Die Stiftung „Wort+Geist“ – aus Sicht der Freyunger Politiker

Freyung.  Die Stiftung “Wort+Geist” – ist das nun eine gefährliche Sekte oder eine harmlose Glaubensgemeinschaft, die der Freyunger Wirtschaft gutes Geld bringt? Darüber haben die Hog’n-Redakteure Stephan Hörhammer und Dike Attenbrunner vor Kurzem diskutiert. Das Resultat: etliche Kommentare bei Facebook sowie auf der www.hogn.de, darunter auch Vorwürfe von Aussteigern gegen die politisch Verantwortlichen der Stadt Freyung. Dass man mit dem Kurhaus ein städtisches Gebäude an die umstrittene Glaubensgemeinschaft vermietet, stößt bei einigen Lesern – gelinde gesagt – auf Unverständnis. Bis auf Maria Degner von der BGStuL, die in Sachen „Wort+Geist“ durchaus Handlungsbedarf sieht, argumentieren Freyungs Stadträte über alle Parteien hinweg mit der Religionsfreiheit und dem Prinzip der Unschuldsvermutung.

Sebastian Gruber: „Teilnehmer missionieren Bevölkerung nicht“

Die Beobachtungen eines Freyunger Bürgers (Name ist der Redaktion bekannt), der den öffentlich zugänglichen Erweckungsabend von „Wort+Geist“ besuchte, zeichnen hingegen ein zumindest fragwürdiges Bild von W+G-Gründer Helmut Bauer und dessen Anhängerschaft.

CSU-Fraktionssprecher Sebastian Gruber

CSU-Fraktionssprecher Sebastian Gruber: „Seit dem Erstvertrag 2007 hat sich nichts an der Entscheidungsgrundlage geändert.“

Die Stadt Freyung scheinen kritische Worte von Aussteigern oder Augenzeugenberichte bis dato wenig bis gar nicht zu interessieren. Geschäftsführer Herbert Graf verweist in einer schriftlichen Stellungnahme lediglich auf die Entscheidung des Freyunger Stadtrats im Jahr 2007 (während der Amtszeit von Peter Kaspar):

Demnach sei dem damaligen Beschluss, das Kurhaus an Wort+Geist zu vermieten, eine enge Abstimmung mit Stadtpfarrer Josef Wagmann und dem Pfarrgemeinderat Freyung vorausgegangen: „In einer Sitzung des Pfarrgemeinderats wurde das Thema seinerzeit mit der Stadtverwaltung erörtert, auch der Sektenbeauftragte der Diözese Passau (Martin Göth – Anm. d. Red.) war bei dem Termin anwesend.“

Sebastian Gruber, CSU-Fraktionsvorsitzender und 2. Bürgermeister, bestätigt dies und fügt hinzu: „Seitdem ist mir dazu keine Anfrage aus der Bevölkerung, der Kirche vor Ort oder eines politischen Gremiums bekannt. Das mag wohl auch daran liegen, dass die Teilnehmer, die sich im Rahmen der Vier-Jahreszeiten-Akademie vier Mal pro Jahr in Freyung versammeln, keinerlei Versuche unternehmen, die Bevölkerung zu missionieren und sie von ihrer Glaubensrichtung zu überzeugen.“

Drexler: „Grundsätzlich gilt in Deutschland die Unschuldsvermutung“

Obwohl es seit diesem Entschluss im Jahr 2007 immer wieder zu kritischen Medienberichten über die umstrittene Glaubensgemeinschaft gekommen ist (etwa 2009 in einem Filmbericht von Frontal21), wollen sowohl die Stadtverwaltung als auch Gruber nicht näher auf die Frage eingehen, ob Wort+Geist möglicherweise gefährlich sei.

Genauso wenig will man sich dort zu folgendem Vorwurf von Rolf Wiesenhütter, Forenbetreiber der Webseite „Irrglaube und Wahrheit„, äußern:

[…] Wir haben auch den Bürgermeister von Freyung (Wiesenhütter zufolge: Bgm. Olaf Heinrich – Anm. d. Red.) angeschrieben und darauf aufmerksam gemacht, an wen dort regelmäßig das Kurhaus vermittelt wird. Damals wurde uns mitgeteilt, dass man dies kurzfristig beenden wolle. Bis heute ist der Bürgermeister bei uns im Wort. Aber es scheint nicht zu interessieren. Die Belebung der Region scheint wichtiger zu sein als der Schutz von Menschen vor einer Organisation, die nach Aussagen vieler Geschädigter mehr zerstört als aufbaut. […]
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FDP-Stadtrat Gerhard Drexler: „Um die ‚Aussteigersituation‘ zu beurteilen, fehlen mir die Fakten und die Beweise von Rechtsverstößen.“

Auch FDP-Stadtrat Gerhard Drexler, der es nach eigenen Angaben als gläubiger Christ in der römisch-katholischen Kirche „grundsätzlich gut findet, wenn Menschen sich friedlich mit dem Glauben beschäftigen“, sieht aktuell keine Gefahr: „Um die ‚Aussteigersituation‘ zu beurteilen, fehlen mir die Fakten und die Beweise von Rechtsverstößen – grundsätzlich gilt in Deutschland die Unschuldsvermutung.“

Ödp-Stadträtin Renate Ruhland sieht sich ebenfalls nicht imstande, ein Urteil darüber zu fällen, ob Wort+Geist gefährlich ist: „Ob beziehungsweise inwiefern diese Gruppierung sektenähnliche Züge mit eventuell gefährlichem Charakter im Hinblick auf die Mitglieder trägt, kann ich nicht beurteilen.“ Sie verweist allerdings darauf, dass eine Nachfrage bei zuständigen Stellen wie die des Sektenbeauftragten sicher hilfreich wären.

Degner: „Die wirtschaftlichen Interessen nun in den Hintergrund stellen“

Ruhland glaubt des Weiteren aus dem Kommentar des ehemaligen W+G-Mitglieds Margot Spittaler  („ich war 8 jahre dabei und kann nur inständig warnen! diese gruppierung zerstört systematisch familien, ehen und menschen. sie werden stückchenweise entleert und mit neuen inhalten gefüllt und völlig entmenschlicht.“) schließen zu können, „dass es diese Frau zum einen immerhin 8 Jahre ausgehalten hat, und zum zweiten, dass offenbar ein Ausstieg (jederzeit?) möglich ist.“

Einzig BGStuL-Fraktionssprecherin Maria Degner ist der Meinung, dass die momentane Situation prekär ist: „Ich denke, dass, seit damals beschlossen wurde, W+G ins Kurhaus zu lassen, die – nennen wir es mal – Bekehrungen durch W+G an Intensivität zugenommen haben – und nun unbedingt der Zeitpunkt ist, die wirtschaftlichen Interessen für die Stadt und die Geschäfte in den Hintergrund zu stellen.“ Ihres Erachtens nach bestehe ansonsten durchaus die Gefahr, dass Freyung den Ruf als „Sekten-Hochburg“ bekommen könne.

Geschäftsführer Graf: „Stadt Freyung respektiert die Religionsfreiheit“

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BGStuL-Fraktionssprecherin Maria Degner (links): „Es besteht meines Erachtens durchaus die Gefahr, dass Freyung nach außen hin den Ruf einer „Sekten-Hochburg“ bekommt.

Ruhland und ihrer ödp-Kollegin Elisabeth Tesche sind indes noch keine Klagen oder Ähnliches zu Ohren gekommen. Auch Neu-MdB Drexler sehe nicht, dass die wirtschaftlichen Interessen in diesem Fall wichtiger sein sollten als die gesellschaftlichen: „Grundsätzlich freut es mich, wenn das Kurhaus gut ausgelastet ist und die Bürger der Stadt Einnahmen haben. Die Mitglieder von W+G wirken auf mich sehr zufrieden und scheinen glücklich zu sein. Ich persönlich nehme die Urlaubsgäste von Wort+Geist als sehr freundlich wahr.“

Einer Glaubensgemeinschaft, die bereits mehrmals Gegenstand von überaus kritischen Medienberichten war, ein städtisches Gebäude zu vermieten, sei aus städtischer Sicht auch nicht gleichzusetzen mit einer Legitimation dieser Gruppierung, so Drexler. Im Gegenteil: „Rechtlich gesehen ist es nicht unbedenklich eine Gruppierung, Partei oder Glaubensgemeinschaft von der Vermietung einer öffentlichen Veranstaltungshalle auszuschließen.“ Eine Vermietung sei allerdings auch keine Freisprechung für den Mieter in irgendeiner Form, betont der FDP’ler gleichzeitig. Aber auch hier gelte grundsätzlich die Unschuldsvermutung.

Ruhland: „Eine Reaktion des Stadtrates erscheint nicht erforderlich“

Geschäftsführer Herbert Graf: „Die Entscheidung, das Kurhaus an W+G zu vermieten, wurde bereits 2007 im Stadtrat getroffen.“ F: da Hog’n

Handlungsbedarf sieht man jedenfalls seitens der Stadt nicht. Stattdessen verweist Geschäftsführer Graf auf die Religionsfreiheit: „Die Stadt Freyung respektiert das grundgesetzlich verankerte Recht auf Religionsfreiheit und maßt sich nicht an, über einzelne Glaubensgemeinschaften zu urteilen. Vor diesem Hintergrund ist die Vermietung des Freyunger Kurhauses an Wort und Geist nicht infrage gestellt, solange keine neuen, gravierenden Informationen über den Mieter vorliegen. Dies ist jedoch nicht der Fall.“

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ödp-Stadträtin Renate Ruhland. Foto: ödp Freyung

Auch Gruber lässt Ähnliches verlauten: „Grundsätzlich gilt auch hier, die im Grundgesetz verankerte Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses (Art. 4 GG) zu wahren. Ob die Glaubensgemeinschaft sektenähnliche Strukturen vorweist und manipulative Vorgehensweisen anwendet, erlaube ich mir persönlich nicht zu beurteilen. Für welche Glaubensgemeinschaft man sich entscheidet, ist jedem Einzelnen selbst überlassen. Wichtig ist, dass der Zu- und Austritt aus freien Stücken erfolgen kann, was meines Wissens bei W+G möglich ist und Aussteiger bestätigen.“ Seit dem Erstvertrag 2007 habe sich deshalb an der Entscheidungsgrundlage nichts verändert, so Gruber, weswegen seiner Einschätzung nach kein Handlungsbedarf bestehe.

Ruhland hält es ebenfalls mit der Religionsfreiheit. Ihr erscheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Reaktion des Stadtrates nicht erforderlich. „Was jedoch nicht ausschließt, dass – falls es tatsächlich Probleme geben sollte – eine erneute Diskussion im Stadtrat geführt werden kann.“ Drexler wäre hingegen an einem Gespräch des Bürgermeisters Dr. Olaf Heinrich mit W+G-Gründer Helmut Bauer und Forenbetreiber Rolf Wiesenhütter interessiert, über das der Bürgermeister anschließend im Stadtrat berichten solle.

Wort+Geist ist kein Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes

Nur Degner sieht dringenden Handlungsbedarf für die Stadt: „Wie lange die Mietverträge noch laufen, entzieht sich leider meiner Kenntnis, genauso ob eine vorzeitige Beendigung des Mietvertrages überhaupt möglich ist. Auch denke ich, dass sich die evangelische und katholische Kirche, vor allem das Bistum Passau, wo es ja auch einen Referenten für Religions- und Weltanschauungsfragen gibt, mit W+G befassen müssen.“

Eine Anfrage beim Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus lässt indes keine weiteren Schlüsse darüber zu, wie man mit Wort+Geist verfahren soll. Auch wenn die Gruppierung dort ebenfalls nicht unbekannt ist: Wie Dr. Ulrich Seiser, der als Referatsleiter in der Grundsatzabteilung unter anderem für die Kontaktstelle für Sekten und Psychogruppen zuständig ist, auf Hog’n-Nachfrage mitteilt, „hat das Bayerische Innenministerium im Jahr 2009 berichtet, dass Wort und Geist kein Beobachtungsobjekt des Verfassungschutzes ist. So gesehen können auch wir die Gruppe nicht offiziell als ‚konfliktträchtige Sekte‘ einstufen.“

Dike Attenbrunner

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12 Kommentare bei "Die Stiftung „Wort+Geist“ – aus Sicht der Freyunger Politiker"

  1. Sonja Huber sagt:

    Laut den „Beobachtungen eines Freyunger Bürgers“ finden sich bei W+G viele Kennzeichen einer Sekte. Anscheinend sind der Stadt da finanzielle Interessen einfach wichtiger als der Schutz von Menschen vor Sekten. Und das angebliche ‚Nicht-Wissen‘ einiger Stadträte/innen ist doch nur eine Ausrede. Immerhin könnten die Damen und Herren ja einfach mal an so einem W+G-Treffen teilnehmen. Diese finden ja schließlich oft genug bei uns statt…da sollte sich doch für jeden ein geeigneter Termin finden.

  2. Offenbar hat man in Freyung die jüdisch – orthodoxe Keuschheitsbrille in den Behörden eingeführt, die auf eine Entfernung von fünf Metern keine Sicht mehr zulässt, weil dann die Brille ihre Gläser in Milchglas verwandelt. Erfunden wurde die Brille, damit die streng Orthodoxen nicht der Fleischeslust verfallen. Meiner Meinung nach hat Wort und Geist erheblich mehr mit Fleischeslust zu tun als mit den Inhalten der Bibel. Man sieht in den Rathäusern keine strafbaren Handlungen. Das mag sein. Aber man sieht offensichtlich auch nicht, wie uneser Grundgesetz bei W+G bewertet wird. Wie ist das mit dem grundgesetzlichen Schutz von Ehe und Familie? Herr Bauer vertritt die Auffassung, dass die Ehe eine Bindung ist, aus der man sich lösen muss, und etliche Aussteiger berichteten schon von Sanktionen innerhalb der Sekte wegen Gehorsamsverweigerung in diesem Punkt. Man zieht sich zurück auf die Formel Religionsfreiheit. Ich habe das Bundesjustizministerium angeschrieben und deutlich gemacht, dass Freiheit immer da endet, wo der Nächste in seiner Freiheit eingeschränkt wird. Aus meiner Sicht ist es eine erhebliche Einschränkung der persönlichen Freiheit, wenn Menschen per Gruppenzwang manipuliert werden, ihre vertraulichste Umgebung zu zerstören, weil zwischenmenschliche Beziehungen verteufelt werden. Solche Sekten zerstören aus meiner Sicht das Herzstück gesellschaftlichen Zusammenlebens, aber die Politik sieht keinen Handlungsbedarf. Politikverdrossenheit entsteht auch dadurch dass dem Bürger vermittelt wird, er sei uninteressant und schutzlos.
    Im Justizministerium weiß man mit der Anmerkung, dass Religionsfreihet auch Missbrauch von Religionsfreiheit auslösen kann, offensichtlich nichts anzufangen. Aber Religionsfreiheit darf nicht soweit gehen, dass der Staat gegen Missbrauch handlungsunfähig ist. Eine Sekte, die einerseits Religionsfreiheit für sich in Anspruch nimmt andererseits aber tagtäglich Religion verteufelt und über Kirchen und Gemeinden übelst schimpft, dabei öffentlich verkündigt, dass man selbst weder christlich noch eine christliche Gemeinde sei, verhöhnt die Menschen. Die Politiker in ihrer nicht nachzuvollziehenden Haltung verhöhnen sie dabei ebenfalls und ziehen sich mit Scheinargumenten aus der Verantwortung. Wer informiert sein will, der hat auf kürzestem Weg die Möglichkeit. Auf unserer Seite http://www.irrglaube-und-wahrheit.ch/forum231.html finden sich über 90!! Kirchen und christliche Einrichtungen, die sich auzsdrücklich von W+G distanzieren und davor warnen mit Quellenangabe. Man kann Kirchen und Sektenbeauftragte sofort kontaktieren. Darüber hinaus gibt es über 70!! Aussteiger – Hilferufe. http://www.irrglaube-und-wahrheit.ch/forum224.html
    Ein Skandal ist nicht nur, dass es offenbar keine rechtlichen Mittel gibt, Sekten wie W+G zu stoppen oder zumindest in die Schranken zu weisen, sondern ebenso, dass Politiker trotz eindeutiger Berichterstattung keinen Handlungsbedarf sehen. Da drängt sich einem zwangsläufig der gedanke auf, dass auch hier Wirtschaftsinteressen das Wohl der Menschen, vor allem der vielen betroffen Kinder mit Füßen treten.

  3. Ich vergaß noch die Aussagen, dass man es ja schließlich acht Jahre bei W+G aushalten konnte, und dass ein Aussteigen jederzeit möglich sei. Solche Argumente zeigen, dass man sich definitiv nicht mit der Materie auskennt und auch nicht bereit ist sich sachkundig zu machen. Als Aussenstehender kann man süffisante Vorwürfe an die Geschädigten formulieren. Aber hier spricht die ahnungslosigkeit über die Wirkweise von Gruppenzwang. Man kann sich nicht einfach entcheiden auszusteigen, wenn man jahrelang manipuliert wird, den Verstand auszuschalten und jede seelische Regung zu eleminieren. Die meisten Aussteiger die ich kennengelernt habe, sind nicht aus eigener Entscheidung gegangen, sondern aufgrund von Repressalien aus Mangel an Kadavergehorsam, oder weil bei ihnen nichts mehr zu holen war rausgedrängt wurden. Wenn jemand wie Helmut Bauer sich als im Fleisch sichtbar wiedergekommener Christus feiern lässt und Plakate druckt, damit seine Anhänger davor niederknien und ihn anbeten, dann müssten klar denkende Politiker extrem pathologische Züge erkennen. Jemand schrieb mir, dass wenn in den Veranstaltungen von W+G über Gott gesprochen wird, der Redner mit dem Finger auch Bauer zeigt. Die Frage ist doch, weshalb ich sowas in Lübeck weiß, während man in Freyung vor der Haustür keine Informationsmöglichkeiten und damit keinen Handlungsbedarf sieht. Übrigens, nicht alles was strafrechtlich irrelevant ist, wird damit automatisch zu wiederspruchsfreier Akzeptanz. Wort und Geist ist komplett inhaltlich zu verwerfen. Jeder der mit offenen Augen sieht, was aus den Menschen wird, die in diese Fänge geraten sind, wird dem zustimmen. Ich selbst habe viele „Ehemalige“ als Seelsorger zum Psychiater schicken müssen.

  4. Stefan Wogatzki sagt:

    Liebe Freyunger Politiker,
    manchmal reicht es nicht, ein Problem oberflächlich zu betrachten. Sie dürfen sich nicht davon blenden lassen, dass die W+G-Besucher euphorisiert sind während sie in Freyung verweilen. W+G zerstört den Alltag der Anhänger dadurch, dass man dort aufgefordert wird, die Audio-Botschaften (viele Stunden pro Woche) zu hören bzw. an deren „Akademie“ teilzunehmen, dass man sich permanent einreden soll wie göttlich man ist und wie alles immer besser wird, während man selbst zu einem eingebildeten religiösen Spinner wird, der sich von den normalen Menschen innerlich abkapselt. Haben Sie schon einmal inkognito eine W+G-Veranstaltung besucht? Die Prediger schreien einen an und reden einem ständig ins Gewissen, sie manipulieren mit Rhetorik, Charisma und gezielt ausgewählter Musik.
    Ich bin dort hinein geraten, weil ich völlig unkritisch die verlockenden Botschaften für wahr gehalten habe. Es klang halt zunächst einmal gut. Menschlich war es aber hinter den Kulissen eine Katastrophe. Mein Ausstieg war dann auch von schweren Depressionen und dem Verlust meines damaligen Freundeskreises begleitet. Gott sei Dank heilen auch diese Wunden. Aber die Tatsache, dass ich mich noch immer mit W+G befasse, zeigt Ihnen vielleicht, dass es eine sehr prägende und schlimme Erfahrung war.
    Mir ist klar, dass man nicht einfach so Verbote aussprechen oder Mietverträge kündigen kann. Daher auch ein ganz anderer Vorschlag von mir: Sorgen Sie dafür, dass man sich in der Bevölkerung offen und kritisch mit dem Thema befasst, denn hinter vorgehaltener Hand wird doch sowieso darüber gesprochen. Sorgen Sie in den Schulen dafür, dass Kinder und Jugendliche sich auch einmal als Unterrichtsthema mit neureligiösen Gruppierungen befassen und dabei unter anderem über W+G diskutieren. Im Umgang mit Helmut Bauer oder anderen W+G-Vertretern, seien Sie freundlich, offen und fair, aber auch kritisch und wachsam.

  5. Fritz Graf sagt:

    Solange kein einziger Beweis vorliegt,dass diese Gemeinschaft, Menschen in deren persönlichen Freiheit, Entwicklung und Entfaltung beeinträchtigt, solange sollte man diese Menschen, wie alle anderen unbescholtenen Bürger behandeln. Dies schließt aber nicht aus, mal näher hinzuschauen. Glaubensfreiheit gut. Gutgläubigkeit schlecht. Da Fritzn Fritz

  6. Sehr geehrter Herr Graf,

    wenn Sie Beweise wollen, dann sprechen Sie doch einmal mit Aussteigern dieser Sekte. Davon gibt es mittlerweile Hunderte, möglicherweie weit über Tausend. Was für Beweise wollen sie denn? Wieviele Kontakte zu Aussteigern darf ich für Sie herstellen? Wie wäre es mit einem Immobilienmakler in Ihrer Gegend, der sowohl seine Frau als auch 100.000 Euro verloren hat?

    Sie reden von Religionsfreiheit und greifen irgendwelche Plattitüden damit auf. Kennen Sie die Religion von Wort und Geist? Heißt Religionsfreiheit das Schädigen von Gutgläubigen? Ich beobachte und dokumentiere W+G seit über sechs Jahren, habe 3.000 Tonträger dieser Sekte ausgewertet und vieles in meinem o.g. Forum bereits veröffentlicht. Die Stadt Freyung hat durch W+G soviel Geld eingenommen, dass man mich ohne Weiteres als Fachreferenten ins Stadtparlament einladen könnte, damit ich anhand von Originalmaterialien einmal eine substantielle Aufklärung leisten kann. Dazu würde ich einige geschädigte einladen, die über ihre erfahrungen live berichten. Bisher stellt man sich dort allerdings blind und taub. Falls man in Freyung nicht weiß wie man mich findet, hier meine korrekte Anschrift:
    Dipl. theol. Dr. h.c. Rolf Wiesenhütter; Krummesser Landstr. 17; 23560 Lübeck.

  7. Fritz Graf sagt:

    Sehr geehrter Herr Dipl. theol. Dr. h.c. Rolf Wiesenhütter,
    als, wie ich glaube unbescholtener Bürger der Stadt Freyung, habe ich mir lediglich erlaubt meine Meinung kundzutun. Ich habe mich weder pro noch contra über W + G geäußert. Aufgrund der bisherigen Kommentare wollte ich nur grundsätzlich klarstellen, dass vor dem handeln das ermitteln stehen sollte. Ich glaube das unsere Politiker sehr wohl in der Lage sind mit dieser Situation so umzugehen, dass es zum Wohle der Bevölkerung ist. Ihre agressive Reaktion lässt einiges vermuten. Meinen Kommentar als Plattitüde zu bezeichnen ist respektlos und zeigt, wie sie mit Menschen umgehen die nicht Ihrer Meinung sind. Wenn Sie so mit unseren Politikern korrespondieren, brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn man sich blind und taub verhält. Überdenken Sie mal Ihre arrogante Art.

  8. Sehr geehrter Herr Graf,

    ich schrieb, dass Sie Plattitüden der Politiker aufgreifen, die Begriffe wie Religionsfreiheit al Enstschuldigung dafür nehmen, sich nicht informieren zu wollen. Meine Absicht war nicht, sie persönlich erabzusetzen. Wenn sie das so verstanden haben, bitte ich um Entschuldigung. Wenn W+G selbst immer wieder betont, keine Religionsgemeinschaft zu sein, und Aussagen wie „…man sei dort auch kein Christ“ unwidersprochen von der Führung der Sekte bleiben, ist das für einen Normalbürger nicht nachvollziehbar, warum die Machenschaften der Sekte ausgerechnet unter den Schutz von Religionsfreiheit stehen sollen. Hier wird ein Rechtsgut in Anspruch genommen, das sachlich garnicht greift. Ich jedenfalls sehe darin einen geduldeten Missbrauch von Religionsfreiheit. Man könnte allenfalls von Glaubensfreiheit sprechen. Diese kann allerdings nicht soweit gehen, dass sie andere Bestandteile unserer Rechtsordnung ausser Kraft setzt. Um es hier nochmal zu verdeutlichen was dort tatsächlich abgeht: Am 23.2.13 sagt Helmut Bauer in einer Veranstaltung: „Ich bin ein gefährlicher Mann.“ Den Tonträger stelle ich gern zur Verfügung. Am 21.2.2011 sagt Bauer in seiner sog. „Wort und Geist Akademie: „Komm – hier steht der Christus vor dir – nimm Haltung an,mein Freund!! Du redest mitdem,der das All ganz und gar beherrscht. Hör auf mit diesen religiösen Phrasen. Ist ja bereits hier. Steht ja vor dir! Schau doch und nimm wahr, und du wirst mich erkennen.“ Man muss sich ernsthaft fragen, zu was Menschen fähig sind, die eine solche Selbstreflektion haben. In Jonestown führte das schonmal zu 900 Toten, die sich aufgrund ihres „Gottes“ kausal verbrannten. Bereits auf einer Veranstaltung im August 2008 sagte ein Mitarbeiter von Bauer, und er wurde in einer nachfolgenden Rede ausdrücklich von Bauer gelobt: “ Alles was nicht wahrhaftig ist, bekommt jetzt eine letzte Chance, entweder sich auf den Weg der Wahrheit zu begeben, oder die Region, wo die Söhne und Töchter Gottes herrschen, zu verlassen.“ Natürlich geht es um Wahrheit nach dem Gusto von Bauer. Solche Töne erinnen jedenfalls mich an Parolen aus dem 3. Reich. Dieser Herr Thomsen stellte bereits damals Bauer mehrfach als 2. Messias vor. Bauer selbst sagt dazu in einem eigenen Vortrag: „Kommt zu mir, ich gebe euch das Leben, und seine Nachfolger erklären entsprechend: „Ich folge nicht Gott, ich folge Helmut Bauer. Am 9.10.2010 sagte Helmut Bauer in einer öffentlichen Veranstaltung, der Tonträger konnte von Internetseiten der Sekte heruntergeladen werden: „…sagte der „Geist“ zu mir: Helmut, diese Familien, die sich so gut anhören, und die so hoch gehoben werden, sind menschlich! Nur menschlich. Und ich sagte: Herr, was willst du mir denn damit sagen? Und dann nahm ich die Tageszeitung, und da stand drinnen: Die neue Religion der Deutschen. Was meinst du, was drinnen gestanden ist? Familie! Familie, die neue Religion der Deutschen! Und ich sagte: Herr, was ist das? Und er sagte, das ist das, was ich nicht will. Ich will nicht diese seelischen Bindungen. Ich will neue Familien gestalten. Freie! Ich will das Menschliche wegnehmen und das Göttliche setzen.“ Für mich ist das ein klares Bekenntis gegen Ehe und Familie und damit gegen das deutsche Grundgesetz. Auf der gleichen Veranstaltung sagt der Mitarbeiter Bauers Roger Derwand wörtlich: „Verleugne das Menschliche, verleugne deine Vergangenheit und verleugne das, was man deine Familie nennt, wenn sie dich halten will. Verleugne es lieber. Verleugne deine frommen Wünsche. Verleugne alles, was man dir vor dieser Zeit gesagt hat. Christus ist mein Leben, sterben ist mein Gewinn. Wenn ich dem sterbe was mich noch binden will, ist es doch mein Gewinn. Mir geht es doch besser, wenn ich dem gestorben bin.“ Bei wort und und Geist findet aus meiner Sicht eine vom Sektenführer verordnete Entmenschlichung statt. Alles harmlos? Ungefährlich? Hier findet eine Zentrierung, eine Fixierung auf die Person Bauer statt, der persönliche Beziehungen verteufelt. Dadurch werden Menschen dahin manipuliert, sich aus dieser Welt zu verabschieden und Bauer Kadavergehorsam zu leisten. Wozu religiöser Fanatismus imstande ist, können wir uns tatgtäglich im Fernsehen ansehen. Gerne stellen ich Ihnen einen Videoclip zur Verfügung, der den Stellvertreter Bauers Taade Voß zeigt, damit Sie einmal sehen wie bei W+G Fanatismus und Dummheit zusamengeführt werden. Wenn diese beiden Elemente zusammenfließen, dann wird es unberechenbar. W+G, das ist aus meiner Sicht eine tickende Zeitbombe, die man schleunigst entschärfen müsste um Schlimmeres zu verhindern.

  9. Wie weit die Indoktrination bei W+G geht mag man an einem weiteren Zitat von Herrn Derwandt erkennen, das mir ebenfalls auf einem Tonträger im Original vorliegt: „“Gott hat mir gesagt: Wenn ich jetzt ein Bild hier schießen würde mit meinem IPhone, dann würde ich den Apostel fotografieren. Wenn sich alle dem Gesandten hingeben. Weil, das ist der Gesandte, durch ihn bin ich alles, und ich bin völlig in ihm. Ich hatte mal so ein Bild, ich bin der Pfeil im Köcher des Apostels. Ich, da ist nichts mehr. Wenn ich hier stehe, steht der Apostel hier. Wenn der Apostel hier steht, bin ich mit allem in ihm. Wenn ich mit allem in ihm bin, das ist mein Leben.“

    Bauer nennt das Freiheit durch Gott. Ich nenne das Versklavung in eine kranke Ideologie. Man kann es sogar auf facebook inzwischen nachlesen: „You are the sky in which I can fly so high …und FREI! DANKE Du bist der Beste, ich liebe Dich immer! Gott auf dieser Erde. Du bist wirklich das Tor direkt ins Herz von unserem Papa und damit direkt in Gott. Das Schönste!“ Apostel, Gesandter, Führer eines Volkes – alle diese Titel sind aus meiner Sicht reine Wahnvorstellungen. Ein Wahnsinn, der staatlich geschützt wird durch ein Konstrukt, dass mit Religionsfreiheit betitelt wird. Anstatt die Bürger zu schützen, machen unsere Politiker Gesetze, die es erlauben dass man wegen eine Pfandbons von 20 Cent nach mehr als 20 Jahren Betriebszugehörigkeit fristlos gekündigt werden kann. Man kan nur offenbarung 3 zitieren wo es heißt: „Kauft euch Salbe für eure Augen, damit ihr sehen könnt!“

  10. Für die Leser hier gebe ich gern noch ein Beispiel, wie bei W+G mit den Inhalten der Bibel umgangen wird. In dem Vortrag „Auf`s Bewusstsein kommts an“ den Helmut Bauer am 19.3.11 sagt Bauer Folgendes:

    „Du hast diese Sünde verlassen, du bist der Sünde gestorben, ok? Wenn du der Sünde gestorben bist, was interessiert dich dann Sünde? Da müssen wir schon klar bleiben. In Christus gibt es das nicht. Und wir sollten uns ja in Christus sehen, nicht außerhalb. Wenn du außerhalb bist, ok, dann ärgere dich mit der Sünde umher. Ist dir erlaubt. Aber innerhalb Christi gibt es das ja nicht. Wie soll denn das funktionieren? Was hat Licht mit Finsternis zu tun? Wie soll das funktionieren, wenn du einen intakten Gott bei dir wohnen hast? Mein Gott ist tausend mal stärker als diese komischen Dinge. Und ich habe einen sehr freudigen Vater. Und so wie der Vater, so der Sohn. Freudig! Der sagt sogar zu mir: Freue dich allezeit. Und er sagt: Mein Sohn, die Freude ist ein Messinstrument deiner Kraft. Und ich bin nicht kraftlos.“

    Etwas später sagt Bauer:
    „“Dann schauen wir mal rein, was so allgemein diese Christenheit für göttlich hält. Gehen wir mal ganz tief rein ins Fundament. So, wie diese Welt hier um dich herum geprägt ist. Die Welt um dich herum hat ja auch einen Gott. Sie sagen es ja. Und sie glauben es ja anscheinend auch. Und dieser Gott hat einen Ausdruck. Und diesen Ausdruck messen sie in Frömmigkeit. Man ist da ein ganz ein frommer Mensch. Man wird dann da selig gesprochen. Aber erst, wenn`s dich nicht mehr gibt. Solange es dich gibt, gibt e nichts mit Seligsprechung. Das könnt ihr euch gleich abschminken. Aber beim Apostel Bauer muss man darauf achten, dass man ihn ja nicht anbetet. aber du kannst mich ja gar nicht anbeten. Gott ist ja in dir. Und in mir ist er auch. Da kommst du durcheinander mit der Anbeterei.“

    In dieser Form verspotten Bauer und seine Helfer permanent das Christentum.

    Im selben Vortrag sagt bauer über die Poster die er drucken ließ, damit seine Schäfchen sein Bild anbeten können:
    „Ja, aber der lässt ja Poster von sich machen. Ja, Gott sei Dank. Als die Leute mir gesagt haben: Das Foto, das tut uns so gut – es gibt ja Bilder, die haben eine Ausstrahlung -aber Bilder von der gefallenen Welt, von Künstlern, die hänge ich mir rein. Da bin ich stolz, dass ich von der gefallenen Welt etwas präsentieren kann. Aber wenn es dann mal einen Christus gibt, der strahlt bis hinter die Ohren, und hängst dir den hin, dann kommt der Religiöse hoch. Darum habe ich es ja gemacht. sonst hätte ich es eh nicht gemacht. Ich habe mir gesagt: Ja, lass die Poster machen, damit die religiösen Geister gehen. Du musst ja schon ganz schön verrückt sein, wenn du dir von einem, dem du nachfolgst nicht einmal mehr sein Bild anschauen kannst und dich freuen kannst darüber.“

    Etwas später sagt er dann dieses:

    „Wo wird ein besonders frommes Leben in den religiösen Kirchen praktiziert? In den Klöstern. Das erste eines besonders frömmelnden Lebens ist Enthaltsamkeit. So große Segnungen wie Sex: No! Der Segen Gottes – ja, das glauben sie doch. Darum gibt es eine Priesterschaft, die das vorlebt. Da müssen wir schon klar sein. Oder sie sagen es zumindest, aber das ist nicht meine Sache. Also: Enthaltsamkeit, kein Sex. – Danke schön, Vater. Ich bin dein Sohn, bin gerecht, aber fleischliches Bedürfnis habe ich nicht.
    Das zweite: Du gibst all das, was du dir bis dorthin erworben hast, gibst du weg und lebst in Armut. Dann sagen sie, stell dir mal vor: Ist der fromm! Der hat alles weggegeben, der hat sich voll Gott hingegeben und arbeitet den ganzen Tag. das ist wiederum eine Segnung. Betet den ganzen Tag, hat nicht einmal mehr Kleidung, zieht sich eine Kutte drüber. Einheitskleidung, hat ja nichts mehr. Das ist wie bei Jesus damals, der hat auch nichts gehabt. Nicht mal einen Platz, wo er sein Haupt hingelegt hätte. Wie tief sitzt das drinnen, in diesen Seelenmenschen? Wie stark ist der geprägt von denen? Da kannst du echt Eindruck schinden. Und wenn du dann noch ein frommes Gesicht aufsetzt dabei, die nötige Abstrahlung kommt dazu. Das sind dann religiöse Geister, die natürlich auch aktiv sind und beeindrucken, und schon hast du dieses Bild. Höchst unattraktiv. Kutte, Jesuslatschen, arm, Tafel, – macht dir gar nichts mehr aus, dass du arm bist. Findet du total in Ordnung, das ist absolut göttlich. Das sitzt tief drin. aber mit der Sexualität bist du ja erleuchtet. Kein Problem mehr, du herrscht ja völlig drüber. Kannst ja sehen, wie sie herrschen drüber, weltweit kannst du das besichtigen, da gibt es ja einige hunderttausend Fälle, wo das hinführt. Und das ist göttlich!
    Ich programmiere dich gerade um. Diese Dinge kommen dir nicht mehr in die Hütte. In die Stiftshütte. Nie mehr. Das heißt, ich mach dich für die religiöse Welt unbrauchbar. (Die Zuhörer brüllen laut: Jaaaaaaa!) Wenn du noch brauchbar sein willst, darfst du nicht zu mir kommen. Ehrlich. Ich bin da ganz klar zu dir. Ich hab mit dem nichts am Hut. Wir sind eine Freikirche, ich bin frei von Kirche. Frei von diesem religiösen Mantel.
    Ich habe mich ja früher amerikanisch orientiert, und da wurde mir gesagt: Pass auf! Es gibt drei Dinge, die musst Du meiden. Sex, Macht und Geld. Dann hast du all das, was der Sohn bekommen hat, abgegeben. Jegliche Autorität. Wenn mir das heute jemand sagen würde, dann würde ich sagen: Hey, hör auf mich zu verfluchen, wo sind wir? Ich bin ein Sohn. Ich muss nicht Angst haben. Ich bin ein Geleiteter, Geführter. Ich bin ein Sohn, ein Christus mit Autorität. Ich fürchte mich nicht vor Sex. Ich fürchte mich nicht vor dem Fallen. Wo soll ich denn hinfallen? Rausfallen aus der Gunst Gottes, wie soll denn das gehen? Ich fürchte mich nicht vor Macht. Ich bin ja hier, um die Macht anzutreten, anstatt dem Teufel. Ich fürchte mich auch nicht vor Geld. Geld dient mir. Begleitet mich. Wir leben alle in diesem göttlichen Reichtum. Nicht in Armut. Das ist nur eine Frage deines Bewusstseins.
    Und was geschieht? Du bekommst Angst. Hoffentlich geht diese Frau jetzt nicht mit mir in diesen Raum. Hoffentlich schaffe ich es, mein Geld wirklich göttlich zu verwalten. Das sind doch die Gedanken, die dabei sind. Hoffentlich werde ich nicht stolz und greife nach der Macht.

    Und schon bleiben diese drei Segnungen dir verwehrt.

    Wo ist dein Bewusstsein? Wo lebst Du? Lebst du schon im Neuen? Oder bist du noch im Alten zuhause? Der Alte Bund war genau so. Voller Gesetze, voller Regelungen. absolut so. aber das Neue ist anders. Das Neue geht nicht an die Korinther oder Epheser oder Kolosser, sondern an die Söhne.“

    Bauer offenbart hier deutlich sein Anliegen. Worum geht es ihm? Geld, Macht und Sex als die eigentlich göttlichen Segnungen herauszustellen. Bisher vernahmen wir immer die Lüge von der angeblichen Reinheit bei W+G. Alles sollte lediglich auf geistlicher Ebene geschehen. Nun sagt Bauer, vermutlich unfreiwillig aber immerhin, die Wahrheit, was seine Sekte ausmacht.

    Aus biblischer Sicht ist das alles Unfug in Hochpotenz, aber es bringt viel Geld ein, ermöglicht die freie Sexualität unter denen, die ihm nachfolgen und erlaubt Macht, jedenfalls über die Verführten. Wenn Bauer sich erdreistet, hier über Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche herzuziehen, dann kann man ihm nur empfehlen, über das Leid und deren Wiedergutmachung nachzudenken, dass er selbst durch seinen Irrsinn über Ehen, Familien und Gemeinden gebracht hat. Ganz sicher hat niemand, der gefehlt hat es nötig, sich ausgerechnet von Helmut Bauer vorführen zu lassen.

    Das ist nicht Evangelium, sondern abscheuliche Lüge, weil nichts von dem Gesagten mit der Bibel in Einklang zu bringen ist. Für mich ist Bauers Indoktrination charakterlos, unehrlich und schmutzig. Kein Mensch sollte das in irgendeiner Form unterstützen.

    Die Bibel sagt: Geht aus, von der Hure Babylon.

  11. Piety sagt:

    Wenn Herrn Bauer so sehr, wie von Herrn Wiesenhütter beschrieben, von sich überzeugt ist, müsste er auch öffentlich dazu stehen und einen Interview zulassen können, oder ?

  12. Johannes sagt:

    Bei mir hört der ganze Spass spätestens dort auf, wo Menschen sterben. Und das ist in Berlin passiert, als eine frühere Anhängerin von Wort und Geist sich das Leben genommen hat. Wenn Gesellschaft und Politik hier noch die Augen verschließen ist das unmenschlich! Herr Wiesenhütter hat recht, wenn er vor dieser gefährlichen Sekte warnt!

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