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Zwiesel. Das Jugendcafé Zwiesel ist bereits seit 1984 kulturelles Zentrum und Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene. Eine seiner Besonderheiten ist, dass nicht etwa professionelle Gastronomen und Eventmanager für lebhaften Betrieb sorgen, sondern die jungen Leute selbst. So hat sich das „KAFF“, wie es liebevoll genannt wird, in den vergangenen vier Jahrzehnten mit seinen Konzerten, Workshops und Veranstaltungen einer Pressemitteilung des Bezirkes Niederbayern zufolge zu einem ganz besonderen Kulturzentrum gemausert.

Die jungen Menschen sorgen im Jugendcafé Zwiesel selbst für lebhaften Betrieb. Foto: Christian Schwarz

Die sechsköpfige Fachjury für die Vergabe des bezirklichen Kulturpreises sah sämtliche Kriterien für die Vergabe des Preises „aufs Vorbildlichste erfüllt“. In seiner Sitzung Ende Juli folgte der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss des Bezirks Niederbayern der Empfehlung der Jury. Er sprach dem Jugendcafé Zwiesel den diesjährigen Kulturpreis zu.

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Sozialpädagoge Christian Schwarz ist einer derjenigen, die als Jugendliche in dem Zwieseler Café schon vor vielen Jahren ihre kulturelle Heimat fanden. Seit rund elf Jahren leitet er das KAFF. Er hilft, wo auch immer Unterstützung nötig ist – unter der Trägerschaft des Fördervereins für Offene Jugendarbeit in Zwiesel e.V. Er ist stolz darauf, dass vieles ohne sein Zutun bestens läuft.

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„Learning by Doing“ Inspiration für eigene Zukunft

Christian „Chris“ Schwarz aus Frauenau, leitet seit mehr als zehn Jahren das Jugendcafé Zwiesel.

Mittlerweile haben laut Meldung mehr als 1.000 Bands – Newcomer ebenso wie namhafte Gruppen – im KAFF gespielt. Der Großteil der anfallenden Arbeit wie Kalkulation, Booking, Korrespondenz, Kochen, Werbung, Veranstaltungsplanung und -durchführung wird dabei von den jungen Menschen geleistet. Für einige von ihnen war das „Learning by Doing“ im KAFF eine Inspiration für die eigene Zukunft. Sie haben eine Karriere im Veranstaltungsmanagement eingeschlagen. Dank seiner außergewöhnlichen Jugendkulturarbeit wurde das Jugendcafé bereits mit mehreren Auszeichnungen geehrt. Darunter der Bayerische Rockpreis, der APPLAUS-Award und der Kulturpreis des Landkreises Regen.

Wie sehr das KAFF seinen Protagonisten – den vielen ehrenamtlichen Helfern und Besuchern – am Herzen liegt, zeigte sich besonders vor einigen Jahren, als das Café, das vor 1984 noch ein Heustadl war, durch den Verkauf des Gebäudes vor dem Aus stand: Die jungen Menschen protestierten öffentlich, kämpften für ihr KAFF. Unterstützt von namhaften Musikern und zahlreichen Spendern konnte das Zwieseler Jugendcafé gerettet werden. Inzwischen sind es zwei Generationen, die im Jugendcafé Zwiesel einen Treffpunkt, kreativen Freiraum und eine Location für Konzerte und Events gefunden haben, ohne dabei weit fahren zu müssen.

„Kultur schafft Heimat, in dem sie die Verbundenheit mit der Region stärkt“, lässt sich Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich in genannter Medieninformation zitieren. „Gerade die sogenannten weichen Standortfaktoren sind es, die eine Region lebenswert machen und die über die Zukunft des ländlichen Raums entscheiden können. Daher freue ich mich sehr, dass der Kulturpreis 2025 des Bezirks an das Jugendcafé Zwiesel geht – und somit an alle, die sich dort engagieren. Stellvertretend für sie steht Christian Schwarz, der viel Energie und Herzblut in das Projekt investiert.“

„Institution der Jugendkultur“

Auch der Vorsitzende des Kultur-, Jugend- und Sportausschusses sowie der Kulturpreis-Jury, Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, begrüßte die Entscheidung: „Zum kulturellen Leben gehört mehr als bildende oder darstellende Kunst. Für die Region Bayerischer Wald hat sich das Zwiesler Jugendcafé zu einer Institution der Jugendkultur entwickelt, deren Strahlkraft sich über den gesamten Bezirk und sogar darüber hinaus erstreckt.“

da Hog’n


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