Niederbayern. Die Maßnahmen erstreckten sich auf mehrere Wohn- und Geschäftsräume in den Landkreisen Passau, Landshut, Dingolfing-Landau, Regen und Deggendorf. Weitere Durchsuchungen fanden zudem in Österreich und Rumänien statt. Am Dienstag, 17. März, führten die Kriminalpolizeiinspektion Passau, die Staatsanwaltschaft Landshut, Steuerfahnder des Finanzamts Landshut sowie Kräfte des Hauptzollamts Landshut laut Polizei Niederbayern mehrere Durchsuchungen durch. Hintergrund sind umfangreiche Ermittlungen wegen des Verdachts verschiedener Wirtschaftsstraftaten.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen stehen mehrere Verantwortliche im Bereich der Baubranche unter Verdacht. Sie sollen unter Umgehung zoll- und sozialversicherungsrechtlicher Vorschriften unrechtmäßig hohe Geldsummen erwirtschaftet zu haben. Die Erlöse seien, so die ersten Erkenntnisse der Ermittler, durch zahlreiche, teilweise grenzüberschreitende Transaktionen sowie durch Ein- und Ausfuhren von Bargeld und Gold verschleiert worden.
Im Zuge der Durchsuchungsmaßnahmen wurden der Medieninformation zufolge unter anderem eine Vielzahl von geschäftsrelevanten Unterlagen, elektronischen Datenträgern sowie Gold- und Silbermünzen im niedrigen sechsstelligen Eurobereich und Bargeld in einem mittleren fünfstelligen Betrag sichergestellt. Zudem sind, so ist zu lesen, zur Sicherung einer späteren Einziehungsentscheidung mehrere hochwertige Fahrzeuge gepfändet worden.
Gegen vier Tatverdächtige Haftbefehl erlassen
Gegen vier Tatverdächtige (23, 28, 33 und 51 Jahre alt) wurde wegen des dringenden Tatverdachts des Veruntreuens von Arbeitsentgelt und der Geldwäsche Haftbefehl erlassen. Die Festgenommenen werden im Laufe des Mittwochs (18. März) dem Amtsgericht Landshut vorgeführt.
Den Maßnahmen am Dienstag gingen umfangreiche und länger andauernde Ermittlungen voraus. Die weiteren Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der Veruntreuung von Arbeitsentgelt, eines Verstoßes gegen das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) sowie der Geldwäsche dauern an und werden durch die Kriminalpolizeiinspektion Passau in enger Abstimmung mit den beteiligten Behörden fortgeführt.
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Nachtrag der Polizei Niederbayern (18. März, 16.39 Uhr):
„Am Dienstag, 17. März, fanden in mehreren niederbayerischen Landkreisen sowie in Österreich und Rumänien Durchsuchungen von Wohn- und Geschäftsräumen im Rahmen eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts mehrerer Wirtschaftsstraftaten statt. Zwei Tatverdächtige befinden sich nun in verschiedenen Justizvollzugsanstalten in Untersuchungshaft.
Die vier Tatverdächtigen, gegen welche wegen des dringenden Tatverdachts des Veruntreuens von Arbeitsentgeld und der Geldwäsche Haftbefehle erlassen wurden, sind am Mittwoch, 18. März, dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Landshut vorgeführt worden.
Die Haftbefehle gegen die 51- und 28-jährigen Tatverdächtigen wurden aufrechterhalten und Untersuchungshaft angeordnet. Die beiden Männer wurden in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die Haftbefehle gegen die beiden anderen Tatverdächtigen setzte der Ermittlungsrichter gegen Auflagen außer Vollzug.“








