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Neureichenau. Mit halben Sachen kann sich Norbert Kremsreiter so gar nicht anfreunden. Wenn schon zurück zu den Wurzeln, dann mit Haut und Haar. Und wenn schon Vollsortimenter, dann aber mal so richtig. Aus diesem Grund hat der 50-jährige Geschäftsmann den früheren „Edeka Pöschl“ (im Volksmund: „da Spüla„), der nun Edeka Kremsreiter heißt, nicht nur übernommen. Er verfolgt mit den beiden Lebensmittelgeschäften in Freyung und Neureichenau höchste Ansprüche und Ziele. In der Kreisstadt gibt es deshalb demnächst einige Veränderungen – am Dreisessel sind diese bereits abgeschlossen.

„Edeka Kremsreiter“ versteht sich nicht nur als Einkaufsmöglichkeit, sondern auch als Treffpunkt. Das dazugehörige Café lädt ein zum „Ratsch und Tratsch“ bei Kaffee und Kuchen.

Bevor die Zukunft im Mittelpunkt steht, aber erst einmal zurück in die Vergangenheit: Vor 35 Jahren begann Norbert Kremsreiters berufliche Laufbahn in einem Supermarkt, in dem er von der Pike auf nahezu alles erlernte, was mit dem Thema Einzelhandel zu tun hat. Er war Marktleiter, bildete sich dann zum Handelsfachwirt weiter – und machte sich später selbstständig. „Als ich erfahren habe, dass Bernhard Pöschl aufhören will und er aus verschiedenen Gründen keinen Nachfolger hat, ließ mich dieses Thema nicht mehr los.“ Lange Rede, kurzer Sinn: Anfang Januar wurde der Inhaber-Wechsel vollzogen.

Wolfgang Kern und Christian Baustädter als Gesichter vor Ort

Norbert Kremsreiter und seine Marktleiter (v.l.): Selina Wagner und Carolin Fischer in Freyung sowie Wolfgang Kern und Christian Baustädter in Neureichenau.

Um in der Branche der Lebensmittelhändler bestehen zu können, „muss man massivst belastbar“ sein, davon ist Norbert Kremsreiter überzeugt. Erst einmal musste er daher dem Großhändler verständlich machen, dass er der richtige Mann als „neuer Bernhard Pöschl“ sei. „Fachlich, persönlich und rechtlich hat Edeka alles geprüft. Um nachzuweisen, dass ich ein ehrbarer Kaufmann bin, musste ich unter anderem ein Führungszeugnis vorlegen.“ Den Unternehmerverbund konnte der 50-Jährige bereits für sich gewinnen, nun gilt es, die Kunden vor Ort anzulocken – und an sich zu binden.

Der erfahrene Unternehmer setzt dabei auf Wiedererkennungswert. Er selbst will eher im Hintergrund agieren, mit Wolfgang Kern und Christian Baustädter hat er in Neureichenau zwei Marktleiter an seiner Seite, die rund um den Dreisessel wohl jeder kennt. Gemeinsam will das Trio nicht irgendeinen x-beliebigen Lebensmittelladen verkörpern, sondern als Anbieter und Dienstleister fungieren, der den täglichen Einkauf zum Erlebnis macht. Jüngst haben deshalb größere Umbaumaßnahmen in der Schachtlau stattgefunden. Denn: „Es reicht längst nicht mehr, nur Bananen anzubieten.“

In der Szene wird mit harten Bandagen („brachiale Konkurrenz“) um Umsätze gekämpft, weshalb es gilt, ein Alleinstellungsmerkmal zu kreieren. Zudem sind die Einkäufer anspruchsvoller geworden. Ein Beispiel: „Früher reichte es neben der normalen Kuhmilch vier bis fünf alternative Milchsorten im Angebot zu haben. Die Ernährungsgewohnheiten haben sich jedoch verändert, weshalb es nun 14, 15 alternative Milcharten geben muss.“ Der Kunde ist König – aus diesem Grund hat „da Spüla“ seine Angebotspalette noch einmal um 2.000 Produkte auf rund 20.000 Artikel erweitert. „Nun gibt es im Landkreis Freyung-Grafenau nur wenige vergleichbare Märkte in dieser Größe.“

Edeka Kremsreiter steht für das Außergewöhnliche

Im Gegensatz zu bekannten Discountern, das macht der 50-jährige Unternehmer deutlich, setze man nicht nur auf Billigprodukte. Für jeden Geldbeutel sei etwas dabei. Außerdem ist Regionalität bei „Edeka Kremsreiter“ kein Fremdwort. Auf 800 Quadratmetern werden Getränke hiesiger Brauereien angeboten; es gibt nach wie vor eine Poststation, Fleisch und Fisch aus der Region, eine „krasse“ Molkerei-Abteilung – und eine sog. Marktbäckerei, in der auf handwerklich produzierte Backwaren gesetzt wird.

„Für die Basisabsicherungen sind und bleiben die kleinen Läden vor Ort etwa in Haidmühle, Bischofsreut oder Jandelsbrunn sehr wichtig“, betont Norbert Kremsreiter. „Fahre ich dann zum Einkauf extra nach Neureichenau, muss es sich für die Kunden rentieren – und das tut es auch.“ Der Händler aus Überzeugung nimmt dabei den Trend auf, dass aufgrund steigender Preise in der Gastronomie „wieder mehr zuhause gekocht wird – und dann darf es gerne etwas Außergewöhnliches sein“. Diese Worte machen einmal mehr deutlich: Mit halben Sachen kann sich der Geschäftsmann so gar nicht anfreunden…

da Hog’n

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