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Bischofsmais. Wer von Burggrafenried (nahe Bischofsmais) aus dem Wanderweg 7 folgt, den führt der Pfad direkt auf den kleinen Berg namens Bornstein. Dieser hat seinen Namen von einer sich am Gipfel befindlichen, auffälligen Steinformation, wie Heimatforscher Sepp Probst, der sich seit vielen Jahren mit der Mystik des Bayerwaldes beschäftigt, weiß.

Mystischer Ort in der Nähe von Bischofsmais: Der Bornstein mit seiner Opferschale sowie mehreren Rinnen. Fotos: Sepp Probst.

Der Bornstein lädt zum Herumkraxeln ein, es gibt viel Interessantes zu entdecken – wie zum Beispiel Schlupfe und kleinere Höhlen, die auf natürliche Weise entstanden sind. Das Seltsame an dem Stein-Konglomerat: Es zeichnet sich ebenso durch künstlich angelegte Opferschalen sowie mehrere Rinnen aus – was darauf hindeuten kann, dass jener Platz schon zu vorchristlicher Zeit eine große Bedeutung für unsere Vorfahren hatte.

Heidnisch-sakraler Ort, um die Götter zu besänftigen

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Wer eine gewisse Zeit an diesem Ort verweilt, bei dem stellen sich innere Ruhe und Wohlgefühl ein, was für einen positiven Kraftort spricht. Dies dürften unsere Ahnen wohl ebenso empfunden haben, weshalb der Bornstein durchaus als heidnisch-sakraler Platz gedient haben könnte, wo die Menschen ihren Göttern Opfern dargebracht haben. Angeblich wurde der Ort in der NS-Zeit erkundet, wie Heimatforscher Sepp Probst weiß. Dort sollten in der Nachkriegszeit heidnisch-germanische Rituale abgehalten werden.

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Der Wanderweg führt noch weiter am Bergkamm entlang – wer diesem folgt, wird mit einem wunderschönen Aussichtspunkt belohnt, wo eine eine Bank zum Verweilen einlädt. Unterhalb des Aussichtspunktes befindet sich ein steinernes Meer: Ein Geröllhaufen, der von einem schmelzenden Gletscher am Ende der Eiszeit zurückgelassen wurde.

Sepp Probst/da Hog’n

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Im Rahmen der Serie „Mystischer Bayerischer Wald“ stellt Heimatforscher Sepp Probst auf hogn.de in regelmäßigen Abständen verschiedene Sagen, Mythen und Brauchtümer des Bayerischen Waldes vor…

Weitere Teile der Serie:

 


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