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Kropfmühl. Graphit ist seit dem 18. Jahrhundert Bestandteil in jeder Bleistiftmine. Was in dem grau-glitzernden Mineral wirklich steckt, das zeigte sich erst in den letzten Jahren. Graphit – Kohlenstoff – gilt heute als einer der wichtigsten und vielseitigsten Rohstoffe der Zukunft – mit unvergleichlichen Eigenschaften für die Produktion von Elektromotoren und Hochleistungsbatterien, bei der modernen Wärmedämmung oder in den Halbleitern. In Deutschlands einziger Graphit-Mine im Bayerischen Wald läuft dank der steigenden Nachfrage wieder der Förderbetrieb. Das zugehörige Besucherbergwerk nimmt „Freizeit-Bergleute“ in Bergmannskluft mit auf eine Zeitreise in die Geschichte des Bergbaus im Bayerischen Wald.

Ein völlig neu gestaltetes Besucherbergwerk als Teil der einzigen deutschen Graphit-Mine in Niederbayern macht die Faszination des Graphits für Touristen erlebbar. Foto: obx-news/Besucherbergwerk Kropfmühl

Die Graphit Kropfmühl GmbH zählt zu den weltweiten Marktführern bei der Produktion von hochreinem Spezial-Graphit für die Industrie. In mehreren Verfahrensschritten wird Roherz zu Graphit aufbereitet. Seit 2012 nutzt das Unternehmen wieder die natürlichen Vorkommen am ostbayerischen Standort und setzt damit die mehr als 140-jährige Tradition der Graphit-Gewinnung fort. 

Im Sommer auf den Feldern, im Winter im Bergwerk

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Graphit ist – wie Diamant – reiner Kohlenstoff. Heute sind besonders die modernen Motoren der Elektroautos von morgen auf das Mineral angewiesen. Feuerfeste Materialien für die Industrie und Wärmedämmung für Energiesparhäuser verlangen ebenfalls steigende Mengen an veredeltem Graphit. Durch die hohe Leitfähigkeit wird Graphit für die Herstellung von Batterien verwendet und ist wichtiger Bestandteil von Lithium-Ionen und Lithium-Polymer-Zellen. Auch in der Kunststoffherstellung findet das Mineral durch seine vielseitigen Eigenschaften hohe Verwendung.

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Blick ins sog. Graphiteum, „einer interaktiven Erlebniswelt rund um den Zukunftsrohstoff Graphit“ , wie es auf der Homepage heißt. Foto: www.graphit-bbw.de

Im Bayerischen Wald wird seit 1870 in Kropfmühl im Landkreis Passau Graphit abgebaut. Weit über 100 Jahre war die Graphit-Gewinnung in Niederbayern eine echte Goldgrube für die Bayerwald-Bauern. Im Sommer bestellten sie ihre Felder, im Winter ernteten sie unter Tage. Im Laufe der Zeit kaufte die Graphit Kropfmühl GmbH den Bauern ihre Schürfrechte ab.

Einen Einstieg in die Welt des Graphit-Bergbaus bietet das Besucherbergwerk in Kropfmühl, das in den vergangenen Jahren aufwendig umgebaut, modernisiert und erweitert wurde. Saniert wurden mit Geldern aus Brüssel unter anderem der Förderturm und das Stollengebäude. Neu entstanden ist das „Graphiteum„, eine 350 Quadratmeter große Erlebniswelt rund um den Zukunftsrohstoff Graphit. Das Ziel: Gästen die Faszination der „schwarzen Diamanten“ näher zu bringen. Höhepunkt für die meisten Gäste ist der Besuch unter Tage: In uriger Bergmannskluft werden die „Freizeit-Bergleute“ dort auf eine Zeitreise in die Geschichte des Bergbaus in Bayern entführt.

da Hog’n/obx-news

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