Befreiung abgelehnt: Ilztalbahn bleibt auf Bürgschaft sitzen

Zu Beginn der Woche noch konnte der Förderverein Ilztalbahn e.V. jubeln: Der Kreisausschuss hat sich am vergangenen Montag dazu entschlossen, den Freistaat Bayern dazu aufzufordern, einen dreijährigen Probebetrieb für einen regulären Schienen-Personen-Nahverkehr zwischen Freyung und Passau einzurichten. Nun – vier Tage später – müssen die Bahnfans um ITB-Geschäftsführer Thomas Schempf und Hermann Schoyerer aber einen Rückschlag hinnehmen. Wie MdL Alexander Muthmann in einer Pressemeldung erklärt, hat der Bayerische Landtag den Antrag der Freien Wähler auf Befreiung der Ilztalbahn GmbH von ihrer Bürgschaft abgelehnt.

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32.000 Euro muss die ITB jährlich für eine Bürgschaft aufbringen. „Das ist Geld, das sie dringend für die Streckenunterhaltung braucht“, weiß Alexander Muthmann. Fotos: Michael Bader

Muthmann ist angesichts der Ablehnung des Antrags durch den Wirtschaftsausschuss des Landtags betrübt: „Das ist schade, denn die Befreiung wäre möglich gewesen.“ Ein kleiner Erfolg war dennoch zu erreichen. „Wir haben die CSU zumindest dazu bewegt, dass Gespräche mit dem zuständigen Wirtschaftsministerium geführt werden. Denn es gibt die Möglichkeit, dass der Freistaat die Kosten für die Bürgschaft übernimmt.“ Auch auf diesem Weg könnte die ITB finanziell entlastet werden. „Dass diese Gespräche in den nächsten Wochen auch stattfinden, das werden wir kontrollieren“, verspricht der Freyunger Landtagsabgeordnete.

Die ITB muss jährlich für diese Bürgschaften zirka 32.000 Euro aufbringen. „Das ist Geld, das sie dringend für die Streckenunterhaltung braucht. Denn ab 1. Juni 2014 muss dies die ITB alleine stemmen“, erklärt Muthmann. „Es muss also dringend nach einer Lösung gesucht werden.“

ITB-Geschäftsführer Thomas Schempf war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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–> Der Antrag im Wortlaut (einfach klicken)

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