Früheres „Chill out“: Nun versucht sich Angelo Casaccio

Waldkirchen. Kai’s, Hias, Tatort, Chill out – die Liste der Namen bzw. Pächter, die in der Vergangenheit ihr gastronomisches Glück im Lokal in der Jandelsbrunner Straße versucht haben, ist lang. Oftmals blieb deren Verweildauer sehr überschaubar. Angelo Casaccio will dies nun ändern. Der 55-jährige italienischstämmige Waldkirchener hat – im Gegensatz zu seinen Vorgängern – das Restaurant für einen sechsstelligen Betrag nun käuflich erworben, nicht gepachtet. Eine Kaffee- und Pizzabar mit dem Namen „Unico“ soll in den Räumlichkeiten entstehen. „Ich musste diese Chance einfach nutzen“, erklärt der Gastronom mit dem klingenden Namen gegenüber dem Onlinemagazin da Hog’n.

Angelo Casaccio hat das frühere „Chill out“ in der Jandelsbrunner Straße gekauft. Unter dem Namen „Unico“ soll es künftig als Kaffee- und Pizzabar Gäste in Empfang nehmen. Archivfoto: da Hog’n

In Waldkirchen ist Angelo Casaccio kein Unbekannter: Fünf Jahre hatte er zuletzt das „Pizza Pub Mare“ im Turm am Busbahnhof betrieben. Nun will er die Gelegenheit wahrnehmen, die seit ein paar Monaten leerstehenden Gastro-Räume im Schatten des „Bayerwald-Doms“ neu zu beleben – und sich größer aufstellen. Das „Unico“ soll eine Kombination aus Bar und italienischem Speiselokal werden. Seit Mitte November laufen die Umbauarbeiten, die geplante Eröffnung ist auf den 18. Januar terminiert. „Wir haben schon einiges geändert“, berichtet der 55-Jährige. Beispielsweise können ihm seine Gäste künftig beim Backen der Pizzen über die Schulter schauen. Live-Cooking nennt man das auf Neudeutsch. „Mehr möchte ich aber noch nicht verraten.“

„Mein großer Vorteil: Ich habe das Restaurant gekauft“

Pizzabäcker und Neu-Eigentümer Angelo Casaccio bei der Arbeit. Foto: privat

Obwohl es in der größten Stadt des Landkreises Freyung-Grafenau bereits einige italienische Restaurants gibt, glaubt Casaccio fest daran, dass das „Unico“ eine Erfolgsgeschichte wird. „Bei mir werden ausschließlich frische Zutaten mit hoher Qualität verarbeitet“, betont der Waldkirchener. Auch die Vorgeschichte, die vielen gescheiterten Projekte im Haus in der Jandelsbrunner Straße, belasten Casaccio offensichtlich nicht: „Mein großer Vorteil ist, dass ich das Restaurant gekauft habe. Zwar muss ich auch den entsprechenden Kredit abbezahlen. Meine monatliche Rate ist aber bei weitem nicht so hoch wie die Pacht samt Nebenkosten.“

Der ehrgeizige Gastronom peilt demnach ein langfristiges Engagement an. Er möchte einen Familienbetrieb aufbauen, seine Kinder sollen irgendwann einmal mitarbeiten und das „Unico“ weiterführen. Kein Ding der Unmöglichkeit, wie Angelo Casaccio betont. „Ich bin davon überzeugt, dass die Waldkirchener gerne weg gehen. Aktuell ist in der Stadt aber sehr wenig geboten. Gemeinsam mit anderen Gastronomen möchte ich den Marktplatz wiederbeleben, sodass am Ende alle davon profitieren.“

da Hog’n

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