Musik-Newcomer Dominic Art: „Die Musik ist mein Fokus und Antrieb!“

Eppenschlag/Schönberg. Viele Jugendliche träumen davon, irgendwann einmal als berühmter Star auf den großen Bühnen dieser Welt zu stehen – ein Traum, der vermutlich für 99,99 Prozent aller Musiktalente nicht in Erfüllung geht. Einer, der derzeit ebenfalls an diesem Traum arbeitet ist Dominic Art aus Eppenschlag. Der 20-Jährige hat gute Chancen, eine erfolgreiche Musikkarriere zu starten: Er gewann im vergangenen Jahr den ersten Brain-Music-Songcontest, der ihm eine CD-Produktion von Brain Music bescherte. Der Pop-Rocker spricht im Interview mit dem Onlinemagazin „da Hog’n“ über eben diesen Triumph, die Aufnahmen zu seinem ersten Album und über seine Zukunftspläne.

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Mit 15 Jahren kaufte sich Dominic seine erste Gitarre. Foto: Dominic Art

Dominic, erzähl uns bitte kurz, wie Du zur Musik gekommen bist?

Schon in meiner Kindheit habe ich viele Lieder gekannt – und auch mitgesungen. Den ersten großen Schritt in Richtung Musik habe ich dann vor ziemlich genau fünf Jahren gemacht. Ich hatte meinen ersten Ferienjob und habe mir von dem Geld eine Gitarre gekauft.

Wie ging es dann für Dich weiter?

Nur ein paar Monate später bin ich bereits auf der Bühne gestanden – mit eigenen Bands und bei den Schulmusicals des LLG-Grafenau. Damals war das aber eigentlich nur Cover-Musik. Im Laufe der Zeit habe ich dann eigene Songs geschrieben und diese auch gesungen.

„Ich singe ausschließlich selbstgeschriebene Songs“

Also singst Du nur noch selbstgeschriebene Texte?

Das Covern hat mir irgendwann nicht mehr gefallen. Jetzt singe ich ausschließlich eigene Songs. Da hat sich auch schon einiges angesammelt. Ich werde mir niemals Lieder schreiben lassen. Beim Covern habe ich mir oft gedacht: Wie kann man von jemanden Stücke nachsingen, wenn man nicht weiß, was sich derjenige dabei gedacht hat – und wie er auf die Texte und Melodien gekommen ist. Ich will meine eigenen Geschichten erzählen.

Wie viele Auftritte hast Du inzwischen gemeistert?

Ziemlich viele. Ich kann keine Zahlen nennen, aber es waren schon sehr viele.

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Sein Auftritt beim Brain-Music-Songcontest brachte ihm den Sieg – und somit die erste CD-Produktion. Foto: Dominic Art

Du hast letztes Jahr am ersten Brain-Music-Songcontest teilgenommen: Wie hast Du von dem Event erfahren?

Eine gute Freundin aus der Schule hat mich darauf hingewiesen, mir den Flyer in die Hand gedrückt und gesagt: ‚Da machst du mit!‘ (lacht)

War’s für Dich – nach dieser Aufforderung – klar, dass Du dann auch teilnimmst?

Ganz und gar nicht. Ich bin kein Fan von Casting-Shows. Ich bin da ziemlich skeptisch, vor allem wenn man sich die Verantwortlichen von diesen Formaten ansieht. Ich hab mich dann aber doch für eine Teilnahme entschieden – aber nur unter der Bedingung, dass ich eine eigene Komposition spiele. Ich hab’s vielmehr als Experiment gesehen, um herauszufinden, wie die Leute auf meine eigenen Lieder reagieren – und ob sie ihnen gefallen.

Hattest Du Dir im Vorfeld Sieg-Chancen ausgerechnet?

Eigentlich nicht. Die Konkurrenz war enorm. Und nachdem ich mitbekommen hatte, dass einige Teilnehmer einen sehr weiten Weg auf sich genommen haben, bekam ich doch etwas Muffensausen…

Erster Preis! Das Wichtigste für einen Musiker: eine CD-Produktion

Mit Deiner Stimme und Deinem Auftritt hast Du die Jury dennoch überzeugt – und den Songcontest gewonnen. Was ist danach geschehen?

Danach ist bei mir alles Kopf gestanden. Das war einer der besten Tage in meinem Leben. Einfach unvergesslich. Mit dem ersten Platz habe ich neben einem Fotoshooting samt Gutschein für ein Bühnenoutfit noch das wohl Wichtigste für einen Musiker gewonnen: eine CD-Produktion. Eigentlich war es geplant, nur eine Single aufzunehmen. Carsten Vitzthum, der Inhaber von Brain Music, wollte aber unbedingt gleich ein Album mit mir machen – was mich natürlich sehr gefreut hat.

Jury-Mitglied Sami Badawi, bekannt aus „The Voice of Germany“, gab Dir beim Songcontest das Versprechen: ‚Egal wie das heute ausgeht, werde ich was mit Dir aufnehmen!‘. Hat Sami Wort gehalten?

Bis jetzt noch nicht, weil der Kontakt etwas abgerissen ist. Für mich ist das aber nicht so tragisch, weil ich ja sowieso kein Fan von Cover-Aufnahmen bin. Sicherlich hätte ich mich sehr gefreut mit einem so talentierten Musiker wie Sami zusammenzuarbeiten. Vielleicht wird’s ja doch noch was…

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Auf seiner Facebook-Fanseite gibt’s Neuigkeiten und jede Menge Infos über Dominic Art zu lesen. Screenshot: da Hog’n/Facebook: Dominic Art

Die CD-Aufnahmen sind aktuell in vollem Gange. Wie läuft’s denn so im Studio?

Es ist ein Auf und Ab – aber ich denke, dass das nach einer gewissen Zeit einfach Normalität ist. Manchmal verzögern unterschiedliche Meinungen das Ganze schon sehr. Zum Glück kommt das aber nicht oft vor, weil wir alle auf derselben Wellenlänge sind, was den Grundstein für einen möglichen Erfolg darstellt. Bis jetzt haben wir Schlagzeug und ein paar Gitarren eingespielt. Es ist schon sehr anstrengend – und ich habe manchmal richtig Mitleid mit unserem Schlagzeuger, der mal einen Tag hatte, an dem nichts funktionierte. Das Gleiche ist mir auch schon passiert. Bei mir hat zwei Tage lang nichts geklappt…

Du hast Schlagzeug und Gitarre erwähnt. Wer komplettiert Deine Band?

Zum einen ist das Carsten Vitzthum am Bass, zum anderen Tobias Ludwig am Schlagzeug. Zurzeit sind wir noch auf der Suche nach einem Lead-Gitarristen. Die Band selber hat keinen Namen, was ich ziemlich schade finde. Ich wollte eigentlich nicht, dass nur „Dominic Art“ für unsere Formation steht.

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Dominic Art (rechts) und seine Band beim Jammen: (v.l.) Bassist Carsten Vitzthum und Schlagzeuger Tobias Ludwig. Foto: Dominic Art

Das Album: Coole Rhythmen statt Mainstream-Bum-Bum

Arbeitet ihr jeden Tag am Album?

Nein, jeden Tag sind wir nicht im Studio. Wir haben bis jetzt die kompletten Schlagzeug- und ein paar Gitarrenspuren eingespielt. Das Ganze wird also schon noch ein wenig dauern..

Zurück zum Album: Wie viele Lieder sind auf Deiner ersten Platte vertreten?

Auf dem Album werden zwölf Lieder zu hören sein. Der Großteil ist mit kompletter Band-Formation.

Eine kleine Kostprobe von Dominics Gesangstalent:

Entstammen alle zwölf Lieder aus Deiner Feder?

Ja, ich hab alle Songs selber geschrieben. Für Schlagzeug und Bass hatte ich lediglich ein paar Grundzüge im Kopf, aber im Großen und Ganzen hab ich diesen Part meinen Band-Mitgliedern überlassen – sie sollen ihrer Kreativität genauso freien Lauf lassen wie ich. Ich kann sagen, dass bis jetzt schon ein paar richtig coole Rhythmen dabei sind, die dem ‚Mainstream-Bum-Bum‘ entgegenstehen…

Apropos: In welche Musikrichtung gehen die Songs auf dem Album?

Schwer zu sagen. Es gibt unter Musikern den beliebten Satz: ‚Unsere Musik kann nicht wirklich zugeordnet werden, das ist was ganz Neues‘ – dem muss ich zustimmen. Im Wesentlichen ist alles eine Mischung aus Folk, Country und Blues. Hört sich im ersten Moment vielleicht nach 50er-/60er-Jahre-Musik an, ist aber ganz und gar nicht der Fall. Meine Wurzeln liegen im Punkrock, deshalb hat auch dieser Stil seinen Einfluss. Er gibt den Songs das nötige Tempo.

„Ausbildung oder Musikstudium – ich bin offen für alles“

Sind bereits Auftritte oder eine Tour geplant?

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Die Aufnahmen im Studio sind im vollen Gange. Noch dieses Jahr soll Dominic Arts erstes Album erscheinen. Foto: Dominic Art

Ich hoffe, dass wir in naher Zukunft – im Oktober oder November – mit dem Album fertig werden. Dann ist auf alle Fälle eine Tour geplant. Wir werden, je nach Zeit, mindestens einmal pro Woche unterwegs sein. Weil Tobi bald in München ist, werden sich die Auftritte auf das Wochenende beschränken.

Letzte Frage: Wie lauten Deine Zukunftspläne?

Hm. Ich bin offen für alles. Vielleicht beginne ich eine Ausbildung, um mir ein finanzielles Fundament zu bauen. Es kann aber auch sein, dass ich ein Musikstudium in Angriff nehme. Eins ist jedoch sicher: Die Musik ist und wird auf alle Fälle mein Fokus und Antrieb sein. Ich denke ständig an neue Texte, Musik läuft permanent in meinem Kopf.

Dominic, vielen Dank für das Interview. Wir  wünschen Dir für Deine Zukunft alles Gute und viel Erfolg mit deiner Musik!

Interview: Christian Jungbauer

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