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Grafenau. Und das Wetter hat gehalten. Trotz wolkenverhangenem Himmel fiel das diesjährige Grafenauer Salzsäumerfest nicht ins Wasser, sondern lud zum Feiern, Bummeln, Schauen, Essen, Trinken – und natürlich jeder Menge Nostalgie ein.

Los ging’s am Freitag, als die bärtigen Salzsäumergesellen ihr Nachtlager auf dem Hofmarkplatz in Haus im Wald aufschlugen – mit Musik von der Hofmarkkapelle, historischen Gruppen, dem Schlossherrn und seiner Gemahlin. Tags darauf führte der Weg der Säumer traditionsgemäß mit Pferden und Planwagen über den Haselberg in Richtung Grafenau, wo Bürgermeister Max Niedermeier und sein Rat in geschichtsträchtigen Gewändern die Gruppe empfingen. Der historische Salzsäumerzug erinnert an die mehr als 630-jährige Geschichte der ältesten Stadt des Bayerwaldes, die einst ein wichtiger Umschlagplatz an der „Gulden Straß“ und der Mittelpunkt des Salzhandels zwischen Bayern und Böhmen war.

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Am Stadtplatz herrschte dann reges Marktreiben, bei dem etwa altes Handwerk einstiger Zünfte der Stadt, darunter Töpfer, Sattler, Weber, Holzschuhmacher und Besenbinder, präsentiert wurde. Für Kurzweil sorgten verschiedene Komödianten, Musikanten, Gaukler und „fahrendes Volk“. Wer sich seinen Bart stutzen lassen wollte, der war beim Säumer-Bader in besten Händen;

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die Grafenauer Bürgerwehr ließ es mit Salutschüssen ordentlich krachen; bei einer Waffenschau mit Exponaten aus dem Mittelalter durfte sich so mancher einmal an den Pranger stellen; der Theaterverein Grafenau gab das Stück „Die schwarze Sau“ von Paul Friedl zum Besten – und so kam mit vielen weiteren Darbietungen und Programmpunkten jeder Besucher des Säumerfestes auf seine Kosten.

Stephan Hörhammer


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