Hog’n-Wetterfrosch Martin Zoidl: „Schluss mit dem Januarfrühling“

Vorfrühlingshaftes Wetter war angesagt zum Start ins neue Jahr. Da sich nun schon seit zwei Wochen überdurchschnittlich warmes Wetter im Land etablierte, hat sich die Schneegrenze mittlerweile bis in die mittleren Lagen zurückgezogen. Wärmere Phasen sind während des Hochwinters an sich nichts Ungewöhnliches – sie wirken sich insgesamt auf dessen Charakter aus, weil die Tage nun wieder allmählich länger werden und sich somit auch das Kältepotenzial Tag für Tag verringert.

Zum Wochenende hin sowie in der zweiten Januarhälfte scheint sich der Normalzustand einzustellen – es wird insgesamt wieder etwas winterlicher. Damit werden die bei so manchem Waidler bereits aufgekommenen Vorfrühlingsgefühle wohl wieder im Keim erstickt.

Viel Sonnenschein, aber: Die Temperaturen sinken weiter

Am Freitag kann sich über dem Baltikum ein Hochdruckgebiet verstärken. Dies sorgt im Zusammenspiel mit einem Tief über dem Mittelmeer-Raum für den Aufbau einer nordöstlichen Grundströmung, die langsam aber kontinuierlich kontinentale Luftmassen aus Osteuropa zu uns in den Woid transportiert. Diese sorgen mit ihrer geringen Luftfeuchte wiederum für zunehmend kältere Nächte, wobei auch tagsüber das Quecksilber nicht mehr sonderlich in die Höhe schießt. Drei Grad dürften bei einem mit Hochnebel bewölkten Himmel dann in etwa das Maximum bilden.

Der Samstag beginnt da schon einen Tick kühler – mit Tiefstwerten im unteren einstelligen Minusbereich. So wie es derzeit aussieht, ereilt uns am ersten Tag des Wochenendes das Glück, dass der auffrischende Ostwind die Hochnebeldecke über dem bayerwäldlerischen Mittelgebirge lichtet. So kann bei Sonnenschein die Temperatur etwas ansteigen und Höchstwerte von vier Grad erreichen. Dafür wird es in den darauffolgenden Nächten mehr abkühlen. Für einen Ausflug auf die Skipiste wären dies perfekte Verhältnisse.

Auch am Sonntag gestaltet sich der Wettertag recht ähnlich. Die Strömung dreht von Ost auf Südost, erreicht dabei aber keine markanten Stärken – auch nicht auf den Gipfeln. Dennoch reicht es aller Voraussicht nach dafür aus, dass es abermals ein sonniger Tag zu werden scheint. Die Quecksilbersäule steigt dann bei weiterhin sehr freundlichem Wetter über der Hochnebelsuppe – die im Großteil vom restlichen Bayern liegt – wieder auf drei bis vier Grad. Dies ergibt zwar noch keine hochwinterlichen Temperaturen – immerhin aber einen Schritt in diese Richtung. In der neuen Woche besteht dann die Option für noch kälteres Wetter…

Eine schöne Weihnachtszeit wünscht

Hog’n-Wetterfrosch Martin Zoidl

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Wir bedanken uns fürs Hog’n-Wetter-Sponsoring bei den Beruflichen Fortbildungszentren der bayerischen Wirtschaft (bfz), die in diesem Jahr noch folgende Lehrgänge in Passau anbieten:

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