Aufruf: Wer hat noch Filmaufnahmen aus seiner Kindheit?

Zenting/München. Es ist ein anspruchsvolles Projekt: Die Kindheit von mehreren Generationen soll dabei beleuchtet werden – von den Nachkriegsjahren bis in die 90er. Am Ende sollen (mindestens) drei Teile einer Geschichtsdokumentation der etwas anderen Art entstehen. Der Zentinger Filmemacher Robert Grantner (32) arbeitet gemeinsam mit zwei weiteren Autoren an dieser Geschichts-Doku für das BR-Fernsehen – und fragt: Wer hat noch Filmaufnahmen aus seiner Kindheit?

„Wir erhoffen uns ganz neue, bislang völlig unbekannte Einblicke, die so noch nie im deutschen Fernsehen zu sehen waren.“ Foto: BR / Grantner

Dabei soll sich die Herangehensweise von klassischen Geschichts-Dokus klar unterscheiden. Grantner: „Wir wollen ein Stück weit weg von Jahreszahlen, Datenwust und historischen Ereignissen. Wir wollen die Menschen kennenlernen und erfahren, wie ihre Kindheit in der jeweiligen Zeit war! Wie sah ihr Kinderzimmer aus? Was war ihr Lieblingsspielzeug – und wo verbrachten sie ihre Ferien?

„Menschen, die eine besondere Art an sich haben“

Um den Kindern von damals möglichst nahe zu kommen, sucht das Autorenteam private Filmaufnahmen aus diesen Tagen. Die Familie unter dem Weihnachtsbaum, Mitschnitte von Geburtstagsfeiern oder ganz einfache Alltagsszenen – das Eintauchen in die Lebenswirklichkeit steht dabei im Vordergrund:

Filmemacher aus Zenting: Robert Grantner.

„Die Bilder in Geschichtsdokumentationen ähneln sich oft, weil es häufig keine Alternativen gibt. Wer über den Mauerfall berichtet, kommt an den immer gleichen Bildern kaum vorbei. Bei unserem Projekt ist das ganz anders, hier gibt es keinerlei Vorgabe, weil jede Kindheit ganz individuell war“, erklärt der 32-jährige Zentinger und ergänzt: „Das ist das Faszinierende und Spannende an diesem Projekt, dass wir uns ganz neue, bislang völlig unbekannte Einblicke erhoffen, die so noch nie im deutschen Fernsehen zu sehen waren.“

Auf den Aufnahmen sollten die Personen nicht älter als ca. zwölf Jahre alt sein. Ansonsten gibt es kaum Einschränkungen. „Besonders freuen würden wir uns natürlich über echte Marken, echte Typen! Wenn ich an mein Heimatdorf Zenting denke, dann fallen mir sofort solche Menschen ein, die eine besondere Art an sich haben, die gut Geschichten erzählen können. Genau solche Leute suchen wir“, sagt Granter.

Wer sich also angesprochen fühlt oder jemanden kennt, der vielleicht über solches Material verfügt, der darf sich gerne per Email an robert.grantner@br.de wenden und sich melden.

Drei Folgen à 45 Minuten – auch Fotos sind gefragt

Die drei Folgen (jeweils 45 Minuten) werden im Laufe des nächsten Jahres im BR Fernsehen auf Sendung gehen. „Natürlich sind wir auch an Fotos interessiert, sofern diese aussagekräftig sind“, erkärt Granter abschließend.

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