Haidmühles Bürgermeisterin Margot Fenzl: „Es feid einfach iwaroi z’weit“

Haidmühle. Ein Termin mit einer langen Vorgeschichte. Mehrere Interviewanfragen per Mail und Telefon ließ Margot Fenzl unbeanwortet. Ein Gespräch mit der Bürgermeisterin der Gemeinde Haidmühle schien lange Zeit ein Ding der Unmöglichkeit. Letztlich klappte es dann aber doch: Die einzige Frau im Landkreis Freyung-Grafenau auf einem Rathaus-Chefsessel stellte sich den Fragen des Onlinemagazins da Hog’n. Angesprochen wurden dabei nicht nur die finanziellen Probleme der Grenzkommune, sondern auch die gescheiterte Kobold-Imagekampagne, der Lückenschluss der Ilztalbahn sowie das geplante Wirtshaus in der ehemaligen Schule in Leopoldsreut.

Seit 2014 ist Margot Fenzl Bürgermeisterin der Gemeinde Haidmühle. Die 55-jährige Bankkauffrau ist die einzige Frau auf einem Rathaus-Chefsessel im Landkreis Freyung-Grafenau.

Rund drei Jahre ist die 55-Jährige inzwischen in Amt und Würden – als ehrenamtliche Bürgermeisterin. Hauptberuflich ist sie weiterhin als Bankkauffrau in der Raiffeisenbank Neureichenau tätig: immer an einem Montag- und Freitagvormittag, wie sie erklärt. Im Gespräch zeigt sie sich sehr heimatverbunden, bezeichnet sich selbst als „Vereinsmeier“, möchte aber dennoch ihre dreijährige Berufszeit in München vor einigen Jahren nicht missen.

Wenn man die aktuellen Nachrichten aus der Gemeindeverwaltung Haidmühle verfolgt, scheint es ja von unschätzbarem Vorteil zu sein, dass Sie aus der Bankbranche kommen und mit Geld umgehen können. Ist Ihre Kommune Pleite, Frau Fenzl?

Pleite, Pleite (lacht). Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Uns geht es finanziell einfach nicht so gut.

Kanal- und Abwasser: „Mein Vorgänger hat alles vergraben…“

Das heißt konkret: Steht es Spitz auf Knopf?

Ganz so schlimm ist es nicht. Aber man muss einfach mit dem Geld, das man zur Verfügung hat, haushalten. Mein Vorgänger hat alles vergraben… Um Gottes Willen – bitte nicht falsch verstehen (lacht). Er hat viel in den Kanal- und Wasserbereich investiert. Das war dringend nötig, hat aber auch viel Geld gekostet – deshalb sind Schulden da.

Die Pro-Kopf-Verschuldung in Haidmühle ist relativ hoch.

Ja, da sind wir aber ziemlich runtergekommen. Der neue Haushalt mit 4,6 Millionen ist uns kürzlich genehmigt worden. Wir haben die Schulden reduzieren können – diese werden aber nun wieder mehr. Wir müssen was investieren, ansonsten kommen wir nicht voran. Gott sei Dank haben wir die Stabilisierungshilfe – seitdem ich Bürgermeisterin bin, haben wir schon dreimal 500.000 Euro bekommen.

„Unsere Gemeindestraßen sind eine Katastrophe. Es feid himmeweit.“

Vor fünf, sechs Jahren hatten wir noch eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1.800 Euro. Nach unseren geplanten Investitionen sind wir dann bei knapp über 900 Euro. Wir müssen so viel Geld aufnehmen, um die Sachen, die wir bezuschusst bekommen, vorfinanzieren zu können. Das muss natürlich alles in den Haushalt mit rein.

Gibt es irgendwann Licht am Ende des Tunnels – oder wird das eine ewige Spirale abwärts?

Ich hoffe, dass es aufwärts geht. Ich hoffe auch, dass wir wieder Stabilisierungshilfen bekommen, auch wenn wir dann gewisse Vorgaben einhalten müssen. Dazu zählt zum Beispiel die Schließung des Hallenbades. Mir hat auch das Herz geblutet, als wir das Bad zusperren mussten. Wir haben aber für den Unterhalt jährlich 50.000 Euro bezahlt. Das ist zu viel.

Grundsätzlich ist die Gemeinde Haidmühle also abhängig von Hilfe von außen?

Ja – es feid einfach iwaroi z’weit. Unsere Gemeindestraßen sind eine Katastrophe. Es feid himmeweit. Und die Sanierung ist eine Herausforderung. Die Kosten für wenige Meter Teerarbeiten sind enorm. 100.000 Euro sind da nichts.

Gibt es weitere Probleme?

Unsere Häuser. Das Gemeindehaus zum Beispiel. Dort kann man sich günstig einmieten. Es gibt dort aber keine Zentralheizung. Das möchte ich ändern. Letztens habe ich den Mietern zum Beispiel eine Sprechanlage an der Haustüre einbauen lassen. Kleine Anschaffungen, die sich summieren. Deshalb können wir nur in kleinen Schritten vorankommen.

Kobold-Imagekampagne: „Der Krieg ist noch nicht verloren“

Warum sind etwa die Straßen so kaputt? Versäumnisse der Vergangenheit?

Vor 30 Jahren hat es noch mehr Zuschüsse gegeben. Zum Teil sind es auch noch Straßen, die die Flurbereinigung gebaut hat. In Marchhäuser, beim Skilift – katastrophal. Durch Kanal- und Wasserarbeiten wurden dort die Straßen aufgerissen und nur noch geflickt.

Haben andere Gemeinden bessere Straßen?

Nein. Jeder hat Probleme.

Was halten Sie von der These, dass der „Patient Haidmühle“ bereits tot sei – und eigentlich nur noch künstlich am Leben erhalten werde?

Gar nichts. Ich bin ein positiv denkender Mensch. Man muss auch kämpfen… nein… so dramatisch ist es nicht.

Kobolde in Haidmühle: „Im Gemeinderat gibt es leider eine Fraktion, die vollkommen dagegen ist – die zieht dieses Thema ins Lächerliche.“

Themawechsel: Im Nachklang eines Hog’n-Kommentars zum Thema „Imagekampagne Kobolde“ ist es zu teils hitzigen Diskussionen in der Gemeinde gekommen…

Ah… meine Kobolde (schmunzelt). Da ist von Eurer Seite super recherchiert worden – nämlich gar nicht. Da wurde von Euch nur das Leidg’schmatz wiedergegeben. Ich war sehr enttäuscht. Wer so ein Projekt thematisiert, sollte auch mal nachfragen, was dahinter steckt.

Erklären Sie uns bitte, was dahinter steckt.

Nein, jetzt nicht mehr. Dieser Zug ist abgefahren. Eine Schlacht ist verloren, aber nicht der Krieg.

Steht die Imagekampagne also weiterhin auf der Agenda?

Bei den anderen nicht, bei mir schon. Kobolde wird es aber in der Form, wie wir sie geplant hatten, nicht geben. Im Gemeinderat gibt es leider eine Fraktion, die vollkommen dagegen ist – die zieht dieses Thema ins Lächerliche. Welche genau das ist, möchte ich nicht mehr ansprechen.

„Dass das kein Kommentar sein soll, habe ich überlesen“

Übrigens: Der Hog’n-Text über die Kobolde war ein Kommentar. Eine journalistische Darstellungsform, die eine persönliche Meinung wiedergibt.

Ach so… das war ein Kommentar… aha. Dass das ein Kommentar sein soll, habe ich überlesen – nicht nur ich, sondern wohl auch viele andere Leser.

Schon möglich. Wie rechtfertigt man eine derartige Imagekampagne, die viel Geld kostet, gegenüber den Bürgern, wenn gleichzeitig die Straßen so marode sind?

Ganz einfach. Investiert man nichts, geht es weiterhin abwärts. Ein Beispiel: Ich muss eine Garage so bauen, dass ich sie abbezahlen kann. Die Zinsen sind niedrig. Also muss ich mir ausrechnen, über wie viele Jahre hinweg ich welche Summe zurückzahlen kann.

„20 Millionen und 20 Bauhof-Mitarbeiter – und ich würde unsere Gemeinde schön machen.“

Aber muss ich nicht, bevor ich einen Teppich für die Garage kaufe, die Grundmauern vollständig errichtet haben? Heißt: Muss ich nicht die Grundvoraussetzungen – wie etwa die Instandhaltung der Straßen – in einer Kommune erfüllt haben, bevor ich eine Imagekampagne starte?

Ja, das möchten wir doch auch.

Nochmal: Der Haidmühler fährt durch seine Gemeinde und muss zahlreichen Schlaglöchern ausweichen, sieht aber am Straßenrand die schönen Kobolde grinsen. Wie rechtfertigt man das?

Diejenigen, die das nicht verstehen, kommen ja leider nicht zu mir. Denn dann würde ich es ihnen erklären. Vor Kurzem haben wir in Bischofsreut eine Straße mit einer neuen Methode für nur 43.000 Euro saniert. Könnte man das überall machen, wäre es super. Doch dafür muss auch der Unterbau stimmen. Zudem muss man beachten, wie stark die jeweiligen Strecken befahren sind. Die müssen saniert werden. Ganz klar.

Glauben Sie, dass der Bürger versteht, welche Prioritäten die Gemeinde setzt, wenn es heißt: Kobolde oder Straßensanierung?

Ah, jetzt verstehe ich die Frage. Kobolde wären keine Priorität gewesen. Für Straßen haben wir heuer 150.000 Euro eingeplant. Wir müssen es schaffen, in den kommenden Jahren stets mindestens 100.000 Euro in diesen Bereich zu investieren. (überlegt) 20 Millionen und 20 Bauhof-Mitarbeiter – und ich würde unsere Gemeinde schön machen (lacht).

Leopoldsreut: „Wann das Wirtshaus aufmacht, weiß ich nicht“

Kommen wir zum Haidmühler Ortsteil Leopoldsreut. Dort soll die ehemalige Schule zu einem Imbiss umfunktioniert werden – verbunden damit sind einige Querelen. Wie stehen Sie zu diesem Projekt?

Ich finde die Idee ganz gut. Aktuell wird ja die Messstation, die sich in der Nähe von Leopoldsreut befindet, saniert. Dabei wird auch eine Wasserleitung zur alten Schule verlegt. Die Bauarbeiten kommen uns dabei zugute, genauso wie eine 80-prozentige Förderung. Die Gemeinde hat so nur 23.500 Euro an Kosten zu schultern.

Wann ist die Eröffnung der Lokalität in Leopoldsreut geplant? Stehen Sie in Kontakt zum Besitzer?

Ja. Erst kürzlich habe ich mit ihm telefoniert. Er freut sich, dass es endlich losgehen kann. Ihm ist ja der Bau eingestellt worden, da er ohne Genehmigung mit dem Umbau begonnen hatte. Wann genau das Wirtshaus aufmacht, kann ich aber nicht sagen.

Rund um den Umbau der alten Schule in Leopoldsreut ist es in der Vergangenheit zu einigen Querelen gekommen.

Fakt ist jedoch, dass die Initiative für den Wasserleitungsbau vom Institut, das für die seismische Messstation verantwortlich zeichnet, ausgeht?

Nein, die Initiative ging von der Gemeinde aus. Die werkeln im Wald rum. Wahnsinn. Die Gemeinde hängt sich mit der Wasserleitung an diese Bauarbeiten dran. Wir haben auf diese Aktion gewartet, weil wir uns dann Geld sparen.

Welchen Einfluss hat die Messstation auf die Gemeinde? Müssen viele Vorschriften eingehalten werden?

(überlegt kurz) Da ist eh ein Zaun rum. (überlegt nochmal) Bauarbeiten sind in diesem Waldstück eher selten. Und wenn Bäume gefällt werden müssen, ist sowieso der Staat verantwortlich. Ich war noch nicht oben, habe die Baustelle nicht begutachtet – während der Woche kommt man auch gar nicht hin, die Straße ist gesperrt. Meine Söhne haben erzählt, dass es eine wahnsinnig große Baustelle ist.

„Es läuft oft nicht so, wie man es sich vorstellt“

Weiteres Thema in der Gemeinde Haidmühle ist die Ilztalbahn. Zuletzt konnte der Lückenschluss endgültig vollzogen werden. Zudem ist ein erster Schnellzug aus Prag in Nové Údolí eingetroffen. Es geht scheinbar voran.

Der Lückenschluss ist eine super Lösung. Muss ein Fahrgast die rund 1,4 Kilometer vom Bahnhof in Nové Údolí bis zur Bushaltestelle in Haidmühle mit seinem Koffer zu Fuß gehen, zieht es sich ganz schön (lacht). Und nun kann ich bequem mit dem Bus oder gegebenenfalls mit dem Taxi nach Haidmühle fahren.

Wer kommt für die Fahrkosten auf?

Das Landratsamt beteiligt sich daran. Wer es allerdings genau bezahlt, weiß ich nicht.

Fahrgäste, die in Nové Údolí mit dem Zug ankommen, können mit dem Bus in den Ortskern von Haidmühle gelangen – der lange herbeigesehnte Lückenschluss.

Viele Projekte, die es zu bearbeiten gilt. Fühlt man sich angesichts dieser Fülle an Themen nach drei Jahren als Gemeindeoberhaupt nicht ab und zu überfordert – oder allein gelassen?

Allein gelassen? (überlegt) Hm. Es läuft oft nicht so, wie man es sich vorstellt. Gibt es Probleme, die ich nicht gleich lösen kann, kann ich mich aber auf meine Verwaltung verlassen. Auch viele Bürgermeisterkollegen stehen mir zur Seite.

Warum haben Sie sich damals eigentlich dazu entschlossen, Bürgermeisterin zu werden?

Hätte mir vor vier Jahren jemand gesagt, dass ich Bürgermeisterin werde, hätte ich ihn ausgelacht. Meine Kandidatur war eine spontane Sache. Es hat so sein sollen. Ich habe nie gesagt, dass ich unbedingt Bürgermeisterin werden möchte. Mich haben jedoch so viele Leute angesprochen. Irgendwann haben sie mich überredet.

Sie sind also eher „zufällig“ Bürgermeisterin geworden. Heißt das im Umkehrschluss, dass keine weitere Periode folgen wird?

Möchte man in einer Gemeinde etwas erreichen, sind sechs Jahre zu wenig. Wir haben jetzt Halbzeit… (mit Nachdruck) Halbzeit. Das muss man sich mal vorstellen. Wo ist die Zeit geblieben? Will man was auf die Beine stellen, braucht man mindestens zwei Perioden.

In der öffentlichen Wahrnehmung scheint die Gemeinde Haidmühle – auch aufgrund seiner geographischen Lage – etwas außen vor im Landkreis Freyung-Grafenau. Wie sehen Sie das?

Nein, das glaube ich nicht. Wir wurden zur UN-Dekade für biologische Vielfalt ausgezeichnet.

„Das alte Zollhaus auf tschechischer Seite wird saniert“

UN-Dekade-Auszeichnung – was bedeutet das genau?

UN sind die Vereinten Nationen und eine Dekade sind zehn Jahre. In diesem Zeitraum werden besondere Projekte, die die biologische Vielfalt darstellen, ausgezeichnet – und dieses Mal war es Haidmühle. Unsere biologische Vielfalt gefällt denen. Wir haben ein sehr außergewöhnliches Gebiet.

Wie kann Ihre Kommune eine derartige Auszeichnung nutzen? Welchen Mehrwert hat diese Urkunde?

Das wichtigste ist, dass unseren Leuten dadurch vermittelt wird, dass wir eine außergewöhnliche Gemeinde sind. Wir haben ein Alleinstellungsmerkmal, etwas Besonderes. Und genau das müssen wir nun vermarkten.

Zusammenarbeit mit Tschechien: „Jeder ist herzlich willkommen.“

Wir arbeiten zum Beispiel mit Sem Sellner vom KuLaMu-Förderverein zusammen. Einige von der Regierung gehen den Flursteig mit Antenne Bayern. Und auch ein Professor mit Junglehrern wollte sich unsere Natur anschauen.

Ein Pfund könnte sicherlich auch die unmittelbare Grenznähe sein. Wie kann man die Zusammenarbeit mit den tschechischen Nachbarn weiter verstärken?

Wir arbeiten sehr gut mit den Tschechen zusammen. Gleich zu Beginn meiner Amtszeit war die Bürgermeisterin von Tusset bei mir zu Gast. Sie konnte zunächst gar nicht glauben, dass wir etwas mit denen machen wollen. Zum Beispiel wollten wir die Kobold-Sache miteinander in Angriff nehmen. Übers KuLaMu werden wir außerdem demnächst das alte Zollhaus auf tschechischer Seite auf Vordermann bringen.

Welche Verbindungen gibt es noch?

Wir treffen uns öfter.

Gibt es auch irgendwelche touristischen Ambitionen der Gemeinde Haidmühle, was das Nachbarland Tschechien betrifft?

Doch, schon. Jeder ist herzlich willkommen.

Und wie schafft man es, die tschechischen Tagesgäste in den Woid zu bringen?

Mit der Ilztalbahn. Und wir haben auch einen Flyer ins Tschechische übersetzen lassen.

Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen alles Gute.

Interview: Stephan Hörhammer und Helmut Weigerstorfer

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2 Kommentare bei "Haidmühles Bürgermeisterin Margot Fenzl: „Es feid einfach iwaroi z’weit“"

  1. Jupp sagt:

    Von der Bürgermeisterin (Bürgermeister) bis zur Kanzlerin – Schuldenverwalter.

  2. Martin Zellner sagt:

    Hallo,

    ich habe etwas überlegt, ob ich da nochmal einen Kommentar abliefern soll.
    Aber bei nochmaligem Lesen – und Anschauen – dieses Beitrags sind mir weitere Dinge aufgefallen, die mir nicht so glücklich erscheinen:
    In einem Interview viermal das Konterfei der Bürgermeisterin = dreimal Platzverschwendung.
    Das Koboldbild mit dem verkleideten Flüchtlingskind, anlässlich einer MKT-Veranstaltung gemacht, von Franz Kies/Haibischl dem Hogn überlassen = wird von euch ständig zur Lächerlichmachung dieses großartigen Projektentwurfs verwendet.
    Zu den inhaltlichen Äußerungen der Bgmin kein Kommentar, das hat sie selber zu vertreten.
    Nur soviel: die das Projekt ablehnende „Fraktion“ war keine politische, sondern es waren Räte aller Richtungen, die mehr oder weniger gut vorinformiert waren. Da wurden Argumente wie „an jedem Ortsschild steht dann so ein Kasperl“, „müssen wir dann mit grünen und blauen Perücken rumlaufen“, „über 30km neue Wanderwege, wer soll die unterhalten“ usw. genannt, wohlgemerkt unmittelbar vor der Abstimmung. Traurig fand ich das.
    Daß das Projekt hauptinhaltlich die Vernetzung der deutsch-tschechischen Touristenströme mit hervorragenden Ansätzen wie Wasserspielplätzen, grenzüberschreitenden Wanderwegen mit Symbolbeschriftung (von Jiri und Jakob halt), kindgerechter Naturführung in unserer hochgelobten Kulturlandschaft und dem NP Sumava uvm. zum Ziel hatte, haut ihr alle unter den Tisch! Auch traurig.
    Schauts mal vorbei im Bischofsreuter Märchenwald: heuer extrem gut besucht, von Einheimischen, Touristen und auch Tschechen. Das geht!
    Er ist neu hergerichtet und sauber, aber sonst nix. Mit Kobolden wären zeitgerechte moderne Märchengeschichten installiert worden, jetzt stehen da ein paar abgewitterte Hänsel-und-Gretel-Figuren rum. Auch schön, aber von Vorgestern. Liebe Hogner, ihr recherchiert nicht gut. Ein klärendes Treffen sage ICH prompt zu.

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