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Zettisch. Der Waidler an sich, der kraft seiner Abstammung eher überschaubare Dimensionen bevorzugt, ist zunächst einmal heillos überfordert. Man kann darüber streiten, was anspruchsvoller ist: sich einen Überblick zu verschaffen – oder ihn zu behalten. Fest steht, dass das, was der Ulrichshof in der Gemeinde Rimbach zu bieten hat, fast schon im Bereich des Unvorstellbaren anzusiedeln ist – nicht nur quantitativ, sondern vor allem qualitativ. Was das familiengeführte Familienhotel im Landkreis Cham betrifft, stellt sich deshalb nicht die Frage „Familienherz – was willst Du mehr?“, sondern: „Familienherz – geht eigentlich noch mehr“?
Nikolaus Brandl, Teil der Geschäftsführung, hat die Antwort darauf praktisch in die Wiege gelegt bekommen. „Ja, es geht noch mehr“, lässt der 37-Jährige erst überhaupt keine Zweifel aufkommen. In Sachen Größe der Anlage im Weiler Zettisch nähere man sich zwar allmählich gewissen Grenzen: In 117 Zimmern können bis zu 450 Personen untergebracht werden, die von einem 285-köpfigen Team versorgt werden. Auf den bestehenden Flächen allerdings ist noch so einiges möglich. „In den vergangenen Jahren ging es darum, Platz zu schaffen“, gewährt Nikolaus Brandl einen Einblick. „Nun haben wir Gelegenheit dazu, immer wieder etwas Neues zu kreieren.“
Was die Zukunft wohl noch bringen mag, wenn der Status Quo schon jetzt kaum noch Wünsche offen lässt? Eine Frage, die sich eine kleine „Hog’n-Ermittlergruppe“ (Mama, Papa und drei Buben) stellte, die den Ulrichshof im Frühjahr wort- und sprichwörtlich auf den Kopf gestellt hat. Das Ergebnis ihres fünftägigen Aufenthalts gibt es im Folgenden zu lesen:
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+++ Die Ursprünge +++

Bis zur Wende war das Anwesen der Familie Brandl ein klassischer Bauernhof. Und auch nach 1992 ging es zunächst traditionell weiter: Neben den Viechern wurden nun auch Urlauber beherbergt und versorgt. Los ging es mit neun Appartements unter dem weitum verbreiteten Motto: Urlaub auf dem Bauernhof. Da Ulrich N. Brandl, Gründer und Namensgeber des Ulrichshofes, immer mehr gefallen daran fand, (Familien-)Hotelier zu sein und er gleichzeitig erkannte, „dass er sich mittels Qualität ein Alleinstellungsmerkmal schaffen muss, nachdem die Lage nicht unbedingt super war“, nahm die Geschichte ihren Lauf – und zwar einen relativ schnellen!
1993 wurde die Scheune abgerissen und die Residenz mit 43 Familien-Suiten gebaut. Zwei Jahre später das Erlebnisbad „Pirate’s World“ eröffnet. Bis zum jüngsten Upgrade, der Inbetriebnahme der Suiten im vierten Obergeschoss des „Bergschlosses„, sind in regelmäßigen Abständen immer wieder Neuerungen hinzugekommen. Stillstand wird im Ulrichshof als Rückschritt gewertet – ohne Wenn und Aber. Vor allem Michaela Lankes, verantwortlich für das Interior Design und neben Inhaber Ulrich N. und seinen beiden Söhnen Nikolaus und Benjamin, fungiert als kreativer Geist. „Gerade die Kleinigkeiten bekommen wir aber auch von den Gästen gesagt. Genauso lassen wir uns von Messen und anderen Kinderhotels inspirieren.“
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+++ Unterhaltung +++

Das 2021 eröffnete „Schrazeltal„, das sich im Eingangsbereich befindet, kann gut und gerne mit so manchem Indoor-Spielplatz zwischen Osser und Dreisessel mithalten – aber bei weitem nicht mit der „Spielkiste„, die erstmals vor gut einem Jahr geöffnet worden ist. Gemeint ist damit ein mehrstöckiger, alles überstrahlender Anbau des Ulrichshofs, den man getrost als „Himmel auf Erden“ bezeichnen kann – übrigens für Kinder und Eltern gleichermaßen.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, befinden sich in diesem Gebäudekomplex ein Autoscooter, ein Kleinkinderbereich, eine Kletterabteilung, unterschiedlichste Trampolins, Tretfahrzeuge und vieles mehr. Hinzu kommt ein facettenreiches Ganzfamilien-Programm mit Schatzsuche oder Fackelwanderung, das sich über das gesamte Areal verstreut. Alles nichts von der Stange. Alles mit gewissen Details, die man auf den ersten Blick nicht sieht, jedoch das Ganze zu etwas Besonderem werden lassen. So verhält es sich übrigens nicht nur in der Spielkiste und im Schrazeltal, sondern im gesamten Hotel – sowie im Außenbereich mit dem Reitstall und dem Waldspielplatz mit den Streicheltieren.
Zwei Einrichtungen müssen aber dann doch noch einmal gesondert hervorgehoben werden: zum einen das Panorama Restaurant „OHM„. Der Waidler weiß bei diesem Namen sofort, wo es sich befindet. Für unsere hochdeutschen Freunde kurz näher erklärt: Diese besondere Einkehrmöglichkeit hat nichts mit elektrischem Widerstand zu tun, sondern stellt den höchsten Punkt der Anlage dar – mit erlesener Getränkeauswahl, gemütlichen Lounge-Ecken und offener (Show-)Küche, in der besondere Leckereien zubereitet werden. Das Ganze bei einem schier atemberaubenden Ausblick auf den Oberen Bayerischen Wald. Fast schon zu schön, um wahr zu sein…
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+++ Kinderbetreuung +++

… zum anderen ist da noch der hauseigene Kindergarten in der Spielkiste, „Nesterl“ genannt, der so manch kommunale oder kirchliche Einrichtung wohl vor Neid erblassen lässt. Es gibt einen extra Raum für Brettspiele, einen für Babys, eine liebevoll eingerichtete Küche, in der mit den Kindern gekocht wird, und (gerade für Buben) das Highlight schlechthin: Eine Werkstatt, die ihrem Namen aber mal so richtig alle Ehre macht. Nicht nur die Einrichtung scheint nicht von dieser Welt zu sein, sondern auch der Betreuungsfaktor: Der Traum-Schlüssel „1:1“ wird zur Realität, die „Ersatzmütter“ stehen dabei den „Originalmüttern“ in (fast) nichts nach…
Noch ein Wort zur Technik: Auf Wunsch bzw. auf Empfehlung werden die Eltern bequem per WhatsApp-Nachricht informiert, wenn ihre kleinen Expeditionsteilnehmer von ihrer eigenständigen Erkundungstour einmal genug haben sollten. So wird auch Mama und Papa ermöglicht, sich einmal Zeit für sich selbst zu nehmen (siehe auch nachfolgenden Abschnitt „Wellness-/Badebereich“). Natürlich, möchte man fast schon sagen, gibt es auch Babyphone-Anlagen auf den Zimmern. Dazu allerdings später mehr…
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+++ Essen +++

Das Brandl’sche Credo „Qualität, Qualität, Qualität“ wird freilich (auch!) im Bereich Kulinarik sichtbar. Es gibt verschiedene Motto-Tage, es gibt warme Gerichte, es gibt Kaltspeisen wie Käse, Wurst, Obst und Gemüse. Es gibt stets eine Suppe, verschiedene Nachspeisen – und natürlich eine gesonderte Ecke für kleine Gäste samt BLW-Angebot. Neben dem klassischen Buffet werden in einer Showküche immer ein bis drei besondere Mahlzeiten frisch zubereitet. Nicht nur mittags und abends, sondern auch zu Beginn des Tages. Und, ach ja, fast hätte man’s vergessen: In der hauseigenen Bäckerei stehen beinahe rund um die Uhr (süße) Backwaren zur Verfügung.
Was besonders auffällt – und wohl erst eine gute Küche zu einer ganz guten werden lässt: Auf bei Kindern beliebte Klassiker wie Currywurst mit Pommes, Pfannkuchen oder Spaghetti Bolognese wird natürlich nicht verzichtet – die Buben und Mädchen würden wohl randalieren! Aber diese kulinarischen Gassenhauer werden nicht nur irgendwie auf die Teller geknallt, weil sie ohnehin jeder mag, sondern wiederum mit der eigenen, unvergleichlichen Note, die man erst auf den zweiten Blick wahrnimmt (oder in diesem Falle schmeckt), versehen.
Achtung, kleiner Kritikpunkt: An den frei zugänglichen Schankecken sind vereinzelt auch Bier-Zapfhähne ohne Weiteres zugänglich. Denn Papa freut’s natürlich, doch: Ob das so gut ist in einem Hotel, in dem sich Kinder frei und oft ohne unmittelbare Aufsicht bewegen können?
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+++ Zimmer +++

Jetzt wird’s richtig hart – den es folgt schon die nächste Mini-Rüge: Die standardisiert in den Zimmern verbauten Babyphone-Anlagen „zwicken“ a bisserl – und sind ab und an auch unpraktikabel. Einmal streikte das System gar komplett, ein Techniker konnte das Problem erst nach Stunden lösen. Und auch im täglichen Gebrauch erscheint die „kindliche Überwachung“ manchmal etwas nervenaufreibend.
Auf dem Handy via Ulrichshof-App und Bildschirmen in ausgewählten Räumen ist bei einer Aktivierung die Zimmernummer zu sehen. Wird ein Geräusch vernommen, wechselt die Farbe auf den Bildschirmen je nach Lautstärke von „Grün“ über „Orange“ zu „Rot“. Doch wann genau? Wann haben sich die kleinen Racker nur umgedreht und wollen noch weiterschlafen? Wann haben die Kleinen ausgeschlafen und wollen abgeholt werden? Mehrmalige Kontrollgänge lassen die Schuhsohlen glühen…
Das war es dann aber auch schon wieder (Spoiler: in jeglicher Hinsicht) mit kritikwürdigen Aspekten. Zurück zur alles andere als übertriebenen Lobhudelei: Die „Suite Midi“ wird sofort zur Heimat mit hohem Wohlfühlfaktor. Das liegt vor allem daran, dass dank Garderoben-Nische das nicht wenige Gepäck einer fünfköpfigen Sippschaft ausreichend Stauraum findet – und auch daran, dass jede der fünf Persönlichkeiten dank kleinem, aber ausreichendem Kinderzimmer einen kleinen Rückzugsort vorfindet. Wieder steckt hier die Liebe im Detail: Zwei Waschbecken minimieren das Eskalationsrisiko zu den morgendlichen und abendlichen Stoßzeiten. Ein Fläschchenwärmer hilft, wenn’s einmal wirklich pressiert – genauso ein Kloaufsatz für kleinere „Auspuffanlagen“ etc. pp.
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+++ Wellness-/Badebereich +++

Fangen wir – fernab aller modernen Erscheinungen wie Infinity-Pool oder Regendusche – mit dem aus Elternsicht wohl wichtigsten Aspekt an: Obwohl vor allem die Piratenwelt im Felsenbad mit beinahe lebensgroßem Piratenschiff im Zentrum relativ voll beladen ist, sind alle Bereiche des Wellness- und Badebereiches so übersichtlich, dass die kleinen Seeungeheuer immer im Blick sind, sollte beim Planschen doch mal mehr als nur ein Mund voll Wasser geschluckt werden. In diese Kategorie gehört auch die 81 Meter lange Wasserrutsche, die trotz dieser Dimensionen beim Auf- und Abstieg für keinen erhöhten Pulsschlag der Wasserlöwen-Bändiger führt. Die Treppe hinauf in den Startturm ist ausrutsch- und absturzgesichert, die „Abfahrt“ erfolgt in kindersicherer Geschwindigkeit.
Und nun das i-Tüpfelchen: Die allgemeine Badelandschaft Wald-Bad und der separate und nur für Erwachsene erlaubte Elternbereich in der oberen Etage erinnern eher an ein Wellnesshotel mit mindestens fünf Sternen, als an ein Familienhotel, in dem die natürlichen Gegner aller Wellnessmomente den wortwörtlichen Ton angeben. Selbst ein Bierchen oder ein Aperol (natürlich in bruchsicheren Gläsern!) ans Becken gereicht, ist nicht nur möglich, sondern ausdrücklich erwünscht! Und dann ist ja da noch der Infinity-Pool und die Regendusche…
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+++ Ambiente +++

Es empfiehlt sich, nicht sogleich den Lageplan zu studieren, um etwa die Rodelstrecke für romantische Wintermomente im Außenbereich zu finden. Denn dann glaubt man wohl tatsächlich, nicht auf knapp 530 Höhenmetern zu urlauben – sondern mindestens an der Adria, wenn nicht sogar in der Karibik. Grün ist die dominieren Farbe im gesamten Innenbereich, sodass Gärtner, die die imposanten Gewächse offensichtlich rund um die Uhr pflegen, zum gewohnten Erscheinungsbild gehören.
Die Eingangshalle mit Schaukeln, schier unendlich vielen Sitzmöglichkeiten und einer imposanten Treppe ist trotz ihrer Größe ein heimeliger Ort – von einer für solch großen Räume üblichen Lautstärke keine Spur! Da kann man sogar ab und an die „Papa“- und „Mama“-Rufe des eigenen Anhanges überhören…
Es gibt praktisch im ganzen Haus, auf jeder Etage, etwas zu entdecken. Und obwohl dann auch auf gefühlt jedem Quadratmeter geredet, gespielt, geturnt, getrunken, geschaukelt, gegessen, gekuschelt, geschlafen, gestillt, gewickelt oder ab und an auch gestritten wird, wirkt die Szenerie zu keinem Zeitpunkt überladen. Und auch nicht laut. Es scheint so, als hätte man für jede Familie eine kleine Blase der Privatsphäre geschaffen, die man aber jederzeit verlassen und wieder betreten kann. Der Fremdschäm-Faktor spielt, wie in vergleichbar überbevölkerten Einrichtungen, hier keine Rolle…
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+++ Pläne +++

„Qualität, Qualität, Qualität“ – die Lebenseinstellung der Brandls bleibt, so verspricht Juniorchef Nikolaus, die oberste Prämisse. Auch, dass es im Ulrichshof die nächsten Jahre immer wieder etwas Neues zu entdecken geben wird, hat der 37-Jährige bereits versprochen. Ihm, seinem Bruder, seinem Vater und Michaela Lankes gehen die Ideen sicher so schnell nicht aus – darauf ist Verlass. Deshalb wird u.a. in der Spielkiste schon wieder eifrig gewerkelt, demnächst geht’s auch dem Piratenbad dran. Mehr soll an dieser Stelle aber nicht verraten werden. Fest steht im Falle des Ulrichshofes: Mehr geht immer!
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(Transparenz-Erklärung: Wie fährt sich ein Elektroauto? Würde ich meine Führerscheinprüfung heut noch einmal bestehen? Wie “gefährlich” ist das Klettern in einem Hochseilpark? Oder: Wie gelingt ein richtiger Schweinebraten? Wir probieren’s für Sie und unsere Leser aus – stets offen und ehrlich! Wenn auch Sie unser Ausprobiat-Team für Ihre Sache engagieren wollen, kontaktieren Sie uns einfach – und wir schicken Ihnen zum absolut freundlichen Ausprobiat-Preis eine kompetente, wagemutige und offenherzige Truppe vorbei, “bewaffnet” mit Bleistift, Papier, Foto- und Videokamera. Einfach eine Email mit dem Kennwort “Ausprobiat” an info@hogn.de senden – und wir melden uns umgehend bei Ihnen.)
Helmut Weigerstorfer
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