Passau. Wie die Passauer Stadtverwaltung mitteilt, beläuft sich der aktuelle Pegelstand der Donau auf rund zehn Meter (Stand: 4.6.24, 13.08 Uhr). Laut staatlichen Prognosen soll sich der Scheitel im Laufe des Nachmittags auf dieser Höhe einpendeln. Relativ zeitgleich wird der Scheitel des Inns die Dreiflüssestadt erreichen. „Dieser wird insbesondere aufgrund der gestrigen Starkregenereignisse im Inn-Oberlauf derzeit mit über sieben Meter prognostiziert“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Stadt Passau ruft deshalb den Katastrophenfall aus.

Blick von der Marienbrücke aus auf den Inn (Richtung Ortsspitze), dessen Scheitel auf rund sieben Meter prognostiziert wird (Stand: 4.6.24).

Während – wie berichet – der Bayerische Wald in Sachen Hochwasser „mehr als glimpflich davon gekommen“ ist, herrscht in der Dreiflüssestadt im unmittelbaren Bereich des Donau-Ufers weiterhin der Ausnahmezustand, der Erinnerungen an das Jahrhunderthochwasser von 2013 weckt. Der Pegelstand erreichte zu jener Zeit eine Höhe von knapp 12,90 Meter.

 

Aktuelle Eindrücke aus Passau:

 

Der Blick auf die Donau von der Wittgasse aus:

 

da Hog’n

Fotos/Video: Bernd Vordermeier

Nachtrag/Update: Das Zusammentreffen der Wassermassen von Inn und Donau führte dazu, dass große Teile der Altstadt sowie ufernahe Bereiche der Innenstadt überflutet wurden. Aufgrund der Überflutungen mussten zahlreiche Straßen und Plätze gesperrt werden. Der öffentliche Nahverkehr in die Altstadt wurde komplett eingestellt, an vielen Schulen fiel der Präsenzunterricht aus. Die Stadtverwaltung warnte die Bevölkerung eindringlich davor, das Hochwassergebiet zu betreten, da die Strömung und die Gefahr durch offene Kanäle unterschätzt wurden.

Tausende Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten waren im Dauereinsatz, um Sandsackbarrieren zu errichten und Gebäude zu sichern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder besuchte die Stadt und stellte finanzielle Soforthilfen von „100 Millionen Euro plus X“ für die betroffenen Gebiete in Aussicht.

Besonders betroffen waren Keller und Erdgeschosse in der Altstadt sowie technische Infrastrukturen. Da das Donauhochwasser oft „langsam kommt und langsam geht“, dauerten die Aufräumarbeiten und die Beseitigung der Schlammmassen mehrere Tage an.

Trotz der Schwere des Ereignisses hob Oberbürgermeister Jürgen Dupper die „große Routine“ der Passauer im Umgang mit dem Wasser hervor. Die Stadt hat über die Jahre massiv in den Hochwasserschutz investiert, was bei diesem Ereignis noch größere Schäden in vielen Stadtteilen verhinderte.

da Hog’n


Dir hat dieser Artikel gefallen und du möchtest gerne Deine Wertschätzung für unsere journalistische Arbeit in Form einer kleinen Spende ausdrücken? Du möchtest generell unser journalistisches Schaffen sowie die journalistische Unabhängigkeit und Vielfalt unterstützen? Dann dürft ihr das gerne hier machen (einfach auf den Paypal-Button klicken).


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert