Ziel erreicht: Andro Grünbergers Universaladapter geht in Serie

Hutthurm. Andro Grünberger hat einen Reiseadapter für alle Steckdosen der Welt entwickelt – und somit das internationale Adapter-Problem ein für alle mal gelöst. Um seine Innovation in Serie produzieren lassen zu können, soll sie über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziert werden. Das heißt: Jeder Interessierte kann sich dort (noch bis kommenden Freitag) einen Adapter vorbestellen – und auf diese Weise zur künftigen Produktion beitragen. Als Minimalziel zur Sicherung der Finanzierung hatte Grünberger 14.000 Euro veranschlagt – mehr als 37.000 Euro sind bis jetzt (Stand: 11. Juli) zusammengekommen. Die Vorgabe wurde somit eindrucksvoll erreicht – und sogar noch deutlich überboten. Der Adapter kann nun definitiv in Serie gehen, worüber Andro Grünberger sehr glücklich ist, wie er dem Hog’n gegenüber mitteilt.

Eine einfache wie geniale Konstruktion: mit den eingebauten Scharnieren passt Arno Grünbergers Universaldapter in jede Steckdose der Welt.

„Das schaut alles sehr gut aus. Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf der Crowdfunding-Aktion“, sagt der 28-jährige Hutthurmer erfreut. Mehr als doppelt so viel Geld wie benötigt sei bereits beisammen. „Das kommt am Ende wieder den Unterstützern zugute“, weiß Grünberger, der mit dem überschüssigen Betrag auch den künftigen Vertrieb optimieren und ausbauen möchte. Mehr als ein halbes Jahr hatte er an Konzept und Umsetzung von „myPowerMate„, dem Reise-Steckdosenstecker, der durch flexible Füßchen in jede Steckdose der Welt passt, getüftelt. Der Adapter verfügt obendrein über einzigartige Zusatzfunktionen wie etwa einen USB-Anschluss, eine Speicherkarte, eine intelligente Ladeeinheit, eine Überlastschutzfunktion und eine Kindersicherung.

Wegen Ausbildung: „Weiß, was ich mit Metall machen kann“

Während der Kampagnen-Laufzeit konnten die Unterstützer einen oder mehrere sogenannter Mates vorbestellen. „Das Prinzip: Je mehr Menschen sich beteiligen, desto besser wird das Produkt am Ende für alle“, so Grünberger. Durch die Produktion von großen Stückzahlen würden Kosten eingespart, die wiederum in zusätzliche Features investiert werden. Ab dem Verkauf von 2.000 Mates würden beispielsweise zwei zusätzliche Farben produziert. Ab 5.000 Mates käme zu jedem vorbestellten Mate eine Produkttasche dazu.

Sein Projekt durfte Arno Grünberger bereits im Fernsehen vorstellen:

Die Idee dazu hatte Grünberger während seiner Weltreise im vergangenen Jahr: Sein Reiseadapter funktionierte nicht mehr – weshalb er sich mit einer Zange sein USB-Ladegerät solange zurechtbog, bis es schließlich in die philippinische Steckdose passte. In den darauf folgenden Wochen arbeitete der gelernte Metallfacharbeiter und studierte Maschinenbauer ein theoretisches Konzept aus. „Durch meine Ausbildung als Metallbauer habe ich ein Gefühl dafür bekommen, was ich mit Metall machen kann und was nur im CAD funktioniert“, teilt der Hutthurmer im Interview mit der Gründer-Plattform „StartingUp“ mit.

Einzelne Bestandteile der Erfindung sind bereits patentiert

Zurück in Deutschland setzte er seinen Plan sogleich in die Praxis um. Erste Prototypen entstanden, die einzelnen Bestandteile seiner Erfindung sind mittlerweile patentiert, die Einhaltung der nötigen Qualitätsstandards von den zuständigen Behörden garantiert.

Seine Adapter sollen in China produziert werden, informiert Grünberger nach dem „Crowdfunding-Go“ für sein Projekt. Das Label „Made in Germany“ sei für sein Startup-Projekt zwar von Reiz, jedoch definitiv zu teuer, zu unwirtschaftlich. „China gilt als Elektronik-Mekka, das Land in dem Knowhow und entsprechende Produktionsmöglichkeiten gegeben sind.“ Der Produktionsstandort China habe sich per Zufall ergeben, im Gespräch mit Teilnehmern an einer Start-Up-Messe in Nürnberg.

Seine Weltneuheit möchte Andro Grünberger dann nach und nach in allen gängigen Onlineshops platzieren – auch im Elektro-Großhandel soll es seinen Universal-Adapter schon bald zu kaufen geben. „Internationaler Vertrieb“ lautet das Ferinziel. „Ich bin sehr guter Dinge, dass wir das erreichen“, zeigt sich der Daniel Düsentrieb aus Hutthurm zuversichtlich, „denn ist eine wirklich tolle Erfindung“.

da Hog’n

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