Regen. Richard Obermeier hat vor rund zwei Monaten eine Online-Petition zur Zukunft der Arberlandkliniken gestartet (da Hog’n berichtete). Darin spricht er von einer „drohenden Schließung“ beider Häuser und setzt sich für den Erhalt beider Krankenhäuser ein. „Die vorgeschlagene Schließung und der Bau eines neuen Zentralstandortes würden erhebliche Nachteile für alle Bürger im Landkreis mit sich bringen“, schreibt Obermeier im Petitionstext. Mittlerweile haben mehr als 9.100 Menschen (Stand: 11. Mai 2026, 14 Uhr) seine Petition online unterstützt. Nun übergab Obermeier die Liste an Regens Landrat Dr. Ronny Raith.

„Alle Lösungsvorschläge sind willkommen“, stellte Raith bereits eingangs des am vergangenen Donnerstag, 7. Mai 2026, stattgefundenen Termins fest. „Er freue sich über jeden, der sich für die Gesundheitsversorgung einsetzt und sich mit dem Thema auseinandersetzt“, wie es in der dazugehörigen Pressemitteilung aus dem Regener Landratsamt heißt. In einer Demokratie müsse man diskutieren und sich für unterschiedliche Lösungen und Pläne einsetzen können, sagte Raith weiter.
Der Landrat zeigte im Gespräch die verschiedenen Handlungsoptionen auf – und stellte fest, dass sich die Teilnehmer des Bürgerdialogs nach intensiver fachlicher Befassung mit dem Thema mit großer Mehrheit für den Bau eines Zentralhauses ausgesprochen haben (da Hog’n berichtete ebenfalls). Dies würde aber nicht das Ende der Häuser in Zwiesel und Viechtach bedeuten. Diese sollten für die Versorgung erhalten bleiben. „Dort könnten ambulante Versorgungen und Facharzttermine stattfinden“, erklärte dazu Ronny Raith.
Mindestens 10.000 Unterschriften als Petitionsziel
Obermeier blieb bei seiner Meinung, dass beide Kliniken als Krankenhäuser erhalten werden sollten. Er betonte auch, dass er weiter Unterschriften sammeln wolle. Sein Ziel sei es, mindestens 10.000 Unterstützer zu finden. Diese „Unterschriften sind mehr wert, als die Meinung der 60 ausgewählten Bürger“, ist er sich sicher.
Raith nahm die Liste entgegen, stellte aber zugleich fest, dass „es in der Petition auch inhaltliche Fehler gibt“. So werde da von einer kürzlich modernisierten Arberlandklinik Zwiesel gesprochen. „Das ist falsch, das Haus ist fast 100 Jahre alt und am Ende seiner Lebensdauer“, betonte Raith. Dazu entgegnet Petent Obermeier auf Hog’n-Nachfrage, dass seiner Meinung nach die Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs und Elektrotechnik von der Substanz her so schlecht nicht sein können, wie von Arberlandkliniken-Chef Christian Schmitz zuletzt beim Wirtschaftsforum erläutert, „wenn eine Nachnutzung nach dem evtl. erfolgten Neubau in Betracht gezogen wird“.
Es gab aber der Pressemitteilung zufolge nicht nur Differenzen: Raith und Obermeier waren sich darüber einig, dass man am Ende die bestmögliche medizinische Versorgung für alle Landkreisbürger braucht – und dass man sich auf dem Weg dahin mit verschiedensten Lösungen auseinandersetzen muss.
da Hog’n
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