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Mitterfirmiansreut. Der Tag der offenen Baustelle am Samstag, 25. Oktober (10 bis 16 Uhr) ist so etwas wie der heimliche Auftakt, ehe – wenn Petrus mitspielt – am 5. Dezember der tatsächliche Saisonstart erfolgen soll. Gehen dann die Skifahrer rund um den Almberg (wieder) ihrer Leidenschaft nach, werden sie wohl einige Passagen nicht mehr wieder erkennen. Denn die Anlagen sind – wie geplant – in Mitterfirmiansreut modernisiert bzw. erweitert worden. Genau auf diese von vielen Nebengeräuschen begleitete Arbeiten blickt Zweckverbands-Chef Bernhard Hain im Hog’n-Interview zurück.

Ausnahmsweise herrschte in diesem Sommer Trubel auf dem Almberg. Fotos: Skizentrum Mitterdorf

Herr Hain, wenn Sie nun im Herbst auf dem Almberg neben dem Gipfelkreuz stehen und in Richtung Annathal und Speichersee blicken: Was geht Ihnen da durch den Kopf?

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Ich denke mir dann: Wir haben gemeinsam mit unseren Planern, mit den ausführenden Firmen und mit unserem teilweise neuen Team in den wenigen Wochen und Monaten sehr viel geschafft. Und ja: Mir gefällt’s!

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Was wurde denn bisher genau umgesetzt im Skizentrum?

Wir haben zwei alte Anlagen – den Doppelsesselbahn und  den Schlepplift – abgebaut und durch zwei neue Sesselbahnen, nämlich eine kuppelbare 6er- und eine fixgeklemmte 4er Sesselbahn, ersetzt. Zudem wurde neben der Modernisierung der Beschneiungsanlage auch der Speichersee erweitert, wurden zusätzliche Parkplätze im Junior-Ski-Zirkus geschaffen und vor allem entsprechende Angebote für den künftigen Sommerbetrieb vorbereitet. Die Umsetzung dieser Maßnahmen folgt im Frühjahr 2026, sodass wir im Mai 2026 in den ersten Sommerbetrieb starten können.

„Schlussendlich muss eine Entscheidung getroffen werden“

Bernhard Hein in Action: Der nun hauptamtliche Zweckverbands-Chef hat die sog. Flyline bereits probiert.

Und wie sind die Arbeiten an sich gelaufen? Gab es Komplikationen? Vielerorts verzögerte das durchwachsene Wetter den Baufortschritt…

Natürlich spielt das Wetter eine wichtige Rolle, aber neben allgemeinen Herausforderungen gab es – Gott sei Dank – bisher kaum Probleme.

Zurück zu Ihnen, neben dem Gipfelkreuz: Wenn Sie die Neuerungen sehen, waren sie die Mühen im Vorfeld wert?

Meiner Ansicht nach sollen Erneuerungen oder Modernisierungen immer ein Teil unserer Arbeit sein, denn man darf nie stehenbleiben! So gesehen waren es keine Mühen, sondern eine gute Investition in die Zukunft.

Wie stehen Sie heute – mit etwas Abstand – zu den Contra-Stimmen der Millionen-Investition am Almberg?

Wir werden andere Ansichten immer beachten, aber schlussendlich muss eine Entscheidung getroffen werden – ob für oder gegen eine Maßnahme.

Hat sie das negative Echo überrascht – oder haben Sie damit gerechnet?

Wenn man im öffentlichen Bereich neue Vorschläge macht, wird es immer andere oder auch kritische Ansichten geben.

Früher waren Sie nur Tourismusreferent des Landkreises und in dieser Funktion auch Chef des Zweckverbands. Nun sind Sie „nur“ noch erster Mann im Skizentrum. Haben Sie sich in neuer Funktion bereits komplett eingearbeitet?

Die Umsetzung des Seilbahnprojektes parallel zur personellen Neuaufstellung sowie die Vorbereitung der kurz bevorstehenden Wintersaison ist herausfordernd. Aber ich hoffe, dass sowohl Einheimische als auch Gäste merken, dass wir uns bestmöglich bemühen. So gesehen hoffe ich, dass die Einarbeitung gut gelungen ist.

„Verbesserungspotenzial wird es immer geben“

Gibt es denn – vor allem im Sommer – genügend zu tun?

Ich mache mir keine Sorgen wegen eventuell zu wenig Arbeit, denn Verbesserungspotenzial wird es immer geben.

Welche neuen Themenfelder können Sie nun bearbeiten, eben weil der einstige Teilbereich nun Hauptthema ist?

Die konkrete Umsetzung aller geplanten Maßnahmen war und ist mir wichtig. Dazu braucht man auch die notwendigen Zeitressourcen.

Abschließend der Blick in die Zukunft: Sie am Gipfelkreuz, im Jahr 2030: Was sehen Sie?

Ich möchte auf ein gut frequentiertes Angebot rund um den Almberg blicken, mit dem sowohl Gäste und Bevölkerung, aber auch unsere Partnerbetriebe – also Skiverleihe, Skischulen, Restaurants, Hotels, etc. – recht zufrieden sind.

Vielen Dank für das Gespräch – und: Ski Heil!

Interview: Helmut Weigerstorfer

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