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Landshut. Für Regierungspräsident Rainer Haselbeck sind sie „Helden des Alltags, die der Mitmenschlichkeit, der Zivilcourage und der Solidarität ein Gesicht geben“: Lea Dersch aus Waldkirchen, Alexander Rohde aus Haidmühle und Johnathan Zejewski aus Rinchnach. Ohne zu zögern haben sie Menschen in ihrer größten Not geholfen und sie aus Lebensgefahr gerettet. Sie und vier weitere Persönlichkeiten aus Niederbayern sind am Mittwoch im großen Sitzungssaal der Regierung von Niederbayern für ihr vorbildliches Verhalten und ihren mutigen Einsatz mit der Medaille der Patrona Bavariae sowie einer Urkunde geehrt worden.

Wenn Mut und Menschlichkeit den Unterschied machen: Mit ihrem vorbildlichen Handeln retteten sieben engagierte Persönlichkeiten aus Niederbayern Menschen in einer lebensbedrohlichen Lage, was Regierungspräsident Rainer Haselbeck (v.l.) honorierte: Nico Birkmeier, Ulrich Huber, Lena Dersch, Alexander Rohde, Stefan Schedl, Matthias Waldhier und Jonathan Zejewski. Fotos: Regierung von Niederbayern

Ihre Geschichten berühren, ihr Mut inspiriert, ihre Menschlichkeit beeindruckt, denn: Sie haben keine Sekunde lang gezögert, um Menschen aus einer lebensbedrohlichen Situation zu retten. Regierungspräsident Haselbeck würdigte nun ihren außergewöhnlichen Einsatz bei einer offiziellen Feierstunde. In seiner Ansprache lobte er das Verhalten der „niederbayerischen Schutzengel“, die eindrucksvoll zeigten, was es bedeute, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Zur Feierstunde nach Landshut kamen auch die Bürgermeister der Gemeinden der jeweiligen Geehrten, um ihnen für ihren Rettungseinsatz ebenfalls ihre Anerkennung zu zollen.

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„Sie haben nicht weggesehen, nicht gezögert – Sie haben gehandelt und damit Leben gerettet. Dafür verdienen Sie unseren tiefsten Respekt“ – mit diesen Worten wandte sich Haselbeck an die Alltagshelden. Die Ehrung würde aber nicht nur Dank und Anerkennung ausdrücken: „Ihr Einsatz erinnert uns daran, wie wichtig Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist. Denn in Notlagen zählt jede helfende Hand. Einander zu helfen – das macht unsere Gemeinschaft aus. Ich danke Ihnen von Herzen für Ihren Mut, Ihre Entschlossenheit und Ihre Menschlichkeit. Sie haben gezeigt, dass jeder von uns den Unterschied machen kann, wenn es darauf ankommt. Sie sind echte Vorbilder. Sie haben der Mitmenschlichkeit, der Zivilcourage und der Solidarität ein Gesicht gegeben.“

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Diese drei Waidler wurden für ihren Einsatz ausgezeichnet

  • Lea Dersch (aus Waldkirchen): Sie rettete ihrer Oma das Leben, als diese beim Fensterputzen von Wespen angefallen und gestochen wurde, sie daraufhin einen allergischen Schock erlitt und bewusstlos wurde. Die damals Elfjährige reagierte sofort. Sie holte ihren Vater zur Hilfe, der einen Arzt verständigen und Leas Oma so im weiteren Verlauf im Krankenhaus behandelt werden konnte.
  • Alexander Rohde (aus Haidmühle): Er eilte einem Mann zur Hilfe, der bei einem Sturz von seinem Rennrad schwerste Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen erlitt. Rohde setzte sofort einen Notruf ab, leistete umgehend Erste Hilfe, befreite dessen Atemwege und hielt den schwerstverletzten Kopf des Mannes bis zum Eintreffen der Rettungskräfte stabil.
  • Johnathan Zejewski (aus Rinchnach): Er wurde zum Lebensretter einer Frau, die plötzlich auf offener Straße zusammenbrach. Der Schülersanitäter, der zudem Mitglied der BRK-Bereitschaft Zwiesel ist, erkannte sofort, dass sie einen Herz-Kreislaufstillstand erlitten hatte und begann unverzüglich mit Reanimationsmaßnahmen. Der damals 17-Jährige unterstützte darüber hinaus das eintreffende Rettungsteam.

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