„Pfui deife!“ haben’s g’sagt, als der Blick aus dem Fenster nur grauen Nebel und ungemütliche Feuchtigkeit versprach. Doch wer Georg Knaus kennt, der weiß: Genau dann, wenn andere die Rollläden unten lassen, zieht es den Hog’n-Fotografen erst recht hinaus in den Woid. Am Ochsenberg bei Freyung-Geyersberg hat er wieder einmal bewiesen, dass es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur Lichtblicke, auf die man warten muss…
Inmitten der mächtigen, moosbewachsenen Felsformationen scheint die Zeit stillzustehen. Während der Nebel noch schwer zwischen den Stämmen hängt, hat die Sonne bereits vorsichtig „vorgefühlt“ und ihre ersten sanften Strahlen wie goldene Finger durch das Geäst gestreckt. Es ist genau dieser flüchtige Moment, der die Szenerie in ein mystisches Gewand hüllt und den Wald in ein echtes Märchenland verwandelt. Das satte Grün des Mooses und das warme Braun des Laubs leuchten im diffusen Licht so intensiv, dass man fast darauf wartet, dass ein Waldgeist hinter dem nächsten Granitstein hervorschaut. Ein Bild, das zeigt: Wer das „Pfui“ überwindet, wird mit der puren Magie unserer Heimat belohnt.
da Hog’n

