Passau/Philippsreut. Die Lage an den Landesgrenzen des Bayerischen Waldes ist derzeit ruhig. 1.132 unerlaubte Einreisen vermeldete die Bundespolizeidirektion München im vergangenen Monat – bayernweit. Zum Vergleich: Im September 2024 waren es 1.417, vor zwei Jahren sogar 5.282. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Bundespolizeiinspektion Passau weiter auf der Hut.

Am Mittwochvormittag führten die Beamten nach der Landung am Grenzübergang Philippsreut „ganz normale“ Kontrollen durch. Eine Not- oder Extremsituation lag zu diesem Zeitpunkt nicht vor.

Weiterhin haben beispielsweise die temporären und flexiblen Grenzkontrollen Bestand. In diesem Zusammenhang können die Beamten nun auf ein „neues“ Mittel zurückgreifen: die sog. Hubschrauber-Sprungfahndung.

Darunter versteht man eine Gruppe von acht Bundespolizisten, die via Helikopter im Einsatz ist. Diese Einheit kann im Fall der Fälle an der 230 Kilometer langen Grenze zwischen Simbach und Zwiesel, für die die Bundespolizeiinspektion Passau zuständig ist, eingesetzt werden. „Einerseits um bei den Grenzkontrollen für einen Überraschungsmoment zu sorgen“, erklärt BPol-Sprecher Polizeihauptmeister Daniel Gibis. „Andererseits um auf Not- und Extremlagen zu reagieren. So ist auch die Fahndung auf freiem Feld möglich – unter anderem können dazu auch Wärmebildkameras eingesetzt werden.“

Erstmals im Passauer Einsatzbereich durchgeführt

Während in vielen anderen Bundespolizeiinspektionen die sog. Hubschrauber-Sprungfahndung bereits zum Alltag gehört, ist sie im Passauer Einsatzbereich am Mittwoch erstmals durchgeführt worden. Das Onlinemagazin da Hog’n war am Grenzübergang Philippsreut beim „Sprung“ mit dabei – Gruppenleiter Polizeihauptkommissar Nick Quint erklärt die Hintergründe in unserem Hog’n-Video:

Text und Video: Helmut Weigerstorfer


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