Mailand/Cortina d’Ampezzo/Zenting. Die Olympischen Winterspiele sind endlich wieder zurück in Europa – und stehen auch in Sachen Nachhaltigkeit besonders im Fokus. Können die Spiele 2026 in Italien diesbezüglich ein Vorbild sein? Oder braucht es für eine ökologisch verträgliche Zukunft der Winterspiele noch ganz andere Anstrengungen? Das hinterfragt Felix Neureuther im TV-Beitrag „Olympia im Wandel?“ – ein Werk des Zentinger Filmemachers Robert Grantner.

Für Felix Neureuther, Ski-Alpin-Weltmeister von Bormio und Slalomsieger beim legendären Hahnenkammrennen in Kitzbühel, gibt es einer Presseinformation zufolge ein Sportereignis, das über allem steht: die Olympischen Spiele. Nach den vergangenen Spielen in Fernost kehren die Winterspiele 2026 zurück in ihre sportliche Heimat – in die Alpen, nach Italien.
Mit Schauplätzen wie Cortina d’Ampezzo, Mailand, Bormio, Antholz und Livigno verbinden sich große Hoffnungen: lebendige Wintersporttradition, Gänsehaut-Momente im Schnee, packende Duelle um Gold, Silber und Bronze und den Anspruch, bestehende Sportstätten zu nutzen und die Spiele nachhaltiger zu machen.
Vorbild für ökologisch verträgliche Zukunft?

Deshalb stehen diese Spiele unter besonderer Beobachtung: Werden sie zum Vorbild für eine ökologisch verträgliche Zukunft der Winterspiele – oder zum warnenden Beispiel, dass es für die Zukunftsfähigkeit der olympischen Idee noch weit größere Lösungen braucht?
Seit drei Jahren begleitet Felix Neureuther die Vorbereitungen auf Olympia in den italienischen Alpen. Der ehemalige Olympionike beobachtet bauliche Entwicklungen vor Ort, spricht mit Befürwortern und Gegnern, hinterfragt Entscheidungen und trifft Athletinnen und Athleten auf ihrem Weg zum Lebenstraum Olympische Spiele. Und er reist in die IOC Zentrale nach Lausanne und spricht mit IOC-Direktor Christophe Dubi über Visionen für die Zukunft Olympischer Spiele.
Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen der medialen Vorstellung zufolge die Spannungsfelder dieser Spiele: der Anspruch auf Nachhaltigkeit, die Nutzung bestehender Sportstätten – gleichzeitig neue Bauprojekte, darunter die umstrittene Bob- und Rodelbahn in Cortina. Selbst das Internationale Olympisches Komitee hatte den Neubau der Bobbahn als nicht notwendig eingestuft. Warum wurde sie trotzdem gebaut?
Spiel der weiten Wege

Hohe Kosten, Eingriffe in sensible Alpenlandschaften und große Entfernungen zwischen den Wettkampfstätten sorgen für Diskussionen. Es werden Spiele der weiten Wege mit zu 400 Kilometern Entfernung zwischen den einzelnen Sportstätten. Was heißt das für das olympische Flair? Was heißt das für die Athleten und Sportlerinnen?
Felix Neureuther begegnet Sportlerinnen und Sportlern, deren Geschichten zeigen, warum die Faszination Olympia ungebrochen ist. Unter ihnen: US-Superstar Lindsey Vonn, die nach einem spektakulären Comeback in Cortina an den Ort zurückkehrt, der ihre Karriere geprägt hat. Ihr Weg steht stellvertretend für den olympischen Traum. Für das bedingungslose Arbeiten auf einen Moment hin, der das ganze Leben verändern kann.
da Hog’n
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„Felix Neureuther – Olympia im Wandel?“ ist am Montag, 2. Februar, um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen – und ab 30. Januar in der ARD-Mediathek aufrufbar










