Hauzenberg. Diese Nachricht wird dafür sorgen, dass die (politische) Gerüchteküche am Staffelberg noch einmal mehr brodelt. Pfarrer Alexander Aulinger hat am Freitag den Antrag auf Entbindung von den Pflichten als Kleriker gestellt. Über diesen Schritt informiert Prof. Dr. Holm Putzke, der Rechtsbeistand des Priesters, dessen Ende bzw. Entlassung in Hauzenberg deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt hat.

„Dieser Schritt ist die Konsequenz eines Vertrauensverlustes durch ein zermürbendes Verfahren, das – so meine Meinung, die ich während der Vertretung von Pfarrer Aulinger gewonnen habe – von Denunziation, Intransparenz und Machtmissbrauch geprägt ist und nicht von Wahrhaftigkeit und rechtsstaatlichen Prinzipien“, begründet der Jurist den Schritt seines Mandanten.
Und der Universitätsprofessor findet weitere klare Worte: „Das Bistum Passau, allen voran Bischof Oster, sowie die Ansprechpersonen Rosemarie Weber und Helmut Höfl, haben nicht nur versagt. Sie haben dazu beigetragen, dass ein angesehener Pfarrer öffentlich in Misskredit gebracht und eine lebendige Gemeinde entwurzelt wurde. Was sich hier abspielte, ist ein Musterbeispiel für institutionelles Versagen: fehlbesetzte Ansprechpersonen, voreilige Verlautbarungen, Verschweigen und Verweigern des rechtlichen Gehörs.“
„Nicht das Ende der Aufklärung, sondern ein neuer Abschnitt“

Bischof Oster schließlich hätte, so Putzke, nicht aufgeklärt, sondern taktiert und verschleiert. „Er verweigerte Gespräche, konkret schloss er den Rechtsbeistand des Betroffenen aus, und verbreitete voreilige Verlautbarungen. Sein Schweigen, seine Ausflüchte und seine Kritikunfähigkeit haben das Klima der Vorverurteilung entscheidend verschärft. Wer einen Pfarrer kaltstellt, ohne Gehör zu gewähren, und sich dann über Kritik empört, betreibt keine Aufarbeitung – sondern eine „Inquisition im 21. Jahrhundert“, poltert der Rechtsanwalt im Rahmen der Pressemitteilung.
Pfarrer Aulinger, ist darin weiter zu lesen, beendet seinen priesterlichen Dienst aus Enttäuschung – auch über eine Kirche, die Wahrheit und Rechtsstaatlichkeit gegen Intrigen und Machtinteressen eingetauscht hat. Der Antrag auf Laisierung markiere nicht das Ende der Aufklärung, sondern einen neuen Abschnitt. „Wir werden weiter dafür sorgen, dass die Wahrheit klar benannt wird – ob es dem Bischof passt oder nicht“, blicken Putzke und Aulinger in die Zukunft, über die auch am Staffelberg schon eifrig diskutiert wird.
da Hog’n
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Der Antrag auf Laisierung im Wortlaut (einfach klicken)








