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Ludwigsthal. Die Anlagen dienen allen voran der Umweltbildung und sollen den Amphibien nochmal mehr Aufmerksamkeit schenken: Am Donnerstag (16. April) wurden die neuen Gehege für Gelbbauchunken und Feuersalamander eröffnet. Das Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal ist somit um zwei Attraktionen reicher. Die offizielle Eröffnung übernahm einer Pressemitteilung zufolge Ministerialdirektor Dr. Rüdiger Detsch stellvertretend für Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber, der nicht persönlich teilnehmen konnte.

Ministerialdirektor Dr. Rüdiger Detsch setzte die ersten beiden Feuersalamander ins Gehege ein. Über die Schulter schaute ihm Nationalparkleiterin Ursula Schuster. Fotos: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald

Glauber lässt sich in Medienmitteilung wie folgt zitieren: „Wir wollen den nachhaltigen Tourismus fördern. Daher investieren wir sehr gerne in das Besucherangebot im Nationalpark. Die neuen Amphibien-Gehege sind ein sicherer Lebensraum für Feuersalamander und Gelbbauchunke.“ Der Staatsminister weiter: „Durch die Auswilderung von Jungtieren schaffen wir einen echten Mehrwert für den Artenschutz. Die Gehege sind außerdem ein spannendes neues Element für den nachhaltigen Tourismus.“

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Beim Gelbbachunken-Gehege sollen die Tore geöffnet werden, sobald es genügend Nachwuchs gibt. Der Plan ist, dass sich die Unken dann auf der Auerochsenwiese sowie in der weiteren Umgebung dauerhaft ansiedeln können. Dafür sind auch ums Gehege rundum weitere Maßnahmen zur Optimierung des Lebensraums geplant, etwa das Anlegen von Suhlen oder das Anstauen von Entwässerungsgräben.

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Weit mehr als eine zoologische Einrichtung

Die typische Färbung der Gelbbauchunken kann dank Glasscheiben auf Wasserniveau beobachtet werden.

Und auch der Feuersalamander-Nachwuchs soll laut Nachricht zum Teil in die Natur entlassen werden, um die bisher sehr fragile Nationalpark-Population zu stützen, im Idealfall für eine Ausweitung zu sorgen. Und so sind, so ist zu lesen, beide Gehege weitaus mehr als eine zoologische Einrichtung. Sind sind zudem ein echter Mehrwert für den Artenschutz. Dieser war dem Freistaat Bayern in diesem Falle 300.000 Euro wert.

Nationalparkleiterin Ursula Schuster erläuterte in ihrem Grußwort die Maßnahmen abseits der Gehege: „Ziel war es, den Aufenthalt insgesamt spannender und interaktiver zu machen. Und das ist uns glaube ich auch sehr gut gelungen.“ So sind entlang des Rundwegs durchs Tier-Freigelände allen voran neue Spielstationen für Kinder entstanden.

„Kleine Naturfans können jetzt in die Rolle eines Käfers schlüpfen, der durch Totholz krabbelt, oder sie klettern wie ein Eichhörnchen über Baumstämme und Äste“, informierte Schuster. Demnächst wird noch ein großer, bespielbarer Ameisenhaufen aufgebaut.

„Natur wird spürbar, erlebar und erfahrbar“

Der Nachwuchs der Feuersalamander soll zum Teil ausgewildert werden.

Dr. Ronny Raith betonte der Pressemeldung zufolge die enge Verbundenheit von Schutzgebiet und kommunaler Familie. „Wichtig sind auch die Investitionen des Nationalparks in die Infrastruktur vor Ort“, so Regens Landrat. Hiervon würden Einheimische wir Urlauber gleichermaßen profitieren.

„Der Nationalpark und seine Einrichtungen sind wichtig für unseren Landkreis als Tourismusdestination wie auch als heimatprägende Institution. Natur wird spürbar, erlebbar und erfahrbar – auch in der Wissensvermittlung um ökologische Grundlagen und Zusammenhänge.“

Den touristischen Mehrwert hob auch Lindbergs Bürgermeister Gerd Lorenz hervor: „Das Haus zur Wildnis und das Tier-Freigelände sind nicht nur für uns als Gemeinde, sondern für die gesamte Region ein wichtiges Standbein im Tourismus. Die neuen Gehege ergänzen das Angebot jetzt nochmal und finden sicher hohen Zuspruch bei unseren Gästen.“

da Hog’n


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