, wenn ihn die Leute hereinbitten.
Er nimmt Veränderungen sofort wahr und kann bei Bedarf weitere Hilfe der Malteser vermitteln. Bei Elisabeth Müller ist aber alles in bester Ordnung. Diese lächelt. „Mir geht es wieder gut. Ich bin zwar oft allein in meinem Haus, aber einsam bin ich nie.“
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Wollen auch Sie sich über die Dienste der Malteser informieren? Wir helfen Ihnen gerne! Malteser Hilfsdienst Freyung, Bahnhofstraße 12
94078 Freyung (Zugang über Krankenhausstraße); Telefon: 08551 91787 05, E-Mail: malteser.freyung@malteser.org;
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Ein Bistum mit Herz, welches sich um Körper und Seele unserer MITMENSCHEN kümmert. Schön daß es euch ALLE gibt!
Liebe Grüße aus der Ferne, eurem Nachbar – Land Tirol