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Niederbayern. Der Konjunktur-Himmel über Niederbayern und der Oberpfalz bleibt weiter ungetrübt: Wie eine aktuelle Umfrage der zuständigen Handwerkskammer ergeben hat, sind derzeit mehr als neun von zehn Betrieben in den beiden Regierungsbezirken mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Für die weitere Entwicklung gebärden sich die Unternehmen zwar etwas vorsichtiger als noch vor drei Monaten – dennoch überwiegt der Optimismus: „Vier von fünf Betrieben rechnen damit, dass ihre Geschäftslage unverändert bleibt“, sagt Alexander Stahl, Geschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. Dabei würden mehr Firmen davon ausgehen, dass es weitere Zuwächse anstelle einer Trendumkehr gibt.

Der Konjunktur-Motor in Niederbayern und in der Oberpfalz läuft nach wie vor auf Hochtouren.

Mit mehr als 200.000 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von rund 28 Milliarden Euro und einem Umsatzwachstum von mehr als vier Prozent im Jahr 2017 stellen die rund 37.000 Handwerksbetriebe in Ostbayern heute einen „Schrittmacher“ für die Wirtschaft im Freistaat dar. Die regelmäßigen Konjunktur-Umfragen zeichnen dabei ein eindeutiges Bild: Seit 2010 hat sich die Geschäftslage der Unternehmen stetig verbessert. Aktuell sind 94 Prozent der Betriebe mit ihrer Lage zufrieden.

Unbesetzte Ausbildungsstellen könnten Entwicklung hemmen

„In der Langzeitbetrachtung ist das ein erneuter Spitzenwert“, sagt Kammergeschäftsführer Stahl. Getragen werde die stabile Entwicklung von einem großen Auftragspolster der Betriebe. Dies führe zu weiteren Umsatzzuwächsen, steigenden Verkaufspreisen, einem Beschäftigungsaufbau und einer regen Investitionstätigkeit in Teilen des Handwerks. Größte Herausforderung für die Handwerker im Moment sei es, offene Arbeits- und Ausbildungsstellen zu besetzen. Bei einem Teil der Betriebe könne das die weitere wirtschaftliche Entwicklung hemmen, fürchtet Stahl.
Alexander Stahl, Geschäftsführer der HWK Niederbayern/Oberpfalz. Foto: hwkno.de
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Trotz bereits hoher Auslastung konnten sich laut der Befragung bei jedem vierten Betrieb die Aufträge nochmals steigern. Besonders profitierten demnach die Bauhaupt- und Ausbaugewerbe. Auch die Handwerke für den privaten Bedarf verbuchten mehr Nachfrage. Leicht eingetrübt hat sich die Auftragslage hingegen im Kfz-Gewerbe sowie im Lebensmittelgewerbe.

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Die Mehrzahl der Unternehmen meldete steigende Umsätze – und ein ansteigendes Preisniveau im Handwerk. Jeder fünfte Betrieb (22 Prozent) berichtet aktuell von höheren Verkaufspreisen – vor allem im Ausbaugewerbe, in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf und im Lebensmittelgewerbe. Die Geschäftslage ermunterte die ostbayerischen Handwerker zu Anschaffungen und Baumaßnahmen: Jedes dritte Unternehmen (35 Prozent) investierte.
 
da Hog’n/obx-news

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