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Zwiesel. „Ich, wir alle, sind zutiefst erschüttert“, findet Zwiesels Bürgermeister Worte für etwas, für das es eigentlich keine gibt. Selbst in dieser Ausnahmesituation behält Karl-Heinz Eppinger jedoch das Große und Ganze im Blick. „Unsere Gedanken sind natürlich bei den Hinterbliebenen. Gleichzeitig kann ich alle Bürger beruhigen: Es bestand und besteht keine Gefahr für die Allgemeinheit.“ Die Glasstadt steht unter Schock – auch wenn sich diese Nachricht dem Rathauschef zufolge erst langsam verbreitet: Am Montagnachmittag (21. Juli) wurden drei tote Personen in einem Mehrfamilienhaus in Zwiesel aufgefunden, der mögliche Täter festgenommen.

Ein Großaufgebot der Polizei bestimmte am Montagabend und Dienstagvormittag die Szenerie in der Glasstadt. Symbolbild: AG-Pics/pixabay.com

Der 37-Jährige hat sich einer Information der Polizei Niederbayern zufolge bei der österreichischen Polizei in Linz gemeldet und „mitgeteilt, drei Personen getötet zu haben. Bei der Nachschau in dem vom Beschuldigten bewohnten Mehrfamilienhaus in Zwiesel wurden drei tote Personen aufgefunden. Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen“. Derzeit, so ist zu lesen, wird die Auslieferung veranlasst. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Deggendorf und der Kriminalpolizeistation Deggendorf „laufen auf Hochtouren“.

Ein Tatort mit einschlägiger Vergangenheit

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Auf Hog’n-Nachfrage, wie die drei Opfer zu Tode gekommen sind, kann Polizeioberkommissarin Kathrin Hiller vom Presseteam des Polizeipräsidiums Niederbayern zum aktuellen Zeitpunkt der Ermittlungen keine Auskunft geben. Fest steht hingegen, dass das Haus, in dem sich die Tat ereignet hat, eine einschlägige Vergangenheit hat. Bürgermeister Eppinger kann sich mit der Begrifflichkeit nicht anfreunden, aber er bestätigt, dass es sich hierbei um das in der Region bekannte „Problemhaus“ handelt.

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2016 berichtete das Onlinemagazin da Hog’n bereits über „das Haus, dessen Bewohner Probleme machen“. Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Beleidigung, Bedrohung, Lärmbelästigung, Alkoholmissbrauch, Polizeigewahrsam – all diese negativ behafteten Schlagwörter sind vor neun Jahren regelmäßig mit dem Objekt in Verbindung gestanden. „Zuletzt allerdings, seitdem ich im Amt bin, ist es dort ruhiger geworden“, berichtet Karl-Heinz Eppinger. Es war wohl die Ruhe vor dem traurigen Sturm…

Helmut Weigerstorfer

Nachtragsmeldung der Polizei Niederbayern (22. Juli 2025, 13.30 Uhr):

„(…) Bei zwei Opfern handelt es sich um eine deutsche 22-Jährige und um einen 56-jährigen Deutschen. Zur Identität der dritten toten Person kann aktuell noch keine Auskunft gegeben werden, ebenso zu den Tatumständen bzw. dem Motiv (…)

Nachtragsmeldung der Polizei Niederbayern (23. Juli 2025, 9.15 Uhr):

„(…) Die Identität der dritten toten Person konnte nun geklärt werden. Dabei handelt es sich um eine 26-jährige Bewohnerin des Mehrfamilienhauses im Alten Lindberger Weg. Alle vier Beteiligten wohnten im Mehrfamilienhaus und sind sich daher bekannt.

Im Rahmen der umfangreichen Maßnahmen zur Sicherung von Spuren am gestrigen Tag konnten abgetrennte Leichenteile gefunden werden. Weitere Umstände zur Auffindung können derzeit aufgrund ermittlungstaktischer Gründe nicht angegeben werden. Auch Auskünfte zum genauem Tathergang sowie zu den Hintergründen können gegenwärtig noch nicht gegeben werden. Das Fachkommissariat der Kriminalpolizeistation Deggendorf wird bei der Tatortarbeit von Spezialisten des Landeskriminalamtes und der Rechtsmedizin München unterstützt.

Der 37-jährige Slowake wurde in Linz festgenommen. (…) Bereits gestern wurde mit der Untersuchung der Leichen in der Rechtsmedizin München begonnen. Abschließende Ergebnisse stehen hierzu noch aus.“

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