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Schöfweg. Geschichten wie diese wird es vermutlich in Zukunft häufiger geben – die Frage ist nur, ob es jedes Mal zu einem „Happy End“ kommt – oder nicht. Im „Haus am Weg“ in Langfurth, herrlich gelegen mit Blick auf den Lallinger Winkel, wuchs die Ordensschwester Mirjam Müller auf. Als im Jahr 2000 ihre Schwester und ihr Schwager verstorben waren, erwarben die Deutschordensschwestern St. Nikola in Passau das Haus und sanierten es zwei Jahre lang liebevoll.

Ein Foto im Flur des Hauses zeigt Schwester Mirjam und Schwester Eva-Maria vor dem „Haus am Weg“ kurz nach der Wiedereröffnung im Jahr 2002.

Ein Haus der Begegnung sollte entstehen, in dem Gastfreundschaft gelebt wird und Platz ist für Seminare, Gruppentreffen und gemeinsamen Austausch. Zehn Zimmer mit 18 Betten gibt es, jedes mit eigenem Bad, eine Küche mit guter Stube sowie einen großzügigen Gemeinschaftsraum, die „Tenne“. Auch im Garten ist viel Platz, um „runterzukommen und die Natur zu genießen“. So formuliert es Tanja Paster, die seit vielen Jahren in St. Nikola arbeitet und selbst schon öfter mit ihrer Familie im „Haus am Weg“ war. 

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„Es ist ein besonderer Ort und es wäre schade gewesen, wenn es nicht weitergegangen wäre.“ Also hat sie gemeinsam mit ihrem Mann Armin im Juni 2025 die Pacht des Hauses übernommen, der Besitz bleibt weiterhin beim Kloster – Selbständiges Haus der Deutschordensschwestern Passau. Die ganzen Jahre hinweg hegten und pflegten allen voran Sr. Mirjam, Sr. Eva Maria und Sr. Maria Regina mit vielen anderen das Haus mit großer Leidenschaft und Einsatz.

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„Haben uns in das Haus verliebt“

Dennoch wäre der Weiterbetrieb für die Ordensschwestern selbst nicht mehr in Frage gekommen – umso besser ist nun diese Lösung. „Wir haben uns von Anfang an in das Haus verliebt“, gibt die Graineterin zu und freut sich darüber, dass die Anfragen auch nach dem Wechsel weitergehen. 

Tanja und Armin Paster wollen, dass der Betrieb im „Haus am Weg“ weitergeht. Sie sind die Pächter seit Juni 2025. 

Gerade für Gruppen, die gemeinsam ein Projekt angehen oder in Ruhe an etwas arbeiten wollen, ist das Haus ideal. So kommen gerne Chöre, Yoga- und Theatergruppen, Gruppen zum Heilfasten und natürlich Familien- und Freundeskreise hier zusammen. Auch aus dem Bereich der Jugendhilfe oder Traumatherapie kommen Anfragen. „Wir hatten aber auch schon eine Hochzeitsgesellschaft und eine Prinzengarde.“ Das Haus aus dem 19. Jahrhundert scheint viele verschiedene Menschen in seinen Bann zu ziehen. Einzig Junggesellenausflüge oder Gruppen mit Tieren sind nicht gestattet. 

Es werden vermutlich noch ganz unterschiedliche Gäste das „Haus am Weg“ aufsuchen. Und doch ist allen gemein, dass sie die Ruhe und die Schönheit dieses Ortes genießen. Das Haus selbst kann leider nicht sprechen – doch sicher wäre es froh über diese Lösung. Denn die Nutzung als Begegnungszentrum – auch im spirituellen Sinne -, die den Ordensschwestern seit jeher so wichtig war, geht nun weiter. Und auch wenn der Nachwuchs im Kloster selbst fehlt, so finden sich doch auch darüber hinaus Menschen, deren Herz für die gleiche Sache schlägt…

Manuela Lang

Erschienen im „Bayerwald“ (Ausgabe 3/2025). Der „Bayerwald“ ist das Mitgliedermagazin des Bayerischen Wald-Vereins, der sich seit 1883 als Verein für Kultur- und Heimatpflege, Natur-, Landschaftsschutz und Wandern in der Region engagiert. Werden Sie Mitglied und unterstützen Sie diese wertvolle Arbeit. Der Bezug des Mitgliedermagazins ist im Jahresbeitrag enthalten. Mit dem digitalen Heimatprojekt WanderKultur geht der Verein neue Wege und will wertvolles Wissen über die Region für die Zukunft sichern.


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