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Freyung. Zwei Monate liegt dieser Vorfall inzwischen zurück. Ende April sorgte ein schwerverletzter Mann (33) für Rätselraten in und um Freyung. Seine Freundin Lena Schandra wollte zunächst auf eigene Faust via Facebook-Aufruf für Klarheit sorgen (da Hog’n berichtete). Ihrer Meinung nach war ihr Partner von Unbekannten zusammengeschlagen worden. Auch die Polizei hatte sich schließlich eingeschaltet. Nach ausführlichen Ermittlungen sind die Beamten der Polizeiinspektion Freyung nun zu einem Ergebnis gekommen, wie es in einer entsprechenden Pressemitteilung heißt. Des Rätsels Lösung: Es war ein selbstverschuldeter Sturz.

Der Tatort Stadtplatzcenter Freyung war letztlich nach Angaben der Polizei „nur“ ein Unfallort. Foto: Hog’n-Archiv.

Die Meldung im Wortlaut:

Ende April berichteten Polizei und Medien über einen 33-jährigen Mann aus Freyung, welcher sich am Stadtplatz auf unbekannte Weise schwere Kopfverletzungen zuzog. Die Polizei konnte nun den Vorfall durch Zeugenaussagen in Kombination mit Videoaufzeichnungen klären.

Am Sonntag, 24.04.2022 war der Mann frühmorgens mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gekommen. Diese hatte er sich am Abend zuvor vermutlich gegen 22:55 Uhr im Bereich des Stadtplatzes auf dem Nachhauseweg auf unbekannte Weise zugezogen. Zunächst war er nach erfolgter Behandlung wieder nach Hause entlassen worden. Als sich sein Zustand schließlich in der Nacht verschlechterte, war er am Morgen erneut ins Krankhaus eingeliefert worden. Mehrfach waren seitdem Zeugenaufrufe gestartet worden.

Videoaufzeichnungen bestätigten die Zeugenangaben

Konkrete Tathinweise hatten sich hieraus nicht ergeben. Während das familiäre Umfeld des Verletzten einen Angriff als Ursache für die Kopfverletzungen annimmt, ermittelte die Polizei in alle Richtungen. Dabei konnten nun Zeugen ermittelt und vernommen werden, welche das Sturzgeschehen des Mannes, der übrigens einem der Zeugen persönlich bekannt ist, beobachtet hatten. Er hatte wohl die Höhe der Stufen vor der Kirche zum Stadtplatzcenter (SPC) hin falsch eingeschätzt und war hinuntergestürzt.

Auf Nachfrage der Zeugen hatte er erklärt, dass „alles passt“ und hatte danach seinen Nachhauseweg fortgesetzt. Da sich die Wohnung in unmittelbarer Nähe befindet und die Zeugen noch längere Zeit vor dem SPC verweilten und keine weiteren Feststellungen machten, geht die Polizei davon aus, dass auch danach kein Angriff mehr auf den Mann erfolgte. Der Sturz war dazu geeignet, die Kopfverletzungen hervorzurufen. Videoaufzeichnungen des SPC bestätigen weitgehend die Angaben der Zeugen. Das Sturzgeschehen selbst ist nicht zu sehen, da keine Kameraaufzeichnungen im öffentlichen Raum an dieser Stelle erfolgen dürfen. Der Vorgang wird dennoch zur abschließenden Bewertung der Staatsanwaltschaft Passau vorgelegt.

Rat von Dienstellenleiterin Ingrid Grötzinger

Seitens der Polizei wie auch Vertretern von örtlichen Behörden ist man froh, dass die Umstände der schweren Verletzungen aufgeklärt werden konnten. Gerade mit Blick auf das bevorstehende Volksfest in Freyung möchte Dienststellenleiterin Ingrid Grötzinger jedoch den Besuchern folgenden Rat mit auf den Weg geben: „Oft haben wir in Zusammenhang mit solchen Festen Vermisstenmeldungen von Freunden und Verwandten, wenn Personen nicht rechtzeitig vom Fest heimgekehrt sind. Treten Sie Ihren Nachhauseweg in der Gruppe an, so dass im Notfall Hilfe geleistet werden kann und im besten Fall eine unterhaltsame Begleitung bis vor die Haustüre gegeben ist.“

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