Wiederbruck, Widrabruck, die Bruckhäuser – schon die vielen Namen erzählen davon, dass dieser Ort nie ganz eindeutig war. Er lag an einer Grenze, die mehr bedeutete als nur einen Strich auf der Karte. Hier, wo der Gefilderbach – von den Leuten auch Hammerbach oder Widrabach genannt – leise durch den Wald floss, stießen Außergefild und Innergefild aufeinander. Die Brücke über diesen Bach war mehr als ein Übergang: Sie gab dem Ort seinen Namen und seinen Sinn. Wiederbruck entstand an dieser Brücke, aus Bewegung, aus Arbeit, aus dem ständigen Hin- und Her zwischen zwei Gefilden.

Obwohl die Häuser unmittelbar an Innergefild anschlossen, gehörte Wiederbruck politisch zu Außergefild, das mehrere Kilometer entfernt lag. Kirchlich war man ebenfalls dorthin orientiert – erst zur Kaplanei, später zur Pfarrei Außergefild. Für die Bewohner war das kein Widerspruch, sondern Alltag: Man lebte am Rand, zwischen Zuständigkeiten, aber fest verwurzelt im eigenen Flecken Erde.
Der Ursprung des Ortes liegt im Glas. Zwischen etwa 1765 und 1820 brannte hier die Bruckhäuserhütte, eine Glashütte an der Grenze zu Innergefild, lange Zeit betrieben von der Familie Fuchs. Wie an so vielen Orten im Böhmerwald folgten der Hütte die Menschen. Auf den gerodeten Flächen entstanden einfache Häuser, bewohnt von Häuslern aus Außergefild: Namen wie Hones, Praschl, Koch, Mandl, Neuburger oder Fuchs prägten das kleine Dorf. Ein Haus, die spätere Nummer 51, wurde zum Gasthaus – ein Ort der Begegnung, des Erzählens, des kurzen Vergessens nach harter Arbeit.
Mühsam gewonnenes „Schwarzes Brot der Erde“

Das Leben in Wiederbruck war nie leicht. Die meisten lebten von einer kleinen Landwirtschaft, die kargen Böden gaben nicht viel her. Viele verdingten sich als Waldarbeiter, andere arbeiteten zu Hause: Holzschuhe, Schnitzarbeiten, einfache Dinge, gefertigt in langen Winternächten. Und doch reichte es oft nicht. So brachen manche auf – um 1840 in die Bukowina, später in die nordböhmischen Industriegebiete. Wiederbruck war ein Ort, der Menschen hervorbrachte, aber sie auch ziehen ließ.
Umgeben war das Dorf vom Seefilz, einem geheimnisvollen Moorgebiet, das den Ort fast umschloss. Hier stachen die Bewohner Torf als Heizmaterial. Schwarzes Brot der Erde, mühsam gewonnen. Heute steht der Seefilz unter Naturschutz, ist Teil des Nationalparks Šumava.
1946 zählte Wiederbruck noch 23 Häuser und etwa 120 Einwohner. Im selben Jahr wurden die deutschsprachigen Bewohner ausgesiedelt, wie auch jene aus Außergefild. Was folgte, war kein langsames Sterben, sondern ein abruptes Verstummen. Nach 1948 verschwanden fast alle Gebäude. Heute stehen nur noch zwei Häuser – stille Zeugen eines Ortes, der einmal lebendig war.
Wer heute dort steht, hört vielleicht noch den Bach unter der Brücke, sieht das Moor im Nebel liegen und ahnt, dass Wiederbruck mehr war als ein verlorenes Dorf. Es war ein Grenzort, ein Arbeitsort, ein Heimatort. Und vielleicht ist es genau das, was geblieben ist: die Erinnerung an ein Leben am Rand, getragen von Arbeit, Natur und Gemeinschaft.
_______________
Zeitzeugenbericht von Adolf Weishäupl
Vorausschicken muss ich, dass ich zu den Leuten gehöre, deren Erinnerungsvermögen bis etwa auf das 4. Lebensjahr zurückgeht, was nicht bei allen Menschen der Fall ist. Manche wundern sich daher, dass ich viele Bilder aus unserer früheren Heimat im Gedächtnis behalten habe. Dazu muss auch gesagt werden, dass ein Kind das Geschehen anders erlebt als ein Erwachsener. Ich habe zwar Erinnerungen im Gedächtnis, die Zusammenhänge jedoch als Kind nicht verstanden, und diese habe ich mir erst später aus Erzählungen anderer, Heimatbüchern oder eigenen Nachforschungen erschlossen.
Die Ereignisse, die die Menschen damals erlebten und die bei diesen mit vielen Emotionen verbunden waren, habe ich eher am Rande als eine Art „Zuschauer“ im Gedächtnis. Ich habe später festgestellt, dass die Kinder, die bereits die Schule besuchten, ein viel engagierteres Verhältnis zur früheren Heimat haben. Bei mir ist die Beziehung zur Heimat meiner Vorfahren wohl auf Grund meiner damaligen Kindhaftigkeit eine etwas andere.
Ich wurde im Jahre 1940 in Wiederbruck (die Bewohner sagten: Widrabruck), im Haus Nr. 52 geboren. Ich wohnte dort mit meiner Mutter Rosa, geb. Hones, und meiner Schwester Anna, geb. 1933. Meine Schwester ging für eine kurze Zeit auf eine höhere Schule in Prachatitz. Da die Sache mit der Zeit zu gefährlich wurde, kam sie wieder an die Volksschule nach Außergefild zurück. Nach Kriegsende bis zu unserer Aussiedlung im Juni 1946 fand kein deutscher Schulunterricht mehr statt. Auf die tschechische Schule gingen die deutschen Schüler nicht.
Zwangsarbeiter Ivan wurde wie Familienmitglied behandelt

Mein Vater Adolf Weishäupl war Soldat bei der deutschen Wehrmacht. Das Haus gehörte meinem Großvater Josef Hones (Jahrgang 1864), dessen Ehefrau Anna, geb. Piller, lebte hier bis November 1944. Es handelte sich um eine Kleinbauernwirtschaft. Meine Mutter half meiner Großmutter bei der Hauswirtschaft – und auch bei Feldarbeiten. Da die beiden Söhne der Familie bei der Wehrmacht waren, war uns auch ein Fremd-(Zwangs-)arbeiter aus der Ukraine namens Iwan zugeteilt worden.
Die Leute hielten sich nicht an die bestehenden Vorschriften und behandelten Iwan wie ein Familienmitglied. Ich erinnere mich, dass er allerhand Späße mit mir trieb und mir anhand von meinen Bilderbüchern ukrainische Wörter beibrachte. Da meine Großeltern schon im fortgeschrittenen Alter waren, mussten bei den im Sommer anstehenden Arbeiten Verwandte und Bekannte mithelfen, was aber damals bei den Leuten als Selbstverständlichkeit angesehen wurde. Die Dorfgemeinschaft hielt hier zusammen.
Näheren Kontakt hatten wir vor allem zu den Familien, die mit den Hones verwandt waren. Das waren die Häuser des Stefan Hones (Nr. 97), des Veit Peter (er hatte in ein Hones-Haus eingeheiratet – Nr. 115) und das Haus der Ludmilla Hones (Nr. 159), welches ziemlich vereinsamt an der Abzweigung der Straße nach Winterberg lag. Zur Mutter und den Geschwistern meines Vaters hatten wir kaum Kontakt, da diese zu dieser Zeit im nordböhmischen Industriegebiet lebten und den Böhmerwald nur selten besuchten. Die Beziehungen der Familien der Dorfgemeinschaft waren freundschaftlich, Feindseligkeiten waren eher die Ausnahme.
Jeden Abend ein „Vaterunser“ für den Vater im Krieg
Ich habe auch noch Bilder von Innergefild und Außergefild in Erinnerung. Innergefild lag in meinem Blickfeld, wenn ich aus dem Fenster schaute, außerdem begleitete ich meine Mutter manchmal beim Einkauf im dortigen Konsum, nach Außergefild kam ich, wenn ich hin und wieder meine Mutter zum Kirchgang begleitete. Außerdem hatte mein Großvater eine Wiese bei der Treml-Kapelle, und von da aus war Außergefild recht gut zu sehen.
Das Leben war in dieser Zeit vom Thema Krieg bestimmt. Ich erinnere mich an den letzten Fronturlaub meines Vaters im Frühjahr 1944, im Herbst geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft und galt von da an als vermisst. Mit meiner Mutter betete ich jeden Abend ein Vaterunser für die glückliche Heimkehr meines Vaters. Ansonsten wurde jeden Tag die Zeitung mit den neuesten (Lügen-) Nachrichten vom Krieg vorgelesen.
Schlimm war die Reaktion der Leute, wenn die Nachricht von Gefallenen überbracht wurde. Vom Krieg selber bekamen wir wenig mit. Allerdings war manchmal der Lärm von Bombardierungen zu hören und ganze Schwärme von Flugzeugen waren manchmal am Himmel wahrzunehmen. Mangel an Nahrungsmitteln war nicht zu beklagen, die Leute bekamen auf Lebensmittelkarten das Nötigste zugeteilt.
Zehn Bomben auf das Wiederbrucker Filz

Ein Ereignis erschütterte unser Dorf im November 1944, als zwei Jagdflugzeuge hintereinander unsere Häuser im Tiefflug überflogen und im nahen Wiederbrucker Filz, wo sonst Torfstich von den Leuten betrieben wurde, jeweils zehn Bomben abwarfen. Da ich gerade aus dem Fenster sah, konnte ich den Vorgang genau beobachten. Offenbar waren keine Ziele auszumachen, und so entledigte man sich auf diese Weise der Bomben. Schaden wurde keiner angerichtet. Die Bombentrichter sind aber heute, wenn man es weiß, noch zu sehen.
Anfang Mai 1945 erwachte ich schon sehr früh. Es herrschte großer Lärm auf der Straße Richtung Innergefild. Die Amerikaner rückten nach Böhmen ein. Mit allem, was eine Armee für eine solche Invasion benötigte. Die Leute beobachteten das Geschehen vom Fenster aus. Kämpfe gab es bei uns nicht. In den nächsten Tagen war aber Kampflärm zu hören, weil sich immer noch deutsche Armeeangehörige den Amerikanern entgegenstellten. Der Krieg war damit für uns vorbei, und es kam die Zeit der Machtübernahme durch die Tschechen, die ja für uns keine erfreulichen Folgen hatte.
Die Leute wussten ja um ihr Schicksal, und versuchten einen Teil von ihrem Hab und Gut nach Bayern zu bringen. Ein Unternehmen, das nicht immer glücklich verlief. In Erinnerung habe ich auch noch, dass die Leute irgendwann Armbinden mit dem Buchstaben N tragen sollten. Nicht alle Leute warteten die Zwangsaussiedlung ab. Manche machten auch eigenständig über die Grenze oder meldeten sich freiwillig bei den ersten Transporten, die im Frühjahr 1946 gestartet wurden.
Erinnerungen an den Todesmarsch von Helmbrechts
Zum Todesmarsch von Helmbrechts habe ich folgendes in Erinnerung: Der Marsch ging ja von der Straße aus Richtung Bergreichenstein nach Außergefild. Die Leute aus unserem Dorf waren offenbar schon darauf vorbereitet, was auf sie zukommen sollte. Sie postierten sich mit Lebensmitteln auf der Straße, die sie den völlig heruntergekommenen und entkräfteten Frauen überreichten. Ich selber wurde von meiner Mutter in das Haus zurückbeordert und solle als Kind diese Schandtat der SS nicht sehen. Meine Mutter war über das Geschehen völlig bestürzt. Dass es solche Verbrechen gab, war der deutschen Bevölkerung unbekannt.
Der 9-jährige Gottfried Petraschka hat das Erlebte zeitlebens nicht vergessen. Er schickte mir darüber den folgenden Bericht:
„Auch den Bewohnern von Widrabruck (…) blieb dieser schreckliche Anblick jüdischer KZ-Häftlingsfrauen und Mädchen nicht erspart. Ich kann mich als damals 9 1/2 jähriger noch sehr gut erinnern, als an einem Nachmittag Ende April 1945 vor den Augen vieler Bewohner diese verhungerten und abgemagerten Frauen durch Widrabruck von Angehörigen der Waffen-SS getrieben wurden. Sie baten die Bewohner flehentlich um Nahrung und Getränke. Meine Großmutter, Maria Hones, warf ihnen Brot und abgekochte Kartoffeln auf die Straße. Die SS-Wachsoldaten guckten weg und tolerierten diese Gesten. Es soll aber nicht überall so gewesen sein.
Mit meinem Bruder Stefan, meinem Cousin Josef und noch zwei oder drei anderen Buben stand ich am Straßenrand, und so konnten wir dieses schreckliche Geschehen aus nächster Nähe beobachten. Als wir den ersten Schuss hörten, eilten wir schnell zum Tatort hin, dieser war von Innergefild aus vor der Brücke links etwa 20-30 m am Waldrand. Dort lag ein abgemagertes, erschossenes Mädchen oder eine jüngere Frau.
„Die Leichen wurden nie abtransportiert“
Diesen schrecklichen Anblick werde ich nie vergessen. Den zweiten Schuss hörten wir am Ortsausgang von Widrabruck. Dort, am Waldrand links neben der Straße, etwa 20-30 m, fanden wir wieder ein total abgemagertes, totes Mädchen vor. Die Leichen wurden wahrscheinlich von nachrückenden Soldaten an Ort und Stelle vergraben. Jedenfalls wurde von niemandem ein Abtransport der Leichen beobachtet.
Weiter ging der Todesmarsch nach Außergefild. Kurz vor Außergefild sollen noch einmal 12-14 Frauen erschossen und im damaligen Viehfriedhof, in der Nähe der Tröml-Kapelle, vergraben worden sein. Die kurz danach angekommene amerikanische Besatzung ließ die Leichen von Außergefilder Bürgern wieder ausgraben und in einem Massengrab im Außergefilder Friedhof bestatten. (Nach anderen Zeugen wurde das Grab in Grafenhütte angelegt.)
Meine Großtante Ludmilla Hones fertigte für die Tote am Ortsende von Widrabruck ein kleines provisorisches Holzkreuz an und pflegte dieses Grab stets mit Wiesenblumen bis zu ihrer Vertreibung. (Diese geschah im Jahre 1950.)
Mannheim-Neckarau
Gottfried Petraschka (früher Widrabruck, Gemeinde Außergefild)“
„Ich weiß, was aus unserer Heimat wurde“

Unsere Aussiedlung geschah im Juni 1946 (Meine Mutter sagte nie „Vertreibung“). Die einzelnen Transporte wurden im Heimatbuch über Außergefild beschrieben. Außergefild wurde im Jahre 1946 fast komplett geräumt. Dagegen wurden die Innergefilder zunächst von der Vertreibung verschont, was nicht unbedingt zum Vorteil der Bewohner gereichte. Erst nach und nach verließen auch die Innergefilder ihre Heimat, bis auf einen Teil unserer verwandten Familie Hones, deren Nachkommen bis heute dort als tschechische Staatsbürger leben.
Die tschechische Regierung erlaubte den vertriebenen Deutschen Anfang der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, ihre Heimat wieder zu besuchen. Diese Möglichkeit wurde von vielen wahrgenommen, soweit ihre Heimatdörfer nicht im totalen Sperrbezirk, der direkt hinter Außergefild begann, lagen. Wir hatten aber immerhin das Privileg, dass wir in den Bereich einreisen durften, der für die Tschechen bis 1990 tabu war. So konnte ich zweimal die Heimat meiner Vorfahren in den Jahren 1965 und 1972 besuchen. Bei mir liefen diese Besuche ohne größere Emotionen ab.
Aber ich weiß von daher, was aus unserer Heimat wurde. Die Häuser waren ja weitgehend unbewohnt, damit ungepflegt und konnten so der Witterung nicht standhalten. So waren ständig Abrisskommandos unterwegs, die die Reste der Ruinen beseitigten. Außergefild verdankt die Erhaltung als Gemeinde der Tatsache, dass es zum einen bei den Tschechen bereits als Tourismusort einen gewissen Bekanntheitsgrad hatte, zum andern war dort eine Kaserne der Grenzsoldaten stationiert, und es wurden auch Dienstleistungen angeboten wie z.B. eine Gaststätte betrieben.
Orte wurden erst nach 1990 wieder aufgebaut

Der Anblick von Außergefild war kein angenehmer. Ganze Ortsteile waren dem Zerfall preisgegeben oder verschwunden. Die Kirche bot bei meinem ersten Besuch einen total heruntergekommenen Eindruck. Bei meinem zweiten Besuch war sie allerdings schon restauriert. Auch der Friedhof war total mit Gras überwuchert. Gleiches gilt für Innergefild. Ich erinnere mich noch an einen Stadel, der, Wind und Wetter preisgegeben, total demoliert war. Bei meinem zweiten Besuch waren bereits viele Häuser verschwunden. Dass Innergefild als Dorf erhalten blieb, verdankt es der zurückgebliebenen Familie Hones, die einige wichtige Häuser in Besitz genommen hatte und in Eigenregie betrieb, so das Pollaufanwesen und den Konsum und ein paar weitere Häuser.
Die beiden Orte wurden erst nach 1990 wieder aufgebaut. Dass Gleiches mit meinem Heimatdorf Wiederbruck nicht geschah, ist auf die Lage zwischen den Filzen auf beiden Seiten zurückzuführen. Hier darf aus Naturschutzgründen nicht gebaut werden, sonst wären auch schon hier neue Häuser entstanden, wie mir mein Verwandter Eduard Hones erklärte. Ich habe den Ort bereits 1965, 1972 (hier zusammen mit meiner Mutter und meinem Bruder Günter) sowie ein paarmal besucht, wenn ich zu Treffen der Außergefilder nach Mauth kam.
Es hat sich seit meinem ersten Besuch nur wenig verändert. Allerdings führt jetzt direkt hinter unserem früheren Wohnhaus eine Stromleitung Richtung Außergefild und der Abflussgraben vom Seefilz her Richtung Gefilderbach wurde zugeschüttet, sodass der hintere Bereich jetzt unter Wasser steht.
„Vergleiche meine Situation mit der des Andreas Hartauer“
Von den einzelnen Häusern sind noch die Umrisse deutlich erkennbar, da oft die Steine der Grundmauern liegen geblieben sind und wohl auch in Zukunft nicht geräumt werden, sodass nach dem Mähen in vielen Fällen deutlich sichtbar ist, wo früher die Häuser gestanden sind. Meine Reaktion bei meinen Besuchen ist die einer Erinnerung „… na ja, da bin ich geboren, da habe ich als Kind einmal gelebt, das ist aus meinem Heimatdorf geworden…“. Ich vergleiche meine Situation am ehesten mit der des Andreas Hartauer, der auch schon sehr früh als Kind seine Heimat verlassen hat, im Alter noch einmal zurückgekehrt ist und aus der Erinnerung an seine Kindheit das Böhmerwaldlied gedichtet hat: „… wo ich am Vaterhaus (bei mir eben Großvaterhaus) auf grüner Wiese stand und weithin schaute auf mein Heimatland…“
Adolf Weishäupl
_______________
Gemeinsam mit „Der Böhmerwald – Natur, Kultur, Geschichte“ begibt sich das Onlinemagazin da Hog’n in nächster Zeit auf Erkundungstour: Im Rahmen der Serie „Verschwundenes Behm“ werden die Dörfer thematisiert, die auf tschechischer Seite in Folge der Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach Ende des 2. Weltkrieges erst verlassen und dann zerstört worden sind. Gegen das Vergessen, für ein bayerisch-böhmisches Miteinander…








