Kriminell gut: Die „Passau Krimis“ von Dagmar Isabell Schmidbauer

Überzeugungstäterin: Dagmar Isabell Schmidbauer ist leidenschaftliche Krimi-Autorin.

Die Kriminalautorin Dagmar Isabell Schmidbauer greift in ihren Romanen Mordfälle auf, die jederzeit und überall passieren könnten. „Letztlich sind wir in der Regel eben nicht zur falschen Zeit am falschen Ort“, fasst sie unser tägliches Leben in krimineller Hinsicht zusammen.

Umso sicherer das Land, in dem wir leben ist, umso brutaler sind die konsumierten Krimis.

Das gilt natürlich auch für den Passau-Krimi. Bei den Ermittlungen rund um Passau greift die Autorin immer wieder auf die unzähligen Möglichkeiten zurück, bei denen ein Verbrechen direkt um die Ecke passieren könnte.

Abends den Bus verpasst und schnell zu Fuß die paar Meter bis zum Wohnblock, vorbei an der leerstehenden Garage und zack, schon hätte es aus sein können.

Bei Ebay-Kleinanzeigen eine Schlafcouch zu verkaufen, der Käufer sagt, er kommt schnell vorbei. Die Freude über die leichtverdienten 50 Euro, die das alte Teil noch bringen soll, ist groß. Aber es könnte eben auch ein Triebtäter sein, der sich da als Käufer tarnt und zack, vorbei das stolze Verkäuferleben.

„Jede Geschichte braucht eine gewisse Reife“

Den Weg vom Inn über das Nikolakloster zum Busbahnhof kennt jede Studentin in Passau. Hat sich auch jede schon einmal gefragt, ob spät abends jemand hinter dem Mauervorsprung steht, mit einem Messer in der Hand und Mordlust im Kopf?

Hat sich auch jede schon einmal gefragt, ob spät abends jemand hinter dem Mauervorsprung steht, mit einem Messer in der Hand und Mordlust im Kopf? Fotos: Schmidbauer

Solche und ähnliche Zufälle greift Schmidbauer immer wieder auf, möchte die Leser zum Nachdenken bringen und zum Mitfiebern. Denn ein Schutzengel könnte schnell zur Stelle sein. Vielleicht kommt gerade ein Freund vorbei und schon ist sie in Sicherheit und hat nie bemerkt, dass sie fast zum Opfer geworden wäre.

Wenn sie sich als Krimiautorin eine Geschichte ausdenkt, dann ist das so, als wäre diese bereits passiert und sie müsste nur gründlich darüber nachdenken, bis sie alles erzählen kann. „Wenn ich mal nicht weiterkomme, dann stelle ich mir so lange Fragen, bis ich weiß, jetzt habe ich die richtige Antwort gefunden, so muss der Fall erzählt werden, so agieren Täter, Opfer und natürlich meine Ermittler. So und nicht anders, denn jede Gesichte braucht eine gewisse Reife.“

Keine Schießerei oder Explosion, aber Hochspannung

Wer ihre Bücher liest bemerkt schnell, dass ihre Geschichten voller Leidenschaft geschrieben werden. Dabei erzählt sie auch Kleinigkeiten, solange sie für den Fall wichtig sind. Von der ersten Seite an nimmt sie ihre Leserschaft an die Hand und führt sie durch den Fall. Erzählt das Passierte so lange von allen Seiten, bis ein spannender Roman daraus geworden ist.

In einem Schmidbauer-Krimi braucht es keine wilden Schießereien und keine Explosionen, um Hochspannung zu erzeugen. Wie das geht? „Meine Figuren sind so gut angelegt, dass meine Leser das Gefühl haben, sie zu kennen. Und darum leiden und lieben sie mit ihnen. Und wenn man um eine Figur Angst hat, dann kann man nicht aufhören zu lesen, bis sie in Sicherheit ist.“

Figuren wie du und ich, keine Helden per se und keine Superweiber, da könnte man vermuten, dass auch Sie und ich drin stecken, doch die Autorin wiegelt ab. „Ganz so einfach ist das natürlich nicht. Ich beobachte meine Mitmenschen und ich schaue mir auch das eine oder andere ab. Das reicht aber nicht, um einem realen Menschen eine Rolle in einem meiner Fälle anzubieten. Von meinen Figuren muss ich wissen, wie sie ticken, wovon sie träumen,  ja auch welche speziellen Vorlieben sie haben, erst dann können sie in einem meiner Krimis mitspielen. Und sie müssen immer ein wenig mutiger oder naiver sein, als andere Menschen, erst dann können sie zu einer fiktiven Figur werden.

Jetzt neu: „Mörder frei Haus“

Mit dem Schreiben fing Dagmar Isabell Schmidbauer schon früh an und als ihre sechs Kinder langsam auf eigenen Füßen durchs Leben gingen, baute sie diese Fähigkeit aus. Mit „Der-Passau-Krimi“ entwickelte sie ihre ganz eigene Marke. Der Sitz der „Mordkommission“ befindet sich in Passau, ermittelt wird aber Landkreis- und Länderübergreifend bis Krummau oder Österreich. Leser, die ihre Krimis bereits gelesen haben, stellen oft hinterher fest: Ich sehe diese Ort jetzt mit ganz anderen Augen.

Nach der Buchreihe „Der-Passau-Krimi“, gibt es jetzt auch den kleinen Passau-Krimi für unterwegs. In „Mörder frei Haus“ befindet sich ein abgeschlossener Mordfall mit Vor- und Nachwort der Autorin und manch skurriler Anekdote. Dieses Magazin gibt es zu bestellen oder gratis auf der Homepage zu lesen.

Wer jetzt mehr über die Autorin, ihre Bücher und ihre Art des Schreibens wissen möchte, der kann sie auf der Homepage besuchen. Unter der-passau-krimi.de finden sich weitere Anregungen. Gerne dürfen Sie sich melden, wenn Sie eine Lesung mit der Autorin organisieren möchten. Ob in der Schule, beim Frauenbund, oder im Café, melden Sie sich einfach unter fan@der-passau-krimi.de.

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