Werbung

Landkreis Regen. Seit Jahrhunderten ist der Werkstoff Glas nicht mehr aus dem Bayerischen und Oberpfälzer Wald wegzudenken. Kein anderes Material hat den ostbayerischen Landstrich derart in wirtschaftlicher und kulturgeschichtlicher Hinsicht geprägt. Um den wichtigen Wirtschaftszweig Glas sowie das Wissen um seine Herstellung, Verarbeitung und Gestaltung auch weiterhin zu erhalten, startet die Kreisentwicklungsgesellschaft „ARBERLAND REGio“ in Kooperation mit der Glasfachschule Zwiesel und dem Glasmuseum Frauenau das Projekt „Ostbayerische Initiative – Zukunft Glasgestaltung“. Dies teilt die ARBERLAND REGio gegenüber der Presse mit.

In trauter Runde: (v.l.) Hans Wudy (Glasfachschule Zwiesel), Stephan Lang (ARBERLAND REGio), MdB Alois Rainer, Landrätin Rita Röhrl, Karin Rühl (Glasmuseum Frauenau), Herbert Unnasch (ARBERLAND REGio), (vorne) Barbara Stadler (Glasmuseum Frauenau). Foto: ARBERLAND REGio

„Mit dem Projekt sollen Schüler und Lehrkräfte für die gestalterische Arbeit mit dem Werkstoff Glas wie auch für die Bedeutung von Design begeistert werden“ – erklärt Stephan Lang, Projektleiter und Koordinator des „Netzwerks Glas“ bei der ARBERLAND REGio. Mit einem Projektvolumen von 120.000 Euro wird dieses Vorhaben sowohl aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, innerhalb des Förderprogramms LandKULTUR, als auch durch einen Beitrag des Vereins zur Förderung der Forschung und Entwicklung im Bereich der Glasindustrie und des Glashandwerks in Ostbayern (Förderverein Glas) finanziert.

Wieder mehr Jugendliche für die glasgestaltenden Berufe

Werbung

Der Bundestagsabgeordnete Alois Rainer, der den Förderantrag der ARBERLAND REGio zusammen mit Staatsminister a.D. Helmut Brunner unterstützte, ist sehr erfreut „dass hier ein wichtiger Beitrag zur Förderung des immateriellen Kulturerbes Glasgestaltung mithilfe von Bundesmitteln geleistet werden kann“. Der Antrag der ARBERLAND REGio sei in einem zweistufigen Bewerbungsverfahren aus insgesamt 900 Einreichungen ausgewählt worden, so Alois Rainer. Landrätin Rita Röhrl, Vorsitzende des Fördervereins Glas, dankte Bundestagsabgeordneten Rainer für seinen Einsatz: „Der Bundeszuschuss stärke die Glasbranche und ermögliche es, an Schulen entlang der Glasstraße von Passau bis Waldsassen die Bedeutung des Werkstoffs Glas in den Fokus zu rücken.“

Werbung

Um die Begeisterung der Jugend für Glas neu zu entfachen und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten im Glasbereich aufzuzeigen, sind im dreijährigen Projektverlauf zum einen Fortbildungen für Lehrkräfte an der Glasfachschule Zwiesel sowie am Glasmuseum Frauenau und zum anderen Schülerworkshops an niederbayerischen und oberpfälzischen Schulen bzw. im Rahmen der Museumspädagogik des Glasmuseums geplant. Beide Maßnahmen sollen einen Einblick in die gestalterische Arbeit mit Glas geben, die Kreativität fördern und aufzeigen, dass einfache Werkstücke auch im Kunst- und Werkunterricht umgesetzt werden können.

Hans Wudy, Schulleiter der Glasfachschule Zwiesel, freute sich, dass es gelungen ist, dieses zwei Regierungsbezirke umfassende Projekt an den Start zu bringen: „Wir möchten die nächsten drei Jahre nutzen, um neben den Schülern gezielt Lehrkräfte als Multiplikatoren anzusprechen und ihnen Beispiele für die kreative Arbeit mit Glas im Unterricht an die Hand zu geben.“ Man hoffe, auf diesem Weg mittelfristig auch wieder mehr Jugendliche für die glasgestaltenden Berufe gewinnen zu können. Als zusätzlicher Anstoß findet projektbegleitend ein jährlicher Designwettbewerb statt, bei dem Schüler eigene Glasdesignentwürfe einreichen können. Die Gewinner erwartet die Umsetzung ihrer Modellskizzen in Glas im Rahmen eines Glaserlebnistages an der Glasfachschule Zwiesel.

„Die Besonderheit dieses einzigartigen Werkstoffs vermitteln“

Karin Rühl, Direktorin des Glasmuseums Frauenau, betonte, dass das Projekt für das Glasmuseum und die Glasfachschule Zwiesel auch die Chance biete, die Vernetzung zu den Schulen auszubauen: „Gemeinsam möchten wir Schülern und Lehrkräften die Besonderheit dieses einzigartigen Werkstoffs in seiner geschichtlichen, wirtschaftlichen und beruflichen Dimension vermitteln.“

Herbert Unnasch, ARBERLAND REGio-Geschäftsführer, dankte den Partnern für die Zusammenarbeit bei der Antragstellung und für ihren Einsatz bei diesem bislang größten Glasprojekt an Schulen.

da Hog’n

Werbung

Dir hat dieser Artikel gefallen und du möchtest gerne Deine Wertschätzung für unsere journalistische Arbeit in Form einer kleinen Spende ausdrücken? Du möchtest generell unser journalistisches Schaffen sowie die journalistische Unabhängigkeit und Vielfalt unterstützen? Dann dürft ihr das gerne hier machen (einfach auf den Paypal-Button klicken).


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert